@OccamsRazor
Zitat:Entweder wollen sie alle Anerkennung, oder aber Zuneigung und Zärtlichkeit. Respekt und Gehör. All das kann man sich selber nicht geben.
Ich finde deine Gedanken ziemlich interessant zum Thema Selbstliebe.
Da ich gerade in so einer Findungsphase bin und mich selbst hierzu entdecke, bin ich allerdings null "Fachfrau" hier:)
Aber zu dem o.a. Zitat möchte ich gerne meine Gedanken mitteilen

Vielleicht ändere ich im Prozess ja noch mal meine Meinung, aber Stand dato wäre:
Ich stimme dir zu, das Wort Selbstliebe ist für meine Begriffe etwa to much, für das was es in meinen Augen beschreibt....nämlich "sich selbst akzeptieren"...
Jedoch muss ich sagen, dass ich mir selbst Respekt entgegen bringen kann. Ich kann mich, meine Entscheidungen, meine Gefühle oder sonstiges respektieren. Das geht wohl in Richtung Selbst(be)achtung. Das "dauert" halt so lange, bis ich für mich einen Weg gefunden, das ein oder andere wirklich zu akzeptieren.
Und auch mir selbst kann ich Anerkennung entgegen bringen. Vielleicht auch eher als Selbsteinschätzung zu sehen. Schätze ich mich selbst ein, ist eine Form von Akzeptanz vorhanden (solange man in der Realität bleibt) und dann kann ich es "anerkennen".
Entsprechend behaupte ich, das ich mir selbst Gehör geben kann, um eine Art Selbstwahrnehmung zu fokussieren, um herauszufinden ob der Kopf, das Herz oder der Bauch gerade sich zu Wort meldet.
Zuneigung ist schwierig für mich. Zuneigung hat etwas mit Gefühlen zu tun...die sich selbst zu geben...mhhh...ich denke, dass ich Zuneigung zu einer Person nicht im gleichen Topf"kochen" kann wie die Zuneigung zu mir selbst. Wenn man mir sagt: stell dich vor einen Spiegel und sag dir "ich liebe dich"...nee wirklich...geht nicht. "ich mag dich"...ok das ist ein Deal. Also ich würde das irgendwie schon unterscheiden wollen. Zuneigung ist für mich eine hohe Form der Zuwendung. Zuneigung entwickelt sich oder eben nicht. Zuneigungen kann ich Menschen entgegen bringen, die mir wirklich etwas bedeuten. Da spielt mein Herz eine ziemliche Rolle und darin sind dann Gefühle, die ich nur einem anderen Menschen zeigen/geben kann, aber in dieser Form mir selbst nicht. Da wäre ich dann wieder bei selbstakzeptanz....
Zärtlichkeit...uff...wenn es darum geht, sich selbst was gutes zu tun...Heisses Bad, Gesichtsmaske, Tee trinken oder sowas...ok , dann versuche ich zärtlich zu mir zu sein. Jedoch ist dieser Begriff, denke ich, mehr auf körperliche Ebene gemeint. Spüren, fühlen, riechen, schmecken...und da steige ich in der Tat aus, dass kann ich mir in dieser Form wirklich nicht geben.
Aber das ist meine Interpretation und meine Sicht durch meine Erfahrungen.
Daher ist das was du geschrieben hast, und ich hoffentlich richtig verstanden habe, nicht verkehrt. Bitte nicht als Kritik verstehen!
Jeder wird individuell seine eigene Art der Definition haben...je nach Erfahrung und Herz/Kopf/Bauch - "Stand".
Aber in der Tat...ich mag das Wort Selbstliebe gar nicht. Darunter liegen viele Dinge, die meinen "Wert" für mich definieren oder wie ich mich selbst sehe, empfinde oder einschätze. Daher schwanke ich grad ob ich bei Selbstliebe in der Tat nicht eher von "Selbstakzeptanz" sprechen würde oder es einfach "wer bin ich" ist. Da kann ich mich eher mit anfreunden.
Ihr Lieben...wieder ein langer Text. Es trifft mein Thema der letzen Tage. Es tat unheimlich gut heute wieder mit einem Umweg bei mir selbst zu sein. Viele Tränen in den vergangenen Stunden, Verzweiflung und Horrorgefühle gehörten ebenso dazu. Der Tag heute war wieder verdammt schwer, aber irgendwie auch ziemlich interessant.
Schlaft gut und fest!
Wenn ich um 5 Uhr aufstehe koche ich den Kaffee und Tee schon einmal, damit ihr euch morgen willkommen in dieser Welt fühlt, wenn ihr eure Nase unter der Bettdecke hervor luken lasst.