Zitat von Flower1: Habt ihr euch nach dem Bekanntwerden der Affäre auch gedemütigt gefühlt und wie seid ihr damit umgegangen?
Nein, nicht gedemütigt.
Warum auch?!
Das würde bedeuten, in meinem Stolz gekränkt zu sein.
Stolz bin ich nur auf etwas, dass ich geleistet habe. Inwiefern sollte mich also eine Affäre meines Mannes in meinem Stolz verletzen?
Ich fühlte mich dadurch auch weder herabgesetzt noch erniedrigt.
Warum auch?!
Schließlich habe nicht ich mich wie ein Idiot verhalten.
Nein, gedemütigt fühlte ich mich nie.
Ich war
enttäuscht von meinem Mann.
Mich hat
verletzt, dass er mich offenbar so wenig liebte, dass er bereit war, mich so sehr zu verletzten.
Zitat von Flower1: Auch vergleiche ich mit ständig mit der Affärenfrau.
Ja, das kenne ich. Die Ex-AF meines Mannes sah damals aus wie eine jüngere (10 Jahre) und kleinere Version (10 cm) von mir. Würde man uns heute nebeneinander stellen, würde man zwei Frauen sehen, die sich null ähnlich sehen (sie hat sich sehr verändert) und aussehen als seien sie im gleichen Alter.
Sie ist definitiv eine hübsche Frau, aber nix besonderes. So würde man mich wohl auch beschreiben.
Aber mein Mann ist nicht so der optische Typ. Ihm sind die inneren Werte schon immer wichtiger gewesen. Er steht auf Frauen, die anders sind. An mir mag er meine offene, direkte Art und dass er nie zwischen den Zeilen lesen muss. Insofern musste ich auch irgendwann lernen, dass er sie nicht wollte, weil sie hübscher oder besser als ich war, sondern er mochte sie als Mensch und sie war verfügbar. Gelegenheit macht Diebe. So simple, so hart zu begreifen.
Zitat von Flower1: Aber fange ich deshalb mit einer Frau, die mein Mann sonst wirklich kritisiert hätte vom Aussehen her, eine Affäre an und setze unser gesamtes Leben aufs Spiel?
Siehe oben....er war bedürftig, sie verfügbar. Mehr braucht es manchmal nicht.