@KBR
Deine letzten Beiträge hätten auch von mir geschrieben sein können.
Ich fühle mit Dir und kann seelisch und körperlich nachempfinden was das in einem auslöst.
Fühle Dich gedrückt und auch an @Nya schicke ich einen dicken Knuddler.
@ll
Ich kann nicht wirkllich behaupten, dass es mir heute besser geht. Ich bin ruhiger, die Tränen fließen aktuell nicht, mein Körper schmerzt noch ein wenig...aber ich bin ruhig und bereits mal wieder in der Reflektion.
Gestern bin ich für zwei Stunden in die Bar gefahren. Habe lecker was gegessen und mich gewehrt. Ich habe keine Lust darauf, dass ich als Freiwild auf der Liste stehe, nur weil ich alleine in die Bar gehe um mal unter Menschen zu sein, die meine Geschichte nicht im Ansatz kennen. Feedback: die ist aber zickig. Ich habs mit einem Schmunzeln hingenommen und mir gesagt: mir egal, Hauptsache ich habe meine Ruhe. Dennoch bin ich am Überlegen mir das zu schenken. Anscheinend habe ich eine anziehende Wirkung da auf das männliche Geschlecht, denn ich habe fast jedes Mal die Situation, dass ich irgendwen abblocken möchte, weil er mir verbal oder körperlich einfach zu sehr auf die Pelle rückt.
Dann habe ich gestern noch eine Nachricht verschickt. Nach dem Hinweis von @JungeRoemer dass man auch ruhig mal sagen kann, wenn mir jemand was bedeutet, habe ich dann den Weg gewählt, erst einmal mich zu bekennen, dass ich glaube in einer ekligen Depression gelndet zu sein und gebeten habe, mir bei der Wahrnehmung zu helfen.
Denn...ich glaube, dass ist ein verfluchter Teufelskreis. Auf der einen Seite kennt man mich als "die Starke". Ich bin selbständig, stehe mit beiden Beinen im Leben, bin immer für andere da auch in den heikelsten Situationen, organisiere, für jeden Spaß zu haben, mit mir kann man Pferde stehlen gehen ect.pp.
Auf der anderen Seite präsentiere ich seit Juni/Juli einen Rückzug, gerade in meinem Hobby. Ich mach mich rar, sehe teilweise wirklich sch*** aus mit Rändern unter den Augen, totunglücklich, in mich gekehrt...und erzähle aber nix. Wurde ich gefragt wie es mir geht: alles ok, war meine Standardaussage. Mochte zu Anfang ja auch erst mal die richtige Antwort gewesen sein...wozu Pferde scheu machen, wenn man selbst nicht mal weiß wohin die Reise geht.
Dann kamen meine schweren Phasen...mir ging es noch schlechter, ich wurde noch ruhiger. Die Gruppe merkte deutlich, dass zwischen ihm und mir was gewesen sein muss (wir waren ja freundschaftlich ein Herz und eine Seele, Partnertechnisch wusste ja niemand bescheid). Er glänzte mit Abwesenheit, ich ebenfalls. Auch da hieß es von meiner Seite aus: alles OK. bzw. ich habe mich weitesgehend unsichtbar gemacht und wahrscheinlich nach außen gestrahlt: lasst mich alle in Ruhe.
Irgendwann fing ich an, nicht mehr zu versuchen, etwas darzustellen was ich nicht mehr bin. Sollten die Leute doch sehen, dass es mir absolut beschis+++ geht. Ich habe kein hehl mehr daraus gemacht, weil es anstrengend ist. Das tat gut...rangelassen habe ich niemanden.
So...nun habe ich gestern halt ihn gefragt, warum die Menschen so unpersönlich reagieren (meine Wahrnehmung). O das Desinteresse ist oder Überforderung oder was dahinter steckt. Ich habe mit einigen dort ziemlich persönliche Zeiten gehabt und ich habe mich irgendwann gefragt, warum man nicht auch mal für mich da ist?!
Er meinte, dass ich es eventuell daran liegt, dass ich nach aussen hin mauer und man nicht recht weiß, wie man mir helfen kann.
Das verstehe ich nicht...wenn ich gesehen habe, dass es jemanden nicht gut geht, bin ich hin und frage: "hey, was ist los? Kann ich Dir helfen?". Wenn dieser jemand abblockt sage ich zum Beispiel "kein Problem. Du weißt wo Du mich findest, wenn Du jemanden zum Reden brauchst"...zum Beispiel. Ich gehe handest auf die Leute zu und frage direkt. Basta.
Mich hat noch niemand so direkt gefragt.
Wieso ich von einem Teufelskreis ausgehe?
Naja...wenn die denken, ich mauer und ich denke, die mauern...ist das schon irgendwie ein Teufelskreis.
Daher habe ich ihn gefragt, ob er mir helfen kann, das auseinander zu bröseln. Also die Wahrnehmungen näher zu beschauen, damit ich verstehen kann, was in den Leuten vorgeht. (Ich weiß, dass die untereinander über mich sprechen).
Mal sehen was dabei herauskommt

Und nun eine Frage an Euch....mir schwirrt da noch was im Kopf rum und das kann ich mit ihm nicht bekakeln (zumindest jetzt noch nicht, weil es ihn direkt betrifft).
Er sagte immer wieder, er ist jederzeit für mich da blabla.
Entweder habe ich ein beschissenes Timing oder er hat kein Bock. Denn wirklich jedes Mal fühle ich mich auf die Warteschiene gestellt. Entweder hat er dieses oder jenes oder ist grad unterwegs oder ist arbeiten oder macht grad was mit seiner Neuen oder ist bei seinen Eltern oder oder oder....An sich völlig OK...woran ich mich aufreibe ist (Beispiel gestern), dass er mir zwar sagt: ich wäre jetzt gerne bei Dir, aber ich bin x.. Im nächsten Atemzug aber sagt, ich schreibe dir später ausführlich. Das Ausführlich waren dann 10 Zeilen mit dem Hinweis, dass sich das alles blöd anhört was er mir schreiben will und wir das lieber beim Frühstück am Donnerstag angehen sollten. Ihr ahnt es sicherlich was mich daran stört....genau....dass ich bis Donnerstag nun warten kann, um für mich wichtige Antworten (das habe ich auch so formuliert) zu erhalten. Ja, ich stele mich hier jetzt hin und sage wie es ist: es verletzt mich, dass er, obwohl er von meiner situation weiß, es bis Donnerstag aufschieben will.
Was meine Reaktion wäre? Hey, wollen wir nachher/morgen noch telefonieren? Oder bist Du mrgen zu Hause, dann kann ich rumkommen. Also ich würde Alternativen suchen und anbieten.
Und jetzt gefragt: erwarte ich da zu viel?
Ich verliere das Vertrauen in ihn. Denn für jemanden anderen wirklich da zu sein, zeigt Vertrauen. Ich bin da, Dein Fels in der Brandung, wenn Du magst. Ich stehe hinter dir und bin für dich da, wenn du mich brauchst. Dafür mussi es noch nicht mal eine enge Freundschaft sein, damit ich so reagiere.
Wo kann ich ansetzen, damit ich es mir leichter mache im Umgang mit Menschen? Sind meine Erwartungen zu hoch?
Lacht nicht, aber es ist Neuland für mich...ich war niemals wirkich angewiesen auf Freunde. Ich war noch niemals in so einer heftigen Situation. Und wenn ich mal Hilfe brauchte, war mein Nochmann zur Stelle.
Damals vor 25 Jahren war ich in einer ähnlichen Situation, aber da konnte ich einen anderen Weg gehen...ich habe mich 6 Monate in einer Klinik verschanzt und hatte entsprechend eine rundum Betreuung. Ich habe mir geschworen, dass mir das nicht mehr passiert...nun ja, es ist eingetreten und ich strauchel ohne Ende. Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass Freunde so verdammt wichtig sind
