skyfullofstars
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Wir hatten eigentlich eine sehr schöne, glüchliche Zeit, haben beruflich und persönlich viel gemeistert und geschafft. Die Leidenschaft ging aber irgendwann flöten. Das haben wir gemerkt. Aber wir haben das unausgesprochen akzeptiert und die Gewohnheit als Vertrautheit gewertet - ich hatte bis vor etwa 3 Jahren nie das Gefühl, dass uns etwas fehlen würde. Sie bestätigt das, sagt sogar dass das bis vor einem Jahr noch so war?!
Spätestens seit Ende des letzten Jahres merkte ich doch deutlich ihre Distanz und habe sie darauf angesprochen. Sie sagte das sei eine Phase und sie wüsste dass diese Phase wieder zu Ende gehen würde. Seit etwa drei Jahre hat sie auch eine beste Freundin, die eine abartige Beziehung führt (Eheman verdient gut und wird als Erzeuger genutzt - ansonsten flirtet sie mit anderen Männern offen und himmelt einen anderen Mann an, der selber auch verheiratet ist - er weiss davon nix) Dei hat sie m.E. entscheiden beeinflusst. Meine Frau ist sehr attraktiv wird von anderen Männern angebaggert, wenn sie ausgeht. Das hat mich nie gestört, solange ich das nicht ansehen muss - ich vertraute ihr da blind. Aber im Laufe des Jahres wurde die Distanz immer größer, wir haben so gut wie nichts mehr gemeinsam unternommen. Sex hatten wir das letzt Mal im Januar und das war irgendwie gar nix. Ich habe sie mehrmals darauf angesprochen - die Distanz fühlte sich schon wie Aversion an. Ich hatte das Gefühl getrennt unter einem Dach zu leben. Ihre Begründung war im wesentlichen immer, dass sie mich liebt aber etwas fehlen würde, sie aber SICHER glaubt dass das vorübergehen würde.
Vor vier Wochen habe ich dann im Urlaub herausgefunden dass sie seit über einem halben Jahr eine Affäre hat. Er ist 25!, Sportlehrer! und wohnt ein paar Häuser neben uns. Sie hatten immer dann Sex ( in unserem Auto!) wenn sie fortging, vor allem wenn sie auf Feste hier in der Gegend war. Wie ich das erfahren habe erspare ich mir jetzt zu schreiben - aber ich habe dannn ihr Handy gecheckt um sicher zu gehen und habe whatsapp Nachrichten gelesen, die mir wahrscheinlich nie mehr aus dem Kopf gehen.
Wie ich mich gefühlt habe, brauche nicht nicht zu schreiben - hier wissen die meisten wie das ist. In den Wochen bis jetzt haben wir viel gesprochen. Sie sagt, dass ihr das Kribbeln etc so sehr gefehlt habe. Er sei in diese Sinnkrise hineingerutscht und sie wollte es mir immer sagen, aber sie hätte es nicht geschafft. Ob wir uns trennen oder nicht ist nach wie vor offen. Wir wollen beide noch kämpfen.
Bei mir geht es hin und her.
Aber ich tendiere gerade mehr dazu mich zu trennen. Das Vertrauen ist weg - wie soll das kommen? Das schei. Kopfkino kann ich nicht unterdrücken und das zieht mich immer wieder so extrem runter! Dann seh ich den Typ mehrmals die Woche - er wohnt ja gleich nebenan. Wenn ich ausziehe nehme ich meine eigenen Kinder mit, unsere Kinder bleiben bei ihr - nur dann muss die Wohnung (Reihenhaus zur Miete) aufgelöst werden. Die kann sich keiner von uns alleine leisten. So einfach hoppla hopp ausziehen geht leider nicht. Sonst wäre ich längst wenigstens vorübergehend weg.
Ich empfinde viel für die Frau die ich vor 9 Jahre geheiratet habe, aber wenn ich sie jetzt ansehe stehe ich vor einem Rätsel.
Frage an "Betrüger": Kann man jemanden lieben und trotzdem betrügen? Kann die Leidenschaft wieder zurückkommen nach alldem - wenn die Beziehung sozusagen wieder bei 0 anfängt?
Ich will das schon - stehe aber vor einem unüberwindbaren riesigen Berg...
Hat jemand Erfahrungen?