JoEmmaT
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Vielen lieben Dank!
Ich habe die ersten Wochen komplett durchgehangen. Genau genommen die ersten 5 Wochen. Hab mich bei meinen Eltern verkrochen und mich tagelang nichtmal angezogen. Nichts gegessen. Viel zu viel Wein getrunken und habe das Leben echt an mir vorbeiziehen sehen. Ich war einfach nur erstarrt. Vor mir ist alles wie ein Kartenhaus in sich eingestürzt. Ich hätte am liebsten aufgehört zu leben und wusste nicht mehr wie ich auch nur im Ansatz klar kommen soll. Ich habe diesen Kerl geliebt und vergöttert. Und ich liebe ihn auch jetzt noch. Ich konnte das alles nicht begreifen und verstehen.
Irgendwann kam der Schritt wieder nach hause zu gehen. In meine Wohnung. Ich musste zur Arbeit und musste lernen. Ich wusste nicht, wie ich das packen sollte.
Ich habe Gott sei dank einen ganz lieben Menschen in meinem Leben, den ich über dieses Forum hier kennen gelernt habe. Ich bin dankbar und glücklich, dass ich sie hier getroffen habe. Wir telefonieren täglich und begleiten uns auf dem weg der Verarbeitung. Es tut gut jemanden zu haben, der einen bedingungslos versteht und sich immer die Zeit nimmt. Wir führen viele gute Gespräche und sind uns gegenseitig eine Stütze. Wir trauern zusammen und feiern zusammen unsere Erfolge auf diesem steinigen Weg. Daher gebe ich hier jedem den Rat die Hilfe des Forums anzunehmen und auch wenn manche Dinge noch unmöglich erscheinen, die Worte und Erfahrungen hier sind wahr. Wir alle hier haben das tiefe Tal gesehen und es ist hilfreich mit Leuten in Kontakt zu treten, die schon weiter sind und Verständnis haben. Nehmt die Hilfe an!
Versucht die kleinen Fortschritte zubetrachten. Es dauert und braucht Zeit. Man brauch leider verdammt viel Geduld. Aber das dunkel wird irgendwann grau und heller. Man muss akzeptieren, dass es einem gerade schlecht geht. Es ist anstrengend und hart, aber man muss durchhalten. Ich hatte letzte Woche die Erkenntnis, dass die Trennung tatsächlich irgendwie eine Chance ist. Ich habe diese Woche Arbeitstechnisch und vor allem lerntechnisch mehr geschafft als die ganzen Monate davor und auch die Wochen vor der Trennung. Und mir ist klar geworden, dass ich das Pensum nicht bewältigt hätte, wenn wir noch zusammen wären. Ich hätte mich weiter ablenken lassen und mir sorgen gemacht und hätte nicht so viel gelernt. Die Beziehung war absolut nicht gut für mich, sondern hat Energie geraubt und mich von meinem Weg angebracht. Egal wie toll er war oder sein mag. Ich hätte nichts geändert, sondern das weiter so laufen lassen und am Ende hätte ich das böse erwachen erlebt.
Es ist absolut okay sich eine Zeit lang gehen und hängen zu lassen. Das brauchte ich. Ich habe den Schmerz voll durchlebt und gelitten wie ein Hund. Aber dann muss man sich irgendwann der Realität stellen und aufstehen. Ich hatte gestern Abend noch ein langes Gespräch mit meinem Vater. Es ging unter anderem um meinen beruflichen Werdegang. Er ist froh, dass ich mich wieder etwas berappelt habe und hat mir diese Zeit auch gelassen. Er hat mir aber auch nochmal deutlich gemacht, dass ich nunmal kein Student mehr bin und langsam anfangen muss Verantwortung für mich und für andere zu übernehmen. Ich muss mich nunmal jetzt mit Dingen auseinander setzen, die meine Zukunft betreffen. Ich kann nicht mehr Dinge rausschieben und vor mir herschieben. Manche Dinge müssen nunmal geplant werden, denn wie gesagt, das betrifft nicht mehr nur mich, sondern auch viele andere.
Mir ist auch klar geworden, dass mein ex noch weit davon entfernt ist, diese Verantwortung, die da auf mich zukommen wird, mitzutragen. Das kann ich ihm auch nicht vorwerfen. Er ist vier Jahre jünger und in seiner Lebensphase habe ich auch von Party zu Party gelebt und das Erwachsensein war noch weit entfernt. Selbst jetzt fühle ich mich gewissen Themen noch nicht gewachsen. Aber ich muss nun dort reinwachsen. Ich denke, dass ihm am Anfang der Beziehung nicht wirklich bewusst war, was es bedeutet mit einer älteren Frau zusammen zu sein. Ihm ist es erst im Lauf der Zeit bewusst geworden, dass ich nunmal am Punkt bin Entscheidungen zu treffen und er sich da zukünftig wohl oder übel nach mir richten müsste. Das hat ihm Angst gemacht. Verständlich.
Gott sei dank, kann ich nun wieder nach vorne schauen und ein Licht am Ende des Tunnels sehen. Aber der Tunnel ist noch nicht durchschritten.
)
? Das wir an diese Menschen keine Gedanken mehr verschwenden brauchen und uns keinen Kummer mehr machen sollten, auch wenn es dir gestern nochmal weh tat! Wir kümmern uns um uns und vielleicht irgendwann um jemanden neues, sodele


Ich bin ja kein Traumdeuter (und dafür braucht man das jetzt auch nicht zu sein...) Der Fremde im Traum ist sicherlich deutlich der Mensch den du dir
@all und
. @Igluweis alles gute mit deinem Sohn. Vielleicht braucht er einfach das Gefuehl dass du fuer ihn immer da bist und hinzer ihm stehst (bin selber Scheidungskind, war damals 16).