Ich möchte noch einmal ein paar Gedanken loswerden. Vielleicht kann der ein oder andere damit etwas anfangen.
Ich werde immer mal wieder gefragt woher ich "die Kraft/Power" nehme meine Schicksalskeulen wegzustecken.
Wegstecken tue ich diese eigentlich gar nicht, ich arbeite viel mehr mit ihnen und versuche nach dem ersten "Schock" irgendwie mir irgendwo was positives heraus zu ziehen und sei es noch so banal. Andere würde "schön reden" dazu sagen. Meinetwegen, erfüllt den Zweck, dass ich mich ein Stück weit reflektiere dabei und nich gänzlich im Boden verschwinde. Ich denke gar nicht mal, dass es ausschließlich von Gedanken und Emotionen gesteuert wird, sondern auch von meinen Grundbedürfnissen, die ich nach und nach "neu definiert" habe in den letzten Monaten. Diese Grundbedürfnisse sind meine persönlichen an mich selbst gerichteten Vorstellungen und Meinungen bzw. Werte.
Da wären zum Beispiel:
- Nicht mein Gegenüber ist schuld, das sich mich schlecht (oder halt gut) fühle oder mein Selbstwert in der Tonne liegt. Das bin ich selbst, weil ich da dann meine "Macht" abgebe, zu handeln und zu entscheiden.
- ich verschwende keine Energie mehr damit (OK, meistens nicht mehr damit) Dinge ändern zu wollen auf die ich keinen Einfluß habe. Ich verschwende ebenso keine Engerie mehr damit, die Probleme anderer zu meinen eigenen zu machen. Die lange Schlange an der Kasse. . . auch wenn ich mich ärgere, kürzer wird sie dadurch auch nicht. Meine Mutter stellt sich quer? IHRE Entscheidung nicht meine, ergo-->ihr Problem.
- die Vergangenheit ist da, jedoch nicht um mich darin zu verlieren. Ich lebe JETZT und für die Zukunft. Aus der Vergangenheit kann ich nur lernen, aber darin leben kann und will ich nicht mehr (mal ehrlich, was will ich mit einem Mann, der mich als Zwischenstopp abgestempelt hat?! Liebe hin oder her, aber so richtig gepohlt war mein Hirn da ja nun wirklich nicht)
- ich gebe nicht gleich auf. Falle ich hin, stehe ich wieder auf. Immer und immer wieder, solange bis ich begriffen habe, dass ich . . .
- . . . aus Fehlern lernen kann (auch wenn ich gerne mal absichtlich liegen bleibe und mich etwas suhle)
- ich habe Mut. Ja, ich habe wirklich Mut in mir zu schauen und habe daher keine Angst vor Veränderungen. Ich sehe Veränderungen nach dem ersten Schock als Chance, nicht als Kriegserklärung an!
- ich versuche (klappt nicht immer) mir nicht selbst leid zu tun. Wieso ich? Warum passiert mir das? Das sind Fragen die rauben Energie und ich habe nicht wirklichen Einfluß darauf (siehe oben, Teufelskreis). . .ergo--->zufriedenstellende Antwort eher ausgeschlossen

- ich gehe auch bewusst mal ein kleines Risiko ein. Also mutwillig bin ich bereit auf die Schnauze zu fallen (der Zwilling, die Ausbildung in diesem Jahr)
- ich beneide niemanden, sondern gönne jedem sein Glück, sein Leben, seinen Erfolg und halte mich nicht an den Gedanken fest, dass ich auch mal dran wäre. Denn nur ich selbst kann dafür sorgen, dass es mir besser geht und ich dann meine Ziele (Erfolge) erreichen kann.
- ich übe mich in Geduld (verflucht schwer), werfe nicht gleich die Flinte ins Korn und weiß, dass Veränderungen kommen und ich irgendwann die Früchte tragen kann.
- ich rede (überwiegend) positiv mit mir selbst. Mich selbst runterputzen bringt nix, zudem übernehmen das andere mal

Hier bin ich noch nicht wirklich weit, dieser Punkt steht noch auf meiner ToDo Liste ^^
- ich hole mir ins Gedächnis, das was mein gegenüber mir vor den Koffer kickt, in der Regel nicht wirklich was mit mir zu tun hat, sondern derjenige mit seiner Wahrnehmung unterwegs ist. Oftmals bekommt man eine Meinung übergestülpt, weil derjenige es nicht besser weiß oder glaubt etwas von mir zu wissen, was der Realität fern ist. Ich lerne gerade noch, dass nicht persönlich zu nehmen
- ich denke oft, dass mein Gegenüber die Entscheidung nicht gegen mich getroffen hat, sondern für sich selbst. Das gibt mir das Gefühl, dass es doch richtig ist, denn genauso würde ich es doch auch machen?! (also die Entscheidung, nicht die Art und Weise WIE eine Entscheidung übermittelt wird)
- ich gebe mein Bestes! Für mich, für meine Kinder. Das sollte genügen, denn der Welt bauche ich nichts berweisen. Ich sollte mir reichen, ich sollte es mir selbst wert sein zu genügen. Steht auch auf meiner ToDo, das kollidiert aktuell noch wahnsinig mit meinem Perfektionismus

Uff....dachte gar nicht, dass da so viel jetzt bei raus kommt.
Bitte entschuldigt dass es sich irgendwie psychomässig anhört.

Und zu guter Letzt: das sind ALLES Dinge, die ich mir erarbeiutet habe seit September 2016 und VORALLEm MIT diesem Forum.
Ich wäre niemals soweit gekommen (wenn überhaupt), wenn ich hier nicht Menschen hätte, die mich immer wieder stupsen

@vorbei
Ich gebe das zurück, was ich hier von EUCH bekommen habe. Ihr habt mir wahnsinig geholfen und all meine Stupser-Menschen hier werde ich niemals vergessen. Ihr habt mich nun mal in meiner allerschwersten Zeit begleitet!
@Shibb
Zitat:überlege ich die letzte Zeit auch tatsächlich mir Hilfe zu holen dass ganze aufzuarbeiten
. . .die letzte Zeit? . . .dauert schon zu lange

Was wäre das Übelste was Du zu hören bekommen könntest?
Sorry, ich weiß gar nicht was Sie in meiner Therapie wollen?!
Im ernst. . . mach es! Ein guter Therpeut wird Dich immer gut führen können und hinter Dir bleiben. Entsprechend bestimmst Du das Tempo selbst. Habe den Mut dazu, es kann Dir nur Erkenntnisse bringen.
Wenn Du Dich in der klassischen Pyschologie nicht so zu Hause fühlst, kann ich dir einen psychologischen Coach empfehlen in der angewandten energetischen Psychologie. Sehr effektiv, körperbezogen und für mich das nonplusultra gewesen

Ich war zwischen November und Dezember alle zwei Wochen da, im Januar noch einmal . . .und dann kam ich alleine zurecht. Grundlegend wird sich nicht ausschließlich mit der Ursache beschäftigt, sondern mit dem Hier und Jetzt. Das war für mich das Argument schlicht weg. Ich wollte erst einmal in den aktuellen situationen klar kommen können, bevor ich mich auf die Vergangnheit stürze und ggfls. Trauma bewältige.