Kerstin_2016
Mitglied
- Beiträge:
- 3012
- Themen:
- 8
- Danke erhalten:
- 6717
- Mitglied seit:
Zitat von JungeRoemer:Zitat von Kerstin_2016:Liebe Liebste, ich bin ein Laie. Ich mag Dich. Du bist hier für mich ein Vorbild.Sie sind mir alle stumpf weg rotzegal.
Funktionieren halt....Knopf drücken und los ...
Das, was Du da beschreibst, liest sich für mich nach einer handfesten knackigen Depression.
(Lösen sich da nicht manchmal auch Gleichgültigkeit/Aggressionen (auch gegen sich selbst)/Antriebslosigkeit... u.s.w. ab?
Auslöser sind (vermute ich mal bei Dir) auch Dauerbelastungen.
Kannst Du gut alleine sein? Welche Freude hast Du Dir heute schon selbst bereitet? Wann und worüber hast Du zuletzt gelacht? So richtig befreiend.. meine ich?
Ganz liebe Grüße sende ich Dir und ganz viel Kraft/Energie. Ich habe noch etwas übrig.
Edit:Zitat von Kerstin_2016:... hört sich nur besser an.Burn-Out?
....WOW.... ich und ein Vorbild...uff...haut mich um. Tolles Kompliment, lieben dank dafür!
Ja, eine Depression ist es definitiv...nicht erst seit n paar Wochen. Angefangen hat es im März 2016, spruchreif dann Oktober 2016, wo es mir dann bewusst wurde. Ich habe gekämpft....hab das Weihnachtsdrama wirklich gut wegstecken können inkl.der Kündigung. Habe kompromisslis aufgeräumt.
Die Schule ging los...nebenbei arbeiten...lernen...Kinder...Haushalt. Ich selbst blieb auf der Strecke. Ich habe mich wieder hochgezogen und dachte im Ernst: Jawoll es geht aufwärts. Ich war echt total entspannt und ruhig. Ich habe meine Prüfungen mit Souveränität und völlig adrenalinfrei gewuppt...
Merkte aber am Donnerstag, dass da was nicht stimmt. Vorher habe ich es ignoriert und da kam es dann mit voller Wucht durch. Ich habe ein "gut" bekommen ....und....fuhr heulend damit nach Hause. Nicht aus Erleichterung oder Freude. Nein, einfach so mit ganz viel Traurigkeit. Ich weiß nicht wiso...ich habe niemals mit so einer guten Note gerechnet! Warum habe ich mich nicht gefreut?! Nix...ich fuhr nach Hause , habe etwas großartiges geleistet....und dachte nur: Du hast noch nicht mal jemanden, der daran teilnehmen könnte. Die Kinder fahren zum Papa...und...sonst....ist da niemand. Rumms! Das saß.
Einen Tag später...völlig ruhig in die nächsten Prüfungen. Souverän geschafft...und nichts...es regte sich nichts! Keine Erleichterung...keine Freude...das hält noch immer an.
Ich sitze hier, möchte einschlafen und einfach erst mal nicht wieder aufwachen. Nein, natürlich werde ich weitermachen. Aber nicht weil ich daran glaube, dass ich noch mal sowas wie Glück empfinden werden, sondern als Art Verpflichtung der Mädels gegenüber.
Angeregt durch Eure Hinweise habe ich mich in burnout eingelesen und x Tests gemacht um mal zu gucken, wonach wird überhaupt im ANSATZ gegangen...mit welchen Fragen werde ich konfrontiert...wie würde ich antworten. Welche Kernthemen sind dabei....ich wollte KEINE Diagnose!
Und siehe da...mein Umfeld ist präsent. Oder besser das nicht vorhandene Umfeld. Was seit Wochen im Kopf Thema ist, hat mich körperlich eingeholt. Ich habe die letzten Wochen immer mal wieder eine Art zittern in den Beinen. Heute kam extrem der Kreislauf dazu. Mein essen war heute nicht gut, ich war fürchterlich angespannt. Mutter da, Ex da, ein Hobby was mir erst mal keine Freude bereitet, Menschenmassen die ich aktuell so gar nicht klar kriege...laut, reize, Entscheidungen die ich treffen sollte....und überhaupt.
Ganz klar: ES GEHT NICHT! Ich schaff das nicht.
Eigentlich saß ich vorhin am Tisch mit der Truppe. Das saß ich nun u d fragte mich, was um Himmels Willen machst du hier?! Ergo...kleine Ansprache gehalten und mitgeteilt: Mir geht's nicht gut und ich fahre jetzt nach Hause. Gesagt, getan...nicht einer ist hinterhergekommen (tat weh). Ab ins Auto und bis grad vorhin habe ich zitternd geheult...unglaublich...an Dramatik nicht zu überbieten... Von : Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr bis zum ich pack das nicht...alles dabei.
Als ich dann eine Angst spürte die aufkam als die nächsten Wochen mir vor Augen kamen, habe ich die Reißleine gezogen und die Tränen getrocknet. Nein...das lasse ich nicht zu, wenn die Angst kommt, geh ich völlig vor die Hunde.
Nun hocke ich hier mit heftig geschwollenen Augen...muss erkennen, dass sich aus der Gruppe keiner für mich interessiert. Und ich auch hier keinen Halt erwarten/erwünschen kann.
So ziemlich langer Text:(
Tut mir leid, dass ich soviel Raum einnehme.
Das letzte Mal herzhaft gelacht? Vor...zwei Wochen im Unterricht...völligen lachflash gehabt, weil der Lehrer es so genial bildlichbeschreiben konnte, was er uns da beibringen wollte. Hat unglaublich gut getan.
Mir das letzt Mal was Gutes getan?! Fällt mir grad nicht ein...mal abgesehen von Solarium, Mal auf dem Sofa lümmeln....Nichts...
Ich schmeiss mir mal ne Maske ins Gesicht...aber das eher als Verpflichtung meinem Körper gegenüber...ne...fällt mir nichts ein.
Gut allein sein?!
Öhm....komischerweise ja. Ob die Beweggründe dafür so gut sind sei dahingestellt. Ich bin gerne allein, weil ich keine Rolle spielen zu dann. Weil ich da kein Lächeln aufsetzen brauche. Ich kann luft holen, kann mich selbst dann besser spüren. Ich brauche niemanden dann an mich heranlassen, ich brauche dann nicht reden...brauche keine Antworten geben, die ich mir zurechtlegen tue...
Ja, ich geniesse es dann schon irgendwie. Und nein, ich denke dann nicht "schwarz".
Ich bin nicht böse drum, dass die Saison vorbei ist. Gemeinsame Veranstaltungen mit Mutter und Ex sind bis Mai erst mal off. Das bin ich erst mal los.
Ich suche meine Freude...Freude darüber dass ich bestanden habe. Zufriedenheit dass ich es bis hierhin geschafft habe. Die Zuversicht, dass ich FREUNDE um mich haben kann. Und ich suche die Tatsache, dass es Menschen gibt, die bereit sind für mich da zu sein.
Wer bis hierhin gelesen hat: Respekt! Und DANKE!
@Gundula

