@Ste87
Ich kann Deine Gedanken sehr gut verstehen, denn mir geht es auch oft so. Ich habe die Angst auch so oft im Nacken, dass ich nie wieder jemanden kennen lerne, der mich so berührt und ich mir nichts anständiges mehr aufbauen kann.
Ich versuche gerade mir das bestmögliche selbst zu geben und bei mir anzukommen und mich ausschließlich auf mich zu konzentrieren, Selbstliebe praktizieren, im Innen wie im Außen usw.
Aber das Bedürfnis nach Nähe und Ankommen bei einem anderen Menschen mit dem man sein Leben teilt, es ist einfach da. Und es geht auch nicht weg. Da kann ich so viele Vollbäder nehmen, in Ruhe ein Buch lesen, wie ich will und mein Lieblingscurry 50 mal in der doppelten Portion alleine essen (um mal einige Vorteile eines Singledaseins zu erwähnen)
Ich weiß nicht wie dieses Gefühl weggehen soll.
Durch Vertrauen darin das die Dinge sich entwickeln und in die richtige Richtung gehen wenn man bereit dafür ist? Ja das ist wahrscheinlich die einzige Lösung, aber der Weg dahin ist schwer.
Und wenn das Thema Vertrauen grade schon auf dem Tisch ist, wie soll man jemals wieder vertrauen, dass einem sowas nicht nochmal passiert?
Wenn man ohnehin schon mit Verlustängsten zu kämpfen hat und eine Trennung einen in ein so großes Loch voller Selbstzweifel wirft, wie kann man gerade daraus seine Verlustangst verlieren? In logischer Konsequenz wird es doch beim nächsten Partner eher noch schlimmer als besser, je mehr schlechte Erfahrungen macht.
Ich arbeite gerade wirklich intensiv daran dieses Gefühl unter Kontrolle zu bekommen und je mehr ich mich damit beschäftige und merke das ich es nicht in den Griff bekomme und denke ich darf so nicht fühlen, desto mehr Druck empfinde ich, das mit mir etwas nicht stimmt und ich an der Stelle auch schon wieder versage.
Ich weiß nicht ob das Kauderwelsch hier jemand versteht was ich grade schreibe. Aber in meinem Kopf macht es Sinn.
Und zu Dir möchte ich sagen, ich finde Du bist viel zu streng mit Dir. Denn, und das kann ich nur immer wieder sagen, Du ziehst Dich immer und immer wieder aus Deiner Gefühlslage heraus und gehst einen Schritt weiter nach vorne und ich bewundere Dich echt manchmal dafür. Dafür gestehst Du Dir Dein Gefühl aber auch manchmal nicht zu und meinst Du darfst jetzt nicht traurig sein oder Du musst es jetzt schon viel besser machen oder anders fühlen. Ich finde wie immer Du bist super stark und Du darfst Dir auch mal ein bißchen Traurigkeit "gönnen".
