OnceUponaSurfer
Gast
so wie bestimmt viele hier zweifele ich stark an meiner Ehe und würde mich über ein paar Meinungen/Einschätzungen zur Situation wirklich freuen, denn bei herscht nur noch ne Gefühlsachterbahn.
Ich fang mal vorne an, unsere Beziehungs und alles was folgte ging wahnsinnig schnell.
Wir lernten uns 2021 im Februar kennen. Mir ging es zu der Zeit nicht gut da ich vor noch nicht mal einem Jahr plötzlich meinen Vater verloren hatte. Ich stellte meine gesamte Lebensführung ( Als Surflehrerin für Jobs durch die Welt reisen) in Frage und entwickelte, zusammen mit Panickattacken, ein starkes Bedürfnis nach Familie und Sicherheit.
Mein jetziger Mann bot mir all das, zusammen mit extremen Vertrauenproblemen und Kontrollsucht ( 5-6 mal am Tag anrufen, vor meinem Schlafzimmerfenster rumschleichen damit da kein anderer Mann liegt etc.
Ich machte mit, er war ja so ein guter & netter, nicht wie mein narzistischer Ex, er liebte mich wirklich.
Im September verlobten wir uns, im November war ich schwanger.
Zu Anfang des nächsten Jahres zog ich in seine Wohnug, die im Haus seiner Eltern war.
Seine Eltern wirkten ganz nett, aber auch da übersah ich jede Warnsignale ( Seine Mutter erzählte ständig sie würde sich um mich "kümmern", wusch seine Wäsche & sein Geschirr, erzog seine Nicht & erzählte mir das mein Sohn ja dann immer bei ihr und der Nichte wäre bla bla)
Er begann, als ich einzog, exzensiv zu zocken. (12-16h am Tag) und dabei zu *beep*.
Für jedewede Sachen ( Möbel aufbauen, Eheringe besorgen etc.) musste ich ihn anflehen aus seinem Zimmer zu kommen. Zunächst genoß ich die "Freiheit" ohne ständige Anrufe aber schon noch kurzer Zeit nicht mehr.
Er hatte sich komplett verändert, war er noch der Lebenslustige Typ der meine Liebe zum Vanlife teilte, so wollte er in unseren Flitterwoche schon gar nix mehr machen außer B. trinken und *beep*.
Durch eine Fersenentzündung verlor er seinen Job und bis der kleine 6 Monate alt war war er zuhause.
In dieser Zeit vielen noch einige Übergriffige Dinge durch seine Mutter statt, aber das ist ein anderes Thema.
Er begann wieder in seinem früheren Beruf ( vor dem Job den er verloren hat) zu arbeiten und ging auf Montage.
Ich alleine, mit Studium und Kind. Bei seiner Mutter im Haus hielt ich es schon bald nicht mehr aus und wollte zu ihm reisen. Aber länger als ein paar Tage hielt er es nicht aus, " er brauchte ja ME-Time".
Long Story Short: Ich hab ein Jahr lang an ihm "rumgemeckert" bis er jetzt endlich scheinbar echt was ändert.
Trotzdem bin ich mittlerweile total frustriert. Ich hasse es ihn zu sehen wie er 2x die Woche ausschlafen kann, wie er sein Hobby zocken jeden Abend ausführen kann, während ich seid beinahe 1 Jahr nicht mehr auf dem Wasser war, keine Nacht durchschlafe und 24/7 für Kind und Organisation etc. verantwortlich bin.
Er versucht mich jetzt zu unterstützen, aber ohne mein Anleitung geht nichts.
Seine Mutter, hasse ich mittlerweile, dort gab es viele Vorkommnisse. Und wenn ich genervt bin etc. dann hasse ich ihn auch.
Wir streiten uns häufig weil er mich nicht versteht und nicht versteht was ich von einem Partner erwarte. Ich meckere viel weil er mir das nicht gibt.
Ich hab das Gefühl es läuft alles komplett unrund. Aber wir haben Potential, er redet ständig davon was wir alles machen können wenn wir mehr Geld haben etc. und das hört sich auch immer toll an, deswegen bin ich noch hier.
Aber ich weiß einfach nicht ob es normal ist so viele Punkte zu haben die einem am Partner stören, ihn zeitweise richtig zu hassen, nicht hören zu wollen wenn es einem nicht gut geht. Ganz zuschweigen von der extremen Abneigung seiner Familie gegenüber.
Es gibt immer Tage & Woche da "läuft es besser", da übereuge ich mich davon alles positiv zu sehen. Geduld zu haben etc. Aber bei der kleinsten Auseinandersetzung kommt nur " Scheidung, renn, sie wieder du selbst". Denn das bin ich schon lange nicht mehr.