@Emily
Zitat:Ex Ex Ex Ex, was macht ER ER ER
Ich hätte es jetzt nicht so formuliert, trifft aber gut zu

Bei einer Trennung die recht frisch zurückliegt finde ich es in Ordnung, wenn sich die Gedanken nur darum drehen, was der Ex macht, nicht macht, sagt, denkt, fühlt ect.pp . Das ist, denke ich, normal und menschlich.
Ist der erste Schmerz gesackt und Zeit vergangen, sollte man sich von dieser "ex-perspektive" lösen und in die "ich-perspektive" wechseln. Wann der Zeitpunkt ist oder wie lange es dauert bis dahin ist individuell unterschiedlich. Ich finde darin fallen auch Faktoren wie: Elterhaus, eigene Kinder, Freundeskreis, berufliche Zufriedenheit, Stressfaktore, gesundheitlicher (vorheriger) Zustand . . . also alles was noch auf das Leben Einfluß nehmen kann und wird. Wenn man gut aufgefangen wird, beruflich sicher und gerne unterwegs ist, Hobbys hat, keine Krankheiten vorliegen, keine exentiellen Sorgen vorliegen ect. pp wird die Entwicklung aller Wahrscheinlichkeit nach schneller erfolgen, als wenn man noch zusätzlich globale Probleme zu bewältigen hat, die auch ohne Trennung schon bedeutende Arbeit wären.
Ich denke ich war so das Mittelmaß. Ja, zusätzlich böser Krach mit der Mutter, Kündigung vom Haus, Start einer Ausbildung, Krebsdiagnose, Freundeskreis nicht vorhanden, KS durch Ex-Mann. . . dennoch habe ich "nur" 3 Monate gebraucht, um "aufzuwachen". Bis dahin drehte sich alles um meinen Herzschmerz, dem ersten Liebeskummer meines Lebens, und darum, was der Forengrund denkt fühlt, sagt, macht blablabla. Ca. weitere 4 Wochen befand ich mich irgendwie in einer Zwischenwelt. Lebensmut nicht vorhanden, Lebenswille auch nicht auf der einen Seite und auf der anderen Seite meine Kinder, der neue Job, die Haussuche uuuund so weiter.
Ich gehöre zu den Menschen, die Fehler in erster Linie bei sich suchen. Auch was die "Schuldfrage" angeht bin ich recht schnell am Start. Ich denke, diese vermeintliche "Schwäche" wurde in dieser Zeit zur "Stärke", denn dadurch gelang ich sehr schnell in das Reflektieren. Über das Reflektieren kam ich in die Bewältigung und damit in die prsönliche Weiterentwicklung. Der Forengrund rutschte in den Hintergrund (trotz ewiger Versuche Gespräche zu führen, Aussagen zu bekommen, eine Freundschaft draus zu machen blablabla) und ich begriff, dass das, was ich da gerade "durchmache" eher mit mir selbst und der Vergangenheit zusammenhing, als mit der Trennung. Die war der Auslöser, eine Art Startschuß für die bisher widerlichste und lehrreichste Zeit meines bisher 41 jährigen Lebens. Wie gesagt: es dauerte schon "seine Zeit".
Jedoch wurde mir das nicht geschenkt. Ich musste mich quasi selbst manipulieren um aus der ex-perspektive auszubrechen. Das war eine automatisierte Wiederholungsschleife die sich mir da auftat. Durch die Foris hier lernte ich viele Dinge, die mir den Weg ebneten um bei "mir selbst zu sein" und den Fokus auf mich zu legen. Und zwar wirklich ausschließlich auf mich. Das bedarf in ersten Linie den Willen, MEINEN Willen. Dazu noch Geduld und vor allem Training aus dem ex-perspektiven-denken heraus zu kommen.
Ich erreicht es teilweise dadurch, dass ich es hinterfragte.
Beispiel: "Bin ich ihm egal?"
Gott, was hat mich das beherrscht. Wieviel Engergie ich doch da rein gelegt hatte um eine Antwort aus Gottes Hand zu bekommen, oh wei.
Aber mal ehrlich . . .was bringt Euch WIRKLICH eine Antwort darauf? Egal wie die Antwort ausfällt: es ändert an der Realität und damit an Eurer Situation NICHTS. Höchstens Eurer Ego profitiert davon, aber auch das ändert die Realität nicht.
Und daher bin ich dann dazu übergangen, erst einmal zu hinterfragen, was mir eine Antwort wirklich bringen würde und ob diese für mich dann auch WIRKLICH einen Mehrwert hätte. Also ob es mir für meine Realität etwas bringt, eine Antwort zu bekommen und ob es an meiner Situationen etwas (ver)ändern würde. Wenn ich mir dann eingestnden habe: nein, es (ver)ändert nix. . .kam die Erkenntnis, das ich also nicht davon "profitieren" würde. . .ergo:warum noch darin Energie stecken?
Insofern hat @Emily recht damit: es geht um UNS, um jeden einzelnen, ganz individuell. Weg vom Ex-Denken, hin zur Ich-Perspektive. Das Ex-Denken wird Euch am Boden halten, mehr nicht

Ja, es ist grausam keine Frage! Aber ihr seid Menschen aus Fleisch und Blut mit Verstand, Herz und Erfahrungen. Nutzt es, denn dadurch seid ihr in der Lage Entscheidungen zuu treffen. Habt den Mut und schaut was in Euch WIRKILCH passiert und legt den Fokus dabei auf EUCH.
Wie man das macht? An sich einfach. . .Ihr denkt an Situation xyz? Da nehme ich doch das Beispiel, dass der Forengrund mir mal sagte, dass ich "nur ein Zwischenstopp" wäre. Klar, Ar+++loch denkt ihr jetzt. Habt ihr wahrscheinlich auch recht mit

. Ist aber trotzdem nicht produktiv für mich, weil ein Ar+++loch bleibt er ja trotzdem, aber damit ist der Kern nicht getroffen. Ja, ich war verletzt. . .wer wäre das nicht?! Klar habe ich mich in diesem Verletztsein gesuhlt, das hätten wahrscheinlich die meisten getan. Ich habe mich aber dann damit auseinander gesetzt, WARUM es mich so verletzt hat und WARUM ich nicht schon damals ihn vor die Tür gesetzt habe. Zack, Fokus lag bei mir und ich habe erkannt, dass ich nicht allein sein wollte und lieber diese Demütigungen ertragen habe, bevor ich ganz allein da stehe. Und prompt tat sich (in) mir ein Thema auf.
Ich habe bei Gott die Weisheit nicht mit Löffeln gefuttert. Auch ich sehe mich immer wieder mit alten Mustern konfrontiert und mache immer wieder Fehler. Durch meine ich-Perspektive fällt es mir aber immer leichter wieder klar zu kommen. Auch jetzt, trotz "dem Zwiling" und meiner inneren Zerissenheit, geht es mir gut dabei. Ich habe mich entwickelt und entwickel mich weiter, weil ich mir die Chance dazu gebe.
Über allem steht die Überschrift:
Meine Gedanken machen meine Gefühle!
Wenn ich etwas begriffen habe, dann das

Nicht dauernd, aber sehr oft . . .