Zitat von master2k:... Ich weiß gar nicht wie das geht Freundschaften zu pflegen, irgendwann muss ich einen riesen Knacks bekommen haben was so Zwischenmenschliche Dinge angeht ...
Diesen Post möchte ich gerne aufgreifen. Und gleich vorweg: Ich möchte mich nicht beschweren, denn jeden von uns hätte es im Leben noch deutlich schlimmer treffen können, egal wie wir uns gerade fühlen.
Ich bin der Meinung, dass man heutzutage (gefühlt) schnell den Anschluss an die Gesellschaft verliert.
Es gibt einen gewissen Standard / Mainstream und wenn man diesem nicht entspricht, fühlt man sich von den Menschen vergessen.
Viele Dinge die eine Person ausmachen zählen immer weniger. Aus meiner Sicht geht es vor allen Dingen bei Männern um Folgendes:
Statussymbole, lässige Art, Partybesuche, Draufgängertyp, viele Freunden und Bekannten, Weltenbummler.
All das halte ich für zu selbstdarstellerisch und zu wenig Werteorientiert. Für wahrscheinlich 95 % der Menschen ist eine erfüllende und verlässliche Partnerschaft eines der wichtigsten Ziele im Leben. Dafür sind die o. g. Dinge doch völlig irrelevant.
Kann man mit diesen Dingen nun nicht viel anfangen, sondern ist eher der ruhigere Typ, versucht Höflichkeitsformen zu wahren, genießt auch gerne einen Abend auf dem Sofa mit Kerzen und gedimmtem Licht, bummelt gerne durch die Stadt und hat im Allgemeinen mit dem o. g. Lebensstil nicht viel zu tun, wirkt es auf die Menschen "anders".
Aber warum gibt man dem "anders sein" keine Chance? Warum wird ein ruhiger Mensch als uninteressant abgetan?
Es gibt bei diesen Menschen unwahrscheinlich viele Facetten zu entdecken, die man nicht erleben wird wenn man sich nicht öffnet.
Gerade Medien und die Gesellschaft scheinen immer mehr vorzugeben, wie man sein muss. Wie man richtig ist. Was man zu tun hat.
Dadurch bleiben, so glaube ich, viele Menschen alleine. Sie verlieren den Anschluss und können oder wollen (was ich sehr löblich finde!) sich nicht verbiegen.
Ist man nun so ein ruhiger Mensch, fällt es schon schwer genug eine Partnerin zu finden und durch die äußeren Einflüsse wird einem zusätzlich suggeriert dass man zu anders ist als dass es funktionieren kann.
Vielleicht sollten wir alle etwas offener unseren Mitmenschen gegenüber treten und sie nicht direkt in Schubladen stecken. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es Menschen gibt die von außen einen völlig anderen Eindruck machen als sie sich geben und handeln.
Und nun möchte ich kurz das Augenmerk auf @eric und @Thomas69 (ich glaube ihn hatte ich schon mal erwähnt) lenken:
Mir fällt bei ihren Beiträgen immer wieder eine sehr ruhige und äußerst reflektierte Art auf, bei der genau die passende Menge Gefühl mitschwingt. Kein Hass, kein Gejammer, sondern klare und wohlgemeinte Aussagen. Ich glaube daran kann man sich ein Beispiel nehmen. Finde ich wirklich gut!
