Zitat von LoveYourself123:Mittlerweile ist es so, dass er bei jeder Kleinigkeit die ihm nicht passt, durchdreht/ durchdrehen könnte
Gibt es einschneidende Veränderungen im Leben Deines Freundes? Berufliches Umfeld, Wechsel des Freundeskreises, Verlust einer Person oder eines Jobs? Neue Herausforderungen? Könnte es Schwierigkeiten geben, die er Dir verschweigen möchte?
Zitat von LoveYourself123:Natürlich ist sein Ausflippen auch manchmal verständlich.
Okeee, lass mich zum Verständnis nachhaken. Wie oft kommt er damit durch, einen Tobsuchtsanfall zu kriegen? Gibst Du und sein näheres Umfeld schnell klein bei, damit er wenigstens still ist?
Zitat von LoveYourself123:Was kann man tun?
Schwierig. Wenn er es von kleinauf gelernt hat, dass Gebrüll zielführend ist, tut er es unbewusst. ...Eben weil es funktioniert.
Ganz davon abgesehen gibt es Personen, die einfach aggressiver sind, als andere. An denen ist nix falsch, sie sind bloß laut. Dem muss man gewachsen sein.
Zitat von LoveYourself123:Ich weiß auch, dass er ziemlich sensibel ist
Nur weil er sensibel ist, heißt das nicht, dass er nicht von Natur aus ein brusttrommelnder Brüllaffe ist.
Außerdem berechtigt ihn Sensibilität nicht dazu, die Nerven und Trommelfelle seiner Mitmenschen zu strapazieren.
Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und er wieder tobt, wie ein wilder Stier:
Ignorieren. Er soll das auch nicht mögen. Wir wollen ja nicht, dass er sich auch noch belohnt fühlt, nech?
Ihm nicht seinen Willen nachgeben. Weder während des Anfalls, noch danach. Solange es funktioniert, wird er es auch zukünftig nicht anders machen. Never Change a running System.
Solltest Du es bisher noch nie getan haben: brüll zurück. in einer Lautstärke, die selbst ihn zum staunen bringt. Mach ihm klar, dass Du die Schnauze voll hast von diesem Benehmen und lass ihn dann stehen. Er muss ankommen, nicht Du. Du musst wirklich konsequent bleiben, sonst legt er das als Schwäche aus.
Ja ich weiß, rät Dir kein Psychologe zu, die kriegen bei solchen Tipps Schnappatmung. Allerdings neigen gerade diese Typen dazu, nachher aufrichtig verdutzt zu behaupten: "aber Du hast nie etwas gesagt."
Wie denn, bei der Lautstärke?! Denkweise dieses Typus Mensch: "Wenn sie nicht schreit, meint sie es auch nicht ernst."
...Glaub mir, ich weiß, wovon ich schreibe.
Niemals Furcht zeigen während eines Anfalls. Das verwirrt ihn nur um macht in höchstens noch lauter. Schultern belieben straff, Kinn bleibt oben und Blickkontakt wird gehalten. Zur Not starre auf seine Nasenwurzel.- Das macht den Blick fest und undurchdringlich.
Nach dem Anfall, frag ihn in einer ruhigen Minute, ob irgendwo der Schuh drückt. Bedräng ihn nicht, zeig aber Redebereitschaft. Vor allen Dingen mach klar, dass seine Probleme auch Deine Probleme sind, sprich, Dich wirklich interessieren. In ruhigen Momenten darfst Du dann auch etwas nachgiebiger und sanfter sein, wenn Du magst. ...Wenn er ruhig ist, macht er ja nix falsch.
Sag auch offen, dass Du nun wirklich nicht mehr wirklich damit klar kommst, durch ein Minenfeld zu hopsen. Du hast Dir einen Partner gesucht, kein Krisengebiet.
Und wenn Du ihm sagst, dass Du sein Verhalten nicht mehr lange durchstehst, dann bleib dabei. Du kannst ihn ja nicht ändern. Das liegt bei ihm. ...Nur muss Du seine Launen nicht mitmachen.