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Katalina
Gast
Zitat von krümel1:warum tut das ein Mensch?
gute Frage, für mich ist so jemand entweder Machthungrig oder im Grunde eine unsichere Person oder beides. in meinem Fall sind wahrscheinlich beide Faktoren zusammengetroffen, eine ungute Mischung und das mit den Depressionen das kenne ich auch, ich sei krank etc. pp. keinerlei Empathiefähigkeit nur Nützlichkeitsdenken und Selbstverliebtheit, eigentlich im Grunde kein Interesse an Anderen, gar nicht die Fähigkeit sich in einen anderen hineinfühlen zu wollen/können, ich scheue immer vor so Etiketten, bin kein Arzt und Diagnosen sollen die stellen die dafür ausgebildet sind. Kann nur von mir reden und wie ich es erlebt habe.
Im Nachhinein denke ich oft, schon sehr früh, eigentlich ganz am Anfang hätte ich die Füsse in die Hand nehmen müssen, aber nein ich dachte a ich könne helfen (Mutterinstinkt sprang an), b hing ich leider schnell an der Angel.. das ist so ein Schlüssel-Schloss-Prinzip, daran arbeite ich grad und mir wird immer klarer wie das funktioniert, auf welche Botschaften ich anspringen würde, weil machen tu ich das nicht mehr, schau mir das an, es verunsichert vielleicht kurz, mir wird das aber schnell klar was läuft, 14 Jahre das reicht mir, genug für mehr als ein Leben, so als Marionette wie du es beschreibst zu fungieren..
Die Kindheit spielt da auch eine Rolle, deshalb der Hinweis mit fachlicher Begleitung, muss aber jeder selbt wissen, will nur drauf hinweisen.
tut mir leid das ich nichts Aufbauenderes sagen kann, soviel, bei mir ist es jetzt 11 Monate her. die erste Zeit war ich völlig von der Rolle, verschiedene Schmerzzustände, teilweise alles fast nicht auszuhalten.
Ich habe immer versucht einen möglichst ausgewogenen Tagesablauf zu haben, gute Ernährung, regelmäßig Bewegung an der frischen Luft, gute Ablenkung, meine Interessen ausgebaut, dass alles sehr konsequent, damit bin ich über die schlimmste Strecke gekommen und langsam wurde es leichter.
Jetzt im Rückblick kann ich sagen, ich bin froh das es vorbei ist, es fallen mir soviele Sachen ein die ich jetzt nicht mehr ertragen muss und das hilft mir sehr. Die guten Erinnerungen bleiben, aber das Schwere werde ich nie vergessen, ich lerne mir zu vergeben, das war für mich teilweise das Schwerste, denn die Frage die ich mir immer wieder gestellt habe, wieso konnte es überhaupt soweit kommen, wieso habe ich das mitgemacht etc. pp. die war schon belastend, aber langsam verzeihe ich mir auch das, denke ok das ist nicht gut gelaufen, nächstes Mal bist du klüger und diese Erfahrung hat mich wirklich einiges gelehrt!
Möchte es niemand wünschen, aber auch nicht missen wo ich jetzt stehe, viel klarer und innerlich stärker, denn durch das Gefühlskarusell gehen, war schon hart, deshalb verstehe ich dich gut und bedauer sehr wie es dir grad geht, aber ich kann dir sagen, es wird besser, ich denke du hast Möglichkeiten wo du dir Unterstützung holst und tust das auch für dich, damit du da gut durchkommst.
Hier im Forum ist eine gute Möglichkeit sich vieles von der Seele zu schreiben und mit anderen Betroffenen auszutauschen. Das war's von mir, alles Gute und viel Kraft wünsch ich dir.