OccamsRazor
Mitglied
- Beiträge:
- 219
- Themen:
- 3
- Danke erhalten:
- 293
- Mitglied seit:
Dann unternimmt man noch etwas mit einem alten Kollegen, und geniesst ein zwei Drinks und interessante Gespräche. Und am Ende des Tages, alleine zuhause, fällt dann das ganze Zelt in sich zusammen und man fühlt sich alleine, wertlos, ungeliebt, als eine Marionette dieser Gesellschaft. Und jegliche Alternative erscheint ebenso zwecklos. Immer diese Fassade aufrecht zu halten, und Interesse an eigentlich völlig belanglosen Dingen zu zeigen, ist anstrengend.
Man redet sich ein, dass so eine Trennung mit den damit verbundenen Schmerzen ja eine wunderbare Entwicklungsmöglichkeit ist. Man entdeckt seine wahren Bedürfnisse wieder, greift ein altes oder neues Hobby auf, und lebt ein glückliches selbstverwirklichendes Leben. Schön wäre es. Man ist einfach nur ein Lebewesen, voller Ängste und Befürchtungen, und nicht in der Lage, das Leben zu geniessen. Ohne anstrebenswerte Ziele und doch ohne Mut, dem ganzen eine Ende zu bereiten.
Und schon ist es wieder 23 Uhr und das einzige, was vom Tag noch übrig bleibt, sind die immer gleichen abendlichen Rituale. Als ob es einen Unterschied machen würde. Morgen fängt der Zyklus nur wieder von vorne an.


für alle 
