Zitat von Hansohneglück:@Mayla Guten Morgen

Du hast vollkommen recht in Bezug auf die Bestätigung. Ich fühlte mich eben sicher und das fühlt sich auch wirklich toll an, nur ist es am Ende nicht echt, wie die radikalen Trennungen es beweisen. Allerdings bin ich nicht auf der gleichen Ebene. Es machte mir nichts aus, wenn meine Partnerin etwas ohne mich unternommen hat. Ich vertraue grundsätzlich meinem Partner voll und ganz. Erst wenn es es einen Grund gibt daran zu zweifeln hinterfrage ich dieses Vertrauen. Blind bin ich ja auch nicht. Und ja, ich erkenne dieses Muster nun. Das ...
Diese andere Frau, die fluchtartig das Schlafzimmer verlässt, ist kein Beispiel für eine selbstbewusste Frau. Das ist ebenso eine Frau, die viel Unsicherheit und Angst in sich trägt, nur zeigt sie es nicht dadurch, dass sie anhänglich ist, sondern dadurch, dass sie dich wegstößt. Das ist kein Verhalten einer Person, die im Einklang mit sich steht und ein liebevolles oder achtsames Verhalten dem Partner gegenüber, ist es zwei Mal nicht. Es ist demütigend.
Wichtig für dich an dieser Stelle ist vor allem, wie DU dich danach verhalten hast. Der Partner macht das, was er will, aus welchen Gründen auch immer, aber an dir ist es zu spüren, was dieses Verhalten mit DIR macht, nachzufühlen, ob es in Ordnung ist oder ob du dich klar abgrenzen möchtest. Mit meinem Wissen von heute, wäre ich nach so einer Aktion wohl erst mal verstört gewesen. Dann hätte ich nachgefragt, was der Auslöser für das Abhauen war. Wenn sich der Partner öffnet und ehrlich ist, dann kann man reden. Wenn er es runterspielt und mich nicht ernst nimmt, dann bin ich zumindest mal sehr wachsam, denn so ein rücksichtsloses Verhalten ist für mich keine Basis für eine tiefergehende Beziehung.
Diese Frau, von der du schreibst war auf jeden Fall kein Gegenteil zu deiner jetzigen Freundin, die Verpackung der Ängste und innneren Unsicherheit war nur eine andere.
Vielleicht solltest du dir einfach ein bisschen mehr Zeit lassen für das Kennenlernen, bevor du eine feste Beziehung eingehst. Du möchtest eine verlässliche Beziehung aufbauen, du möchtest eine Familie gründen. Ich finde man kann einen Menschen gut kennenlernen, wenn man ihn schlicht im Alltag erlebt. Wie geht er mit seinen Freunden um? Wie spricht er mit der Bedienung? Wie redet er über Familienangehörige und Arbeitskollegen? Wie ist er dem Leben gegenüber eingestellt? Da kann man schon ganz gut spüren, ob es sich um einen offenen Menschen mit ähnlichen Vorstellungen vom Leben und positiver Grundenergie handelt, oder um jemanden, der sich überspitzt formuliert, als ewiges Opfer von was-auch-immer sieht und von seinen Ängsten geleitet wird. Natürlich solltest du jetzt keinen Fragebogen entwerfen und ihn der potentiellen Partnerin gleich beim ersten Kennenlernen unter die Nase halten. Ein Kennenlernen ist ja kein Bewerbungsgespräch, du suchst keine Mitarbeiterin, du suchst ein Gesamtkunstwerk

, das ja auch deine Sinne ansprechen und dich umhauen soll

.Wenn du ein gutes Gefühl für dich selbst hast, dann wirst du merken, ob du mit dieser Person im ähnlichen Takt schwingst. Das merkt man daran, dass es sich leicht anfühlt und man frei atmen kann - und zwar nicht nur in der ersten Hochphase der Verliebtheit.
Und der Rest ist dann Abenteuer... und Leben... und lernen...und staunen...
