Heute habe ich eine weitere Aufräumaktion gehabt, als Vorbereitung auf den Umzug.
Unglaublich was da an Erinnerungen mir entgegenkamen. Inklusive Bildern von einem Wochenende, wo ich die allerersten Nächte mit dem Forengrund verbracht hatte. Wie die Zeit vergeht . . .und ich muss gestehen, dass ich mich in der Tat frage, was ich an diesem Mann gefunden habe. Ich habe ihn ganz anders in Erinnerung, als es das Foto mir zeigt. Schon erstaunlich

. . .dabei sehe ich ihn noch regelmässig. Nun denn, ich "sehe" ihn mittlerweile halt "anders" ^^
Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so radikal entsorgt, zerissen, weggeschmissen und aufgeräumt wie die letzten Monate. Also auch was materielle Dinge angeht. Wenn ich so weiter mache, gibt es nichts mehr zum Umziehen

Ich bin erstaunt mit welcher Leichtigkeit mir das "gelingt". Als wäre es nur ein vollgerotztes Taschentuch was seinen Dienst getan hat. Zugegeben, es macht mir etwas Bammel, dass ich da so vogelfrei entmülle. Kenne ich von mir nicht. . .noch nicht mal Wehmut habe ich in mir. Eher eine kleine Erleichterung mich von Altlasten auch materiell zu trennen. Bedauerlicherweise betrifft es auch mein Hobby, sehr viele Erinnerungen sind in der Tonne gelandet, an denen ich einmal mit sehr viel Herz gehangen habe. Aber auch hier. . .kleines Schmunzeln über die schöne Zeit und weg damit. Ich denke, meinen Rücktritt habe ich kopftechnisch schon erklärt. Weiß der Henker was mich da noch hält . . . vielleicht warte ich in der Tat darauf,dass man mir (morgen?) einen weiteren Grund liefert. Ich habe keine Ahnung, vertraue da aber meinen Bauch. Irgendwann stehe ich morgens auf und die Entscheidung steht.
Mir scheint, als räume ich alles aus meinem alten Leben aus dem Weg um es nicht in die neue Bleibe mitzunehmen. Das behagt mir nämlich gar nicht, dass da Erinnerungen mit einziehen könnten, die ich zwar in guter Erinnerung behalte, die aber mit meinem aktuellen Leben nichts mehr zu tun haben.
Ich sag´s immer wieder: wären meine Mädels nicht, würde mich in diesem (Bundes-)Land nichts mehr halten. Ich hätte keine Schwierigkeiten mehr, mir völlig woanders etwas Neues aufzubauen. Geduld, Kerstin, Deine Mädels leben irgendwann nicht mehr bei Dir. Wer weiß was dann in Dir vorgeht

In diesem Sinne: habt die nötige Geduld, den Sack voll Zeit und Unmengen an Verständnis für Euch selbst. Es wird, es kommt und es wird scheinen . . Euer verändertes Ich

Mir geht es grade zum Grinsen gut; ich freue mich so unbändig darauf, diese neue Bleibe herzurichten in der mich nichts an vergangene Zeiten erinnert. Ich denke, ich verstehe langsam, was andere Menschen damit meinen, wenn sie sagen, das man neu angefangen ist. Irgendwie sieht alles bei mir danach aus, als würde ich in der Tat komplett neu anfangen. Schon irre, dass ich das erst jetzt realisiere:)