Zitat von Nalf:War sie denn Miteigentümerin des Betriebs und alleinzeichnungsberechtigt? Oder wenigstens ordentlich angestellt mit ordentlichem Gehalt UND Sozialabgaben? Denn die Ehefrauen und Töchter aus dem Betrieb meines Opas arbeiteten Vollzeit und mehr mit, ohne diese Annehmlichkeiten. Der Betrieb war der vom Mann und ...
Ich finde diese Gedanken echt interessant, auch wenn sie nichts mehr mit dem eigentlichen Thread zu tun haben
😇 ...FrauenMännerundGeld bzw. Besitz....jaja...
Meine Mutter zB hatte zwei Brüder, die durften selbstverständlich studieren. Meine Mutter ist dann gegen ihren eigenen Vater vor Gericht, weil er meinte als Mädchen steht ihr kein Studium der Medizin zu obwohl er Geld wie Heu hatte. Am Ende hat sie ihr Studium mit Schulden finanzieren müssen. Obwohl sie immer super Noten hatte und hochintelligent war. Ählich wird es mit einer Meisterausbildung gewesen sein. Oft wurden Karrieren Mädchen verwehrt. Und ohne Karriere kein Besitz. Ohne Besitz keine Unabhängigkeit und damit Schutz vor
emotionalem, sexuellem und körperlichen Missbrauch in Beziehungen. Eigentlich ganz einfach.
Natürlich konnte eine Frau auch Glück haben und einen guten Mann erwischen. Aber das war nicht bei jeder so.
Es ist auch heute noch ein Thema an dem viele Beziehungen scheitern...vom Geldkrieg nach Scheidung nicht zu sprechen.
Meine Nachbarn zum Beispiel haben einen Bauernhof. Er hat sie nicht geheiratet, weil er Angst hatte, dass er dann vom Familienbesitz abgeben muss. Sie hat ihm jahrelang (18) den Rücken freigehalten, die Blumen gepflegt, den Hof gekehrt, die Kinder großgezogen (fehlt später in ihrer Rente, da sie nur Teilzeit erwerbstätig war), die Tiere gepflegt und die Ferienwohnungen geputzt und das Haus sauber gehalten. Alles ohne Ehevertrag, ohne Entgelt, ohne abgesichert zu sein. Und ohne dass ein einziger Ziegelstein ihr gehört.
Irgendwann hat es ihr gereicht und sie ist ausgezogen. Ich glaube er versteht bis heute nicht warum.
Er hatte ja alles: Hof, Haus, Kinder, gute Rente, guten Job, und ne Mami, die den Rest gratis macht.
Sie: lebt heute in kleiner Mietwohnung, muss finanziell von vorne anfangen. Schade um ihre Lebenszeit und Energie. Schade um die Beziehung. Schade für die Kinder.
Sowas höre ich je älter ich werde immer öfter.
Es ist nicht nur ein Thema unserer Großmütter.
Auch wenn ich selber nie finanziell mit einem Partner wirklich verbandelt war und immer selber
Geld hatte, machen solche Geschichten mich traurig.
Hier gehts nicht um Liebe. Es geht um Fairness. Und Respekt. Ohne das ist dauerhafte Liebe ja
garnicht möglich, denn Liebe setzt voraus, dass ich die Interessen des anderen ebenso wichtig nehme
wie meine eigenen und nicht übervorteile. Sonst schädige ich die Beziehung und damit die Familie und
mich selbst.