@Blunda
Das Rotationsdenken kann ich dir nachvollziehen, auch das analysieren.
Sei nicht genervt davon. Ich weiß. . .ist arg anstrengend und nervt manchmal

Abstellen ist nur bedingt möglich, denn dafür bedarf es Verständnis, Geduld und Übung mit sich selbst. Zu Anfang habe ich es dann "genutzt". . . für mich. Immer, wenn er im Kopf war, habe ich in mir selbst geschaut, welcher der Gedanken welche emotionale Reaktion hervorruft. Und dann habe ich geguckt WARUM ich diese Reaktion habe. Ich hatte viel mit Scham, Wut, Enttäuschung und Trauer zu kämpfen. Ja, alles selbstverständlich bei Trennung. . .mag sein. Ich wollte aber wissen, warum ich darunter derart leide, dass ich mein Leben zeitweise null auf die Kette bekommen habe.
Scham: meine Erziehung hat mich gelehrt, dass man sich nie auf jemanden verlassen sollte, denn dann ist man verlassen. Ergo habe ich mich unheimlich geschämt, das ich es doch getan habe und mich geöffnet habe wie nie einem Menschen zuvor gegenüber.
Wut: ich war wütend auf mich selbst, dass ich nach einem halben Jahr bereits gesehen habe, dass es mir nicht gut mit dem Forengrund ging. Ich habe die Reißleine nicht gezogen und vieles ertragen. Ich war unheimlich wütend, dass ich das mitgemacht habe.
Enttäuschung: von mir selbst. Ich. . . selbstbewusst, immer im Leben stehend, unabhängig, Ton angeben. . . ich musste erkennen, dass ich während diesen Desasters mich abhängig gemacht habe, dass ich meine Seele verkauft habe . . .
Trauer: weil ich erkennen dürfte, welchen Anteil ich selbst dazu beigetragen habe. Das bd wieviel Trauer sich die letzten Jahrzehnte aufgebaut hatte, ohne dessen ich es mir Bewusstsein war. Meine Kindheitserinnerungen, meine Jugend, meine Erziehung. . .meine Störung zur Nahrung, meine Störung zu mir selbst.
Und der Kreislauf begann. Hier. . .in diesem Forum dürfte ich erkennen, wer ich wirklich bin und vor allem warum.
Nutze es vielleicht auch so, denn. . .du sagst selbst, dass du nie gelernt hast deine Wünsche durchzusetzen und zu leben. Frag dich warum. Woran liegt es? Wer bist du? Und warum bist du wie du bist? Wie möchtest du sein? Was sind deine Ziele, deine Eigenschaften, deine Stärken, deine Werte, deine Schwächen?
Ich habe mir dafür"mein Buch" angelegt. Erkenntnisse, Zitate, Vorhaben, Lieder, Gedichte, und und und sind da drinnen.
Oft vergisst man wieder, gerade wenn es so analytisch zugeht

Ich kann jedem nur empfehlen sich zu fragen, wer man ist. Man erkennt dabei so unglaublich viel, weil man sich selbst kennenlernt. Man sieht was man will, Wiso und warum. Woher das alles kommt, was es einem bringt und welche Erfahrungen einen geprägt haben.
Und das alles hilft Verständnis zu haben. . . für einen selbst. Damit bin ich auf meinen Weg gekommen, der langsam sich zu einer Allee mausert

Du scheinst reflektiert genug zu sein und bist dabei einiges zu erkennen. Vielleicht hilft es dir, einen Schritt weiter zu gehen.
Und. . .traue deinem Bauchgefühl, deiner Wahrnehmung. Nur so kannst du wirklich für dich selbst da sein. Wenn du falsch gelegen hast, wirst du es erstens erfahren und zweitens daraus lernen können. Ich habe es auch gemacht. War eine Bruchlandung:) . Jedoch komme ich sehr gut damit klar, weil der Forengrund mir viel Erfahrungen im Vorfeld gegeben hat und ich mich intensiv mit mir auseinander gesetzt habe. Vertraue Dir, auch bei falschen Entscheidungen. Eine Freundin würdest du auch nicht Niedermachen, sondern mit Verständnis reagieren. Das gibt dir die Möglichkeit zu lernen, dass du dich auf dich selbst verlassen kannst.
In diesem Sinne: alles meine Meinung auf Grund meiner Erfahrungen

Geh deinen Weg und bleibe diesem Weg "treu". Steine, kurze Umwege und Dunkle Phasen gehören (noch) dazu :*