Ach, meine Familie ist nicht unbedingt sehr empathisch. Ist ne lange Geschichte, waren bei meiner Geburt minderjährig und ich bin bei Großeltern aufgewachsen. Dazu beide Eltern Pädagogen und aller Fokus auf meine deutlich jüngere Schwester

Aber das ist okay, ich hatte alles und war glücklich. Soll auch nicht Thema sein - nur sind meine Eltern keine richtig gute Anlaufstelle.
Ich gehe immer raus, wenn mir die Decke auf den kopf fällt, heute morgen bin ich 2 Stunden spazieren gewesen, mit Tränen in den Augen.
Dazu bin ich wohl auch etwas verbittert, weil ich mich als Menschen beschreiben würde, der immer ein offenes Ohr hat und versucht, zu helfen (Klassiker: Ich kann super Ratschläge geben, aber meine eigenen mal anehmen? Haha. ) und das auch zur Genüge getan hat. Ich habe meinen besten Kumpel vor ein paar Monaten "aufgenommen", beziehungsweise ihn untersützt, ihn motiviert und ihn zu allem mitgeschleift. Er ist mittlerweile voll in der Spur, arbeitet Vollzeit, und verbringt seine freie Zeit nun mit neuen Hobbies. Als er am Boden war (wie ich zu dem zeitpunkt auch, war kurz nach der Trennung meiner Ex und dummerweise hat seine Holde sich auch von ihm getrennt), haben wir viel gesprochen, uns Kummer von der Seele gesprochen und so weiter.
Jetzt. habe ich wohl keinen Nutzen mehr, keine Ahnung, Ich habe schonmal geäußert, dass ich mich freuen würde, wenn man mich auch mitnähme, oder motivert, aber das kommt nicht. Oder ich verstehe es falsch, ich weiss es nicht. Und die obige Geschichte ist mir nicht zum ersten Mal passiert. Sonst war das nie ein Problem, da es mir ja selbst ganz okay ging und ich mir nichts dabei dachte. Jetzt habe ich dabei einen faden Beigeschmack.
Aber ich neige auch dazu, alles zu zerdenken. Vielleicht bin ich abweisend und merke es nichtmal, vielleicht werde ich als beratungsresistent betrachtet, auch wenn ich mich nicht so empfinde. Und eigentlich ist Neid oder was auch immer mich beschäftigt, so überhaupt nicht meine Art, aber öfter mal was neues, was?
Ich habe sonst immer relativ viel Sport gemacht, aber dummerweise begleitet mit sich der Trennung eine Verletzungsgeschichte (2 Verletzungen, einmal den linken und einmal den rechten Fuß), die es mir nicht erlaubt, "richtig" Sport zu treiben, der mir Spaß macht. Vielleicht unterschätze ich diesen Faktor etwas.
So, nun bin ich eine Wand aus Text ärmer und fühle mich schonmal ein Stück besser. vielen Dank!