@maggot
@Thomas69
Zitat:Mir hat halt absolut die Erfahrung mit "Blendern" gefehlt. Und als ich dann die ersten Anzeichen hätte sehen können, weil sie es mir eigentlich förmlich ins Hirn geprügelt hat, hab ich das wohl irgendwie positiv umgedeutet
*überleg*
So gesehen hat der Zwilling das geschickt gemacht. Und genauso, dass man ihm nicht "zwangsläufig" was in die "Schuhe" schieben könnte. Ist an sich ganz geschickt gewesen. Schön laufen lassen, mich abrufbereit parat stehen lassen wollen, auf der einen Seite verbindliches sagen, andererseits unverbindlich handeln. Zuckerbrot und Peitsche Prinzip. Alleine: emotionale Einblicke. Öffentlichkeit: Macho. Auf Distanz = Distanz. In Nähe = Nähe.
Die richtigen Fragen und Antworten zum richtigen Zeitpunkt.
Was mich nur wundert. ich habe ihn zweimal quasi abserviert. Das zweite Mal inkl. Blocken und allem. Und entsprechend vorherigen recht undipomatischen Text von mir (das deutlich formuliert von mir, etwas emotional, aber nicht beleidigend). Erledigt! Beide Male kam er authentisch wieder an. Zumindest empfand ich es damals so.
Er hätte Angst, es wäre ungewohnt nicht mehr alleine zu sein, wie reagieren meine Kinder, seine Ex wollte ihn nie sehen, er hätte alles für sie getan, es wäre ungewohnt, dass ich bereit bin zu geben blablablabla
Wie heißt es so schön? Worte, aber die Taten blieben aus. Durch seine Worte hatte ich halt Geduld bzw. wollte sie haben und nicht gleich die Flucht ergreifen. Ich habe mir gedacht: hey, der Mann weiß nicht was er will, gebe ihm Zeit, er ist unsicher.
Was mich verletzt ist die Tatsache, dass ich, bis auf dieses eine Mal, abosolut neutral, besonnen und bedacht gehandelt habe. Ich habe keinen Druck ausgeübt, war relaxt, habe ihn nicht belagert, keine Emotionsgespräche herausgefordert, wollte weder Liebesbekundungen, noch übereilte Entscheidungen, ich bleib ich, hatte meinen eigene Alltag und meine eigenen Freiräume. Ich habe mir Ehrlichkeit, Fairness und Respekt gewünscht. Jedoch stellti er es so dar, als wenn ich keine Ahnung was verbrochen habe. Selbstreflektion? Fehlanzeige, er macht zwar irgendwie Zugeständnisse, diese waren aber weder ganz noch halb.
Einmal hatten wir eine kleine Situation wo ich bis heute nicht wirklich weiß, warum er derart sauer war. Er war es einfach und ging wieder einmal in die Versenkung. Null Reaktion. Ja, damit habe ich ein Problem, denn das Zauberwort heisst "Ignoranz" und wer mich hier schon länger kennt, weiß, was das ab der Jugend in mir ausgelöst hat. Es ist die größte Bestrafungsform für mich überhaupt. Eine Erziehungsmethode meiner Mutter, die sie noch heute bei mir durchzieht. Das habe ich erkannt und gerade deswegen bin ich super vorsichtig gewesen. Ihm gegenüber und mir gegenüber. Das Ganze gipfelte dann soweit, dass er Zusagen nicht einhielt (gerade was ein Treffen angeht) und da habe ich Cut gemacht. Ich hätte sehr gerne gegeben, aber das lasse ich mit mir nicht mehr machen. Rotes Tuch quasi.
Was mich halt sehr, sehr ärgert ist die Tatsache, dass er immer behauptet, ich würde "so abgehen". Im ernst: ich bin nicht einmal wirklich unfair geworden, ich habe mir nichts aus den Fingern gesaugt und bis auf das eine Mal vielleicht, bin ich in Wort und Schrift immer respektvoll gewesen. Abgegangen ist er. . .das eine Mal hat er mich am Thresen abgefangen und mir derart die Leviten gelesen, dass ich anschliessend 10 Minuten brauchte um mich zu sammeln. Damals an mir selbst zweifelnd, heute weiß ich, dass ein seine "Methode" ist. Versteht ihr im Ansatz was ich beschreiben will?
Er manipuliert ganz gekonnt, fühlt sich selbst als Opfer und glaubt in der Tat, dass er fein raus ist.
Ja, GsD habe ich den letzten Chat-Verlauf seit Anfang Juni. Den lese ichmir immer und immer wieder durch. Warum?
Jedes Mal, wenn meine Zweifel kommen. . . und die kommen IMMERNOCH bei mir, wenn ich ignoriert werden (kenne ich nicht anders, altes Muster was wirklich schwer abzulegen ist), dann lese ich mir das durch und stelle fest: hey Kerstin, Du bist neutral gewesen, offen, ehrlich, immer mal wieder liebevoll, Du bist in der Ich-Perspektive gebleiben, hast keine Kritik geäussert, du warst fair und bedacht. Was um Himmels Willen wirft der Vollpfosten Dir eigentlich vor?!
Ich weiß es nicht und das macht mich madig. Meine Gerechtigkeitsempfinden schlägt hier absolut Alarm und wirft eine Error-Meldung nach der anderen raus. Ich kann reflektieren was und wie ich will. . . es gibt nur absolute banale Kleinigkeiten wo ich mir denke: OK, dieses gesagte Wort könnte man auch falsch verstehen, jener Ausdruck war nicht eindeutig genug. . . Versteht mich nicht falsch, ich bin keine Person die Fehler nicht einsieht und eingesteht, aber in diesem Fall tappe ich im Dunkeln was das Ganze sollte.
Und da zeigt es sich wieder: Worte sind Worte und bleiben Worte. Sie haben keine Bedeutung, wenn entsprechende Taten es nicht nicht zeigen.
Trotz seines Alters halte ich ihn für ziemlich unreif, unsicher und trotz seines Machos-Gehabes denke ich, sorry, dass er ein Proble mit seinem Selbstwert hat. Er präsentierte sich mir an sich eher wie ein hormongesteuerte Teenie in einer akuten Sebstfindungsphase mit männlichen Ansätzen, die er nicht zu Ende brachte. Er hat keine Eier in der Hose wie man so schön sagt. Bejammert sich selbst, dass er nur jüngere Freundinnen "bekommt". (Er 36, seine Exen <25). Tja. . .wundert mich nicht. Mit reifen, taffen, souveränen Frauen kommt er nicht kar. . . mindestens drei Nummern zu groß für ihn. Da kann er nicht mithalten.
Wie sagte ich vor Wochen einmal hier? Wir sind nicht auf Augenhöhe. . . nun habe ich wirklich verstanden was das heißen kann.
Puh, tat grad gut, dass mal aufzuschreiben. Irgendwer sagte hier einmal: Trainingspartner, Spiegel. . .sowas in der Art.
Jepp, dem stimme ich zu. Da waren viele Dinge aus meiner Vergangenheit bei (die er nicht wissen konnte), die mir aber zeigten, dass ich bei dem einen oder anderen Thema noch mal ansetzen kann. Jedoch ist es schön zu sehen, dass ich dieses Mal nicht ewig gebraucht habe um die Reißleine zu ziehen. Ich habe die ganze Zeit über mich selbst irgendwie geschützt, sonst würde ich emotional nicht so stabil reagieren für meine sonstigen Verhältnisse aus anderer Erfahrung. Was bleibt sind meine Fragen, meine Scham, meine Verletzheit und das Gefühl, dass ich eine Pfanne bin (wegen dem Deckel/Topf-Prinzip).
Passt auf Euch auf und vergesst das Lächeln nicht. An jeder Erfahrung kann man wachsen, und wenn diese noch so weh tut. Jetzt gerade tut es mir nicht so weh, dazu hat mich die Zeit wegen dem Forengrund doch enfach zu sehr geprägt, und ich denke, weil ich an den vorherigen Erfahrungen und Erkenntnissen ziemlich gewachsen bin, gehe ich recht "taff" aus dieser Geschichte raus. Ich bin noch nicht "durch" damit, sehe aber, dass ich da noch etwas Geduld haben werde. Und das ist ein cooles Gefühl. Normal will ich alles über das Knie brechen was mich selbst angeht.
Und mein langer Text ist einfach mal wieder fällig. Ich fange wieder an mich einzuigeln, alles wieder mit mir selbst klären zu wollen und alles überhaupt alleine machen zu wollen. Ich blocke, lasse niemanden an mich heran . . .
Wie sagt @Eswirdbesser ? Raus aus der männlichen Rolle, rein in das weibliche Prinzip. Ich lerne noch immer und bleib dran. Ich lasse das nicht mehr zu. Meine alten Muster dürfen sich melden, ich werde sie aber nicht mehr stumm einfach nur ertragen. Daher mein doch längerer Text wieder, wo es, sorry, nur um mich geht. Und ja, fällt mir grad nicht leicht, ist quasi eine kleine Niederlage für mich. Da ich mich hier aber ziemlich wohl fühle und weiß, dass die Foris hier damit umgehen können, wage ich den Schritt wieder einmal und lasse es jetzt einfach raus.