@Rosa-91
Zitat:Dauernd frage ich mich, warum er schreibt, dass er sich am nächsten Tag meldet und dies nach 4 Tagen immer noch nicht getan hat. Hab gesehen, dass er online war und ja es enttäuscht mich. Was soll das? Bin ich so egal?
Er denkt sich wahrscheinlich nichts dabei und wenn man ehrlich ist, ist es doch auch völlig egal was er sich dabei denkt, oder? Ebenso falls er sich doch dabei etwas denken sollte. . .Schmarren, da uninteressant für die eigene Situation.
Letzten Endes ist es die EIGENE Erwartung die hier mit dem "Nicht-Melden" nicht erfüllt wurde. Ebenso ist es doch an sich total Banane, ob Du ihm egal bist oder nicht, denn an der Realität ändert es rein gar nichts.
Und Realität ist aktuell mein persönliches Stichwort. Daher beziehe ich mich jetzt einmal auf mich. Damit trete ich niemanden zu Nahe, hoffe aber, dass Ihr Euch damit schneller befassen könnt, als ich es getan habe. Mich holt nämlich gerade etwas die Vergangenheit ein, das hat in erster Linie nichts mit dem Forengrund zu tun, da das mich bereits schon lange begleitet.
Mein Zwilling konnte das auch gut. Dieses Verschwinden ins Nirvana mit (quasi) Kontaktabruch. Auch ich fagte mich, wie das sein kann, dass man doch zu seinem Wort steht und dass ich ihm doch nicht egal sein kann. Letzten Endes ist aber die Realität! Er meldet sich nicht, basta! Wenn ich mich ständig mit den nicht beantworteten Fragen (z.B. "Bin ich ihm egal?") beschäftige, gehe ich gegen diese Realität an. Meine Gedanken drehen sich zwar um den IST-Zustand, haben mit Akzeptanz aber wenig am Hut. Davon mal ab, bin ich damit "nicht bei mir", sondern lege überflüssigerweise den Fokus auch noch damit auf ihn, da ich mich ja frage, was in IHM vorgeht und mich dann nicht damit auseinandersetze, was in MIR vorgeht.
Zurück zu den Gedanken und der Realität.
Realisitisch betrachtet, gehe ich mit meinen Gedanken gegen diese Realität an. Denn was würde es mir bringen, wenn ich feststelle, dass ich ihm nicht egal bin? NICHTS. Denn an der Realität ändert es auch nichts: die Probleme/Themen sind die gleichen, der Herzschmerz auch, für mich da ist er trotzdem nicht. . . Ergo: unabhängig davon, wie die Frage beantwortet wird, bleibe ich in haargenau der gleichen Realität, wie ohne diese Antwort auch. Das Ego mag bei positiver Antwort vielleicht etwas geschupst werden, OK. Das hat aber nur sekundär mit mir/ihm zu tun. Denn wenn das Ego DAMIT gestärkt wird, liegt im Kern etwas anderes vor, wenn ich mich von einem derartigen Zuspruch ("ich bin ihm nicht egal") "abhängig" mache. Und wenn wir einmal ganz ehrlich sind . . .auch wenn ich ihm nicht egal bin, ändert es nichts an der Tatsache, dass es vorher eine Zeit gab/gibt, in der ich emotional durchgehangen habe. Diese lässt sich weder ignorieren, noch ausradieren. Also: habe ich diese Gedanken (mit diesen Fragen), gehe ich gegen die Ralität an, akzeptiere sie somit nicht und blockiere mich damit für alles weitere.
Zudem. . .nun kommt einer meiner Leitsprüche. . . .---- >
Unsere Gedanke machen unsere Gefühle!
Ein fieser kleiner Teufelskreis, der einen rotieren lässt.
Wie breche ich daraus aus?!
Ich kann ignorieren, tot schweigen, davon laufen. Das wäre wahrscheinlich der leichtere Weg.
Oder ich fange an zu akzeptieren und zu verzeihen. Ich akzeptiere die Realität wie sie ist, gehe mit meinen Gedanken (und Fragen) dagegen nicht mehr an und hinterfrage schlicht weg mich selbst. Also: was bringt es mir WIRKLICH eine Antwort zu erhalten?! Was würed sich ändern, wenn ich eine Antwort kennen würde?
NICHTS.
Denn:
. . . ich bin ihm nicht egal. . .ändert es an der Erfahrung mit ihm gar nichts, null, niente. Sie ist da, sie ist präsent. Ihn "zurücknehmen" würde ich nicht. Es ist für die kurze Zeit zu viel passiert, als das ich mit einer positiven Antwort noch einmal eine Basis hätte. Das Vertrauen ist futsch, die Gefühle drehen ihre Runden in der Achterbahn, wirklich zufrieden könnte ich zu jetzigen Zeitpunkt damit nicht sein und es wurde zuviel in mir ausgelöst. Ein Bruch ist ein Bruch und bleibt ein Bruch. Auch wenn es gekittet werden könnte, ist der Bruch trotzdem da, er wird für immer bleiben. Ich vergleiche das mit einer Vase. Zerbricht sie, hat sie Spuren davon getragen. Ich kann sie kleben. . . die Spuren werden trotzdem für immer zu sehen sein und sie ist damit nie weider die gleiche Vase wie vorher. Ja, klar. . .es gibt Beziehungen wo es im zweiten Anlauf klappt. Sicher. Das ist dennoch eher die Ausnahme und nicht das was ich will, dafür ist mir das in diesem Fall schlicht weg zu anstrengend.
ODER:
. . . .ich bin ihm egal. . .tja. . .dann befinde ich mich haargenau an der gleichen Stelle wie jetzt. Ich kriege es lediglich schwarz auf weiß oder persönlich bestätigt. Ändern tut sich dadurch aber auch rein gaaaaaar nix. Es wird gerne gesagt, dass man dann aber wenigstens weiß, woran man ist. Papperlapapp. . .sehe ich anders . . . ich weiß es doch auch so schon! Läge ihm was an mir, würde er sich melden, darum kämpfen, den Kontakt suchen oder wie auch immer. Ich sähe Taten. . .die bleiben aus, entsprechend habe ich meine Antwort.
Es ist leicht daher gesagt und ich übe mich aktuell selbst darin; jedoch sehe ich gerade so:
lerne ich die Realtität in meinem Beispiel anzunehmen und nicht dagegen anzugehen, dann bin ich "freier". Ich kann eine Last MIR SELBST nehmen. Durchatmen . . .Natürlich können weitere Emotionen davon begleitet werden wie Hass, Trauer, Sehnsucht . . . ich sollte mir allerdings bewusstmachen, dass es nur eine FOLGE aus meinem Denken ist. Eine Kettenreaktion quasi.
Und je mehr ich darüber nachdenke um so einleuchtender wird es. Denn ich habe noch andere Baustellen, die mich einfach blockieren, weil ich mit Gedanken da rangehe, die mich vermuten lassen, dass ich nachwie vor in einigen Bereichen gegen die Realität angehe.
Weitere Beispiele wären bei mir: das Verhältnis zu meiner Mutter. Ihre Machtspielchen treiben mich in den Wahnsinn. Warum? Weil ich nicht akzeptiere oder ihre Ignoranz und das Agieren aus dem Hintergrund ständig mit meinem Gerechtigkeitsempfinden in mir selbst torpediere. Ihr Verhalten ändert sich dadurch nicht. Es würde nichts an meiner SIuation ändern, auch wenn sie dieses Verhalten ändert. . . denn hier ist nicht nur eine Vase kaputt gegangen

. Sie kann nicht anders und wird nicht anders handeln können. Ich sollte aufhören dagegen anzugehen, denn Ihr Problem ist realistisch betrachtet, nicht mein Problem.
Meine Familie . . .ja, ich bin wahnsinnig enttäuscht. Gedanklich frage ich mich oft, warum die das mit sich machen lassen. Was bringt es mir? Nichts. Auch wenn sie sich "wehren" würden. An MEINER Situation ändert es nichts.
Wieder ein langer Text, aber ich hoffe, es wird verstanden was ich damit zum Ausdrucken bringen möchte.
Man kann eine Trennung akzeptieren, keine Frage. Die AKzeptanz geht aber weiter und beschränkt sich halt nicht "nur" auf die getrennten Wege, sondern auch darauf, was es MIT einem SELBST gemacht hat.
Schicken Samstag wünsche ich allen. Jemand schrieb 34 Grad?! Die kriegen wir über den Tag verteilt zusammen gerechnet vielleicht zusammen. Hier ist es diesig, es nieselt, es ist ungemütlich und meine Nachtschicht war mit wenig Schlaf beglückt. Also: an sich ab ins Bett mir mit, dass passende Wetter dazu gibt es. Jedoch bin ab 11 Uhr wieder auf Achse. Ich freue mich auf eine Chat-Freundin die ich heute sehen werde. Wir begleiten uns gegenseitig seit November durch unsere "Phasen" mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Wie immer gilt:lächeln nicht vergessen
