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Wie war dein Tag / Wie geht es dir heute?

Cappuccetto
@Heartbroken38
Ich versteh dich gut. Davor hab ich ja eben so Angst. Damals, als ich gekündigt habe, war ich auch noch jünger und gerade dabei mein Studium zu beenden. Ich war einfach in einer relativ guten Lage, weil ich dachte, ich würde schon was Gescheites finden. Darum hab ich es auch nie bereut.
Auch wenn ich dann in einen WIRKLICH dummen Job gerutscht bin, nachdem ich kurz arbeitslos war. Also dumm, weil man da komplett ausgenutzt wurde, es war so ein richtiger blöder Studentenjob und dann war ich eigentlich sogar schon fertig mit dem Studium und hab ihn trotzdem gemacht. Weil die Arbeit selbst einfach lustig war, es war lustig mit den Kollegen und es hat mich einfach nicht fertig gemacht. Also es waren miserable Arbeitsbedingungen, aber es war nicht so, dass es mich so fertig gemacht hat wie der andere, "richtige" Job.
Ich hab dann zusätzlich noch einen anderen Studentenjob angenommen, der mir richtig viel Spaß macht, aber zeitlich befristet ist. Und jetzt mach ich die Ausbildung in diesem Bereich, damit ich dann richtig (und für richtige Bezahlung) dort arbeiten kann. Aber ob der Plan so aufgeht, weiß ich nicht.
Ich weiß allerdings, dass ich immer einen dummen, unterbezahlten Job, der mir aber im Großen und Ganzen Spaß macht, einem Job vorziehen würde, der mich fertig macht. Rente hin oder her. Ich weiß ja nicht mal, ob ich das Rentenalter erreiche, vielleicht geht ja vorher die Welt unter.
Aber hey, ganz überzeugt bin ich von dem Gedanken auch nicht. Ich habe mich zwar jetzt daran gewöhnt, mit ganz wenig Geld auszukommen, aber ich bin schon auch immer wieder gepanikt, was später sein wird.

Ich denke, wenn ich nochmal in dieser Lage wäre, würde ich mich auf alle Fälle anderweitig umsehen. Ich würde vermutlich nicht sofort kündigen, wie damals (eben weil ich jetzt älter bin), aber anderweitig umsehen und etwas annehmen, was halt nicht so gut bezahlt ist - damit hätte ich überhaupt kein Problem. Es gibt ja immer noch was zwischen "extrem gut bezahlt" und "Studentenjob".

x 2 #49666


wiene
Guten Morgen zusammen,

so, ich hab es auch mal aus dem Bett geschafft und möchte euer Thema gleich aufgreifen @Grace_99 und @Heartbroken38 : ich komme schon seit längerer Zeit echt gar nicht raus. Ich war unter der Woche nie der Typ Frühaufsteher, ok. Aber seit ca einem Jahr komm ich gar nicht mehr in die Pötte und fühle mich, als wäre ein LKW über mich gefahren. Aber ich kann schlafen, ist nicht so, dass ich wach liege.
Ich behaupte mal, dass das ggf. auch mit meiner Verfassung zusammen hängt, denn seit einem Jahr - also auch schon in der Beziehung - ging es mir schlecht.

Ich hätte auch gern, wie @Ste87 eine Morgenroutine. Aber ich pack das einfach nicht. Und... klingt echt blöd jetzt.. aber mir ist das auch zu kalt morgens. Wenn ich mit Bettdecke meditiere - dann penn ich ein. Yoga? Brrr... die Bude ist doch noch kalt....
Jemand Tipps? Außer Heizung anmachen Mr. Green

@Heartbroken38 bezüglich des Job-Themas kann ich mich @Thomas69 nur zum Teil anschließen. Ich sehe es genauso in den Punkten: Prüfe gut, warum du wechseln willst. Allgemeine Unzufriedenheit oder ist es wirklich der Job? Und was hast du bisher getan um dir deinen Job so zu gestalten, dass er dir doch gefallen könnte? Oder könntest du in der Firma wechseln?

Ich habe schon ein paar Jobs gewechselt und ich habe es noch nie bereut. Es gibt keinen Job, in den ich zurück möchte. Ich fand es immer befreiend zu gehen - war aber auch dann immer echt unzufrieden. Und jeder Jobwechsel (ok, einer nicht zunge) war echt ne Horizonterweiterung. Nicht immer im gleichen Hamsterrad. Mal was neues sehen und lernen. Das fand ich immer spannend.
Ich bin mit meinem Gehalt auch grad zufrieden, weiß aber noch nicht, ob ich nicht irgendwann mal wieder wechsle.

Deine Ängste kann ich verstehen. Es gibt auch Job-Coachings, speziell dafür, dir zu helfen, herauszufinden, wo die Reise für dich hingehen könnte. Da mal drüber nachgedacht?

So und jetzt gibt es ein spätes Frühstück grinsen

x 2 #49667


A


Wie war dein Tag / Wie geht es dir heute?

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M
Zitat von Thomas69:
So, auf vor die Tür, das Scheixx Wetter kann mich nicht aufhalten

Gehst du auch raus oder machst du nur die Tür auf?

x 1 #49668


H
@Thomas69 @Cappuccetto @wiene

Also es ist schon grundsätzlich so, dass der Job mich schon länger belastet.
Und wenn ich länger sage, meine ich, es hat schon vor 6 oder 7 Jahren angefangen das ich mich nicht mehr so wohl gefühlt habe. Dies und einige Faktoren die noch dazu gekommen sind, haben dazu geführt das es in den letzten Jahren immer schlimmer geworden ist.
Es hat also nicht unmittelbar etwas mit der Beziehung zu tun.

Mir ist aber auch bewusst das meine Unzufriedenheit jetzt natürlich zusätzlich auch noch durch die Trennung negativ beeinflusst wird, daher auch das "Fluchtgefühl" was ich derzeit habe.
Da ich eigentlich sehr kontrolliert bin, habe ich bisher noch keine voreiligen Entscheidungen getroffen, aber so kann es nicht mehr weiter gehen.

Ich weiß das ich einen sicheren AG habe, ich weiß auch das die Rente wichtig ist, aber was ist mit der Zeit bis dahin?
Ich komme einfach derzeit nicht genug zur Ruhe um mir mal ernsthaft Gedanken zu machen welche Alternative für mich geeignet wäre.
Innerhalb der Firma zu wechseln ist nicht möglich und das ist auch nicht das was ich möchte.
Ich würde nämlich eigentlich auch gerne meine Stadt verlassen und das auch nicht erst seit gestern.
Ich habe manchmal das Gefühl das ich hier förmlich ersticke.
Keine Ahnung wie ich das beseitigen soll.
Ich muss mich aber dringend damit auseinander setzen.
Vielen lieben Dank für euer Input. gruppenkusscheln

x 1 #49669


M
@Heartbroken38
6-7 Jahre ist aber ganz schön lang.

Ich hab die Unzufriedenheit nur ein paar Monate ausgehalten vor einigen Jahren. Erst hab ich intern gewechselt, aber dann bin ich komplett aus dem Unternehmen raus. Hab es nicht bereut.
Schade war es allerdings um einige liebe Arbeitskollegen.

x 2 #49670


wiene
Zitat von Heartbroken38:
@Thomas69 @Cappuccetto @wiene

Also es ist schon grundsätzlich so, dass der Job mich schon länger belastet.
Und wenn ich länger sage, meine ich, es hat schon vor 6 oder 7 Jahren angefangen das ich mich nicht mehr so wohl gefühlt habe. Dies und einige Faktoren die noch dazu gekommen sind, haben dazu geführt das es in den letzten Jahren immer schlimmer geworden ist.
Es hat also nicht unmittelbar etwas mit der Beziehung zu tun.

Mir ist aber auch bewusst das meine Unzufriedenheit jetzt natürlich zusätzlich auch noch durch die Trennung negativ beeinflusst wird, daher auch das "Fluchgefühl" was ich derzeit habe.
Da ich eigentlich sehr kontrolliert bin, habe ich bisher noch keine voreiligen Entscheidungen getroffen, aber so kann es nicht mehr weiter gehen.

...
Ich muss mich aber dringend damit auseinander setzen.
Vielen lieben Dank für euer Input. gruppenkusscheln


Also vielleicht bin ich ja jetzt zu "verwegen"... aber ich würde sagen: Mach's. Raus da. Du lebst doch nicht für die Rente. Wie du selbst schon sagst, was ist bis dahin?
Wir leben immer, als hätten wir ewig Zeit oder zig Leben. Warum in einer Jobsituation verharren, in der du schon so lange unglücklich bist? Ich war noch nirgends länger als 5 Jahre, weil es mich dann immer gelangweilt oder genervt hat.

Das soll jetzt natürlich nicht heißen: Schmeiß hin, ohne was neues zu haben Smile Aber dass du dir echt mal Gedanken machst, was du gerne magst und machen möchtest. Und dann angehen. Parallel nach einem passenderen Job suchen. Dann umziehen.

Klar, in einer Trennungssituation sollte man auch nichts überstürzen. Aber vielleicht ist genau das der Zeitpunkt für eine Veränderung herz

x 4 #49671


Thomas69
Zitat von Mimmi:
Gehst du auch raus oder machst du nur die Tür auf?

Ich habe geschrieben vor die Tür, nicht davor stehen bleiben Keule Mr. Green
@Heartbroken38 Ich meine ja auch nicht das du es nicht tun sollst wenn du nicht glücklich bist. Manchmal macht es Sinn und es wird zum Wendepunkt im Leben, manchmal geht's auch schief. Das ist immer individuell...
Nen beruflichen Quereinstieg hab ich vor einigen Jahren gemacht (im letzten Jahr der Beziehung übrigens), allerdings innerbetrieblich. Dadurch weniger Risiko, aber es war schwer vom Gefühl - und im Nachhinein Gold wert! freunde
Ich wünsch dir bei jedweder Entscheidung Glück Glaskugel

x 2 #49672


H
Zitat von Mimmi:
@Heartbroken38
6-7 Jahre ist aber ganz schön lang


Ja ich weiß. und ich habe die Entscheidung immer vor mir hergeschoben.
Immer bei veränderter Lebenssituation habe ich das Problem bei Seite geschoben und dachte es wird schon wieder wenn sich andere Dinge in meinem Leben verändern.
Und das Argument des sicheren Arbeitgebers, bedenke was Du verlierst usw. usw., der läuft in Dauerschleife in meinem Kopf.

Aber ich komme immer wieder an dieses Punkt zurück. Immer wieder!

Zitat von wiene:
Klar, in einer Trennungssituation sollte man auch nichts überstürzen. Aber vielleicht ist genau das der Zeitpunkt für eine Veränderung


Ich denke gerade andauernd, wenn nicht jetzt, wann dann? herz

#49673


wiene
Zitat von Heartbroken38:

Ja ich weiß.. und ich habe die Entscheidung immer vor mir hergeschoben.
Immer bei veränderter Lebenssituation habe ich das Problem bei Seite geschoben und dachte es wird schon wieder wenn sich andere Dinge in meinem Leben verändern.
Und das Argument des sicheren Arbeitgebers, bedenke was Du verlierst usw. usw., der läuft in Dauerschleife in meinem Kopf.

Aber ich komme immer wieder an dieses Punkt zurück. Immer wieder!


Vielleicht war ich in diesem einen Punkt in meinem Leben mal einfach sorgenfrei lustig Mich hat das mit dem "sicheren Arbeitgeber" nie "gekriegt", das Argument. Weil, wenn es nichts wird mit dem Job, warum auch immer, weiß ich doch, was ich kann - und ich weiß, ich finde was Neues.

Mein erster Chef hat mich (in dem Betrieb in dem ich die Ausbildung gemacht habe) immer belabert (das war kein Öffentlicher Dienst aber so ähnlich), dass ich dort doch einen super sicheren Job hätte und der "freie Markt", der wäre so böse. Ich bin gegangen und der freie Markt war noch nicht übermäßig gemein zu mir. Wäre ich heute noch da, wäre ich wahrscheinlich total lethargisch, gelangweilt, wüsste viel weniger als jetzt und hätte weniger Geld zur Verfügung.
Musste ich nur grad dran denken... an mein Dickerchen... (muss ihn mal wieder besuchen Mr. Green )

x 1 #49674


H
Zitat von Thomas69:
Ich wünsch dir bei jedweder Entscheidung Glück


Danke schön knuddel

x 1 #49675


G
@Heartbroken38

Dann mach es.

Guck was du machen willst. Wo du es machen willst. Du hast nach so langer Zeit auch eine längere Kündigungsfrist.

Teste deinen Wert auf dem Arbeitsmarkt. Schau dir Städte an, in denen du dir vorstellen kannst zu leben.

x 2 #49676


Cappuccetto
@Heartbroken38
Aber man kann sich ja mal umschauen und Bewerbungen schicken, das tut doch erst mal niemandem weh. Natürlich ist es schwieriger, wenn man aus der Stadt raus will, aber Vorstellungsgespräche kann man heutzutage ja auch über Skype machen.
Du musst ja nicht direkt sofort eine Entscheidung treffen, aber herumschauen und überlegen, was vielleicht lustig wäre, zu machen, schadet ja nicht!

x 1 #49677


H
Zitat von Grace_99:
@Heartbroken38

Dann mach es.

Guck was du machen willst. Wo du es machen willst. Du hast nach so langer Zeit auch eine längere Kündigungsfrist.

Teste deinen Wert auf dem Arbeitsmarkt. Schau dir Städte an, in denen du dir vorstellen kannst zu leben.



@Cappuccetto

Ihr habt ja alle Recht.

Das Zauberwort ist hier: Machen nicht reden Augen rollen

Ich geh mir schon wieder selber auf den Sender und das sage ich auch nicht zum ersten Mal!

x 4 #49678


wiene
Zitat von Heartbroken38:


@Cappuccetto

Ihr habt ja alle Recht.

Das Zauberwort ist hier: Machen nicht reden Augen rollen

Ich geh mir schon wieder selber auf den Sender und das sage ich auch nicht zum ersten Mal!


Ach das kann ich aber total verstehen. So ein Job ist Sicherheit, Gewohnheit, Alltag und hat ja selten NUR schlechte Seiten. Es gehört - gerade nach so langer Zeit ! - schon was dazu, sich da raus zu lösen. Ich glaube das ist echt ein längerer Prozess!

Edit: Jetzt erinnert mich das gerade an meine letzte Beziehung geschockt Da komm ich ja auch immer wieder an den Punkt: Wie lange hätte ich noch gewartet? War nicht verkehrt, dass ich hier die "Kündigung" bekommen habe.

x 1 #49679


M
Wir Menschen sind halt doch Gewohnheitstiere. Aber man kann sich ja auch an neue Gewohnheiten gewöhnen.

x 3 #49680


A


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