Zitat:Ja, Du hast Recht mit dem was Du schreibst. Bei dem Moment von neulich hätte ich kein Gefühl weiterer Ablehnnung - sei sie auch nur für den Moment, weil jemand gerade eben keine Möglichkeit hat, sich um mich zu kümmern - ertragen. Wenn ich so eine Hysterie in mir habe, fühle ich mich selber albern und mag mich niemandem zumuten. Das ist vermutlich falsch. Wahrscheinlich sollte ich das gar nicht werten sondern einfach zulassen.
@KBR Ich habe deine Antwort fast schon nicht mehr erwischt, hier ging es ja seit gestern gut ab.

Ich habe mal das zitiert, was du direkt an mich geschrieben hast - und das, wo sich bei mir "die Ohren aufgestellt haben", sozusagen.
Die Sache ist die: Nicht Situationen lösen Emotionen aus, sondern unsere Bewertungen dieser Situationen. Also eine "Absage" an dich aufgrund mangelnder Zeit zum Beispiel wird nur dann schmerzhaft, wenn du sie als Ablehnung deiner Person wahrnimmst. (Dabei geht es nicht darum, dass deine Gefühle falsch sind, nur vielleicht für die Situation eben "unpassend".)
Diese "Hysterie", die du schilderst, kenn ich sehr gut, und verstehe, was du meinst - innerlich rast es, die kritischen Stimmen sind laut undhässlich, und man kann sich nicht vorstellen, wie jemand von außen einen auch nur ansatzweise mit liebevollen Augen betrachten könnte. - Jetzt kommt das Aber! - Aber: Das ist in _dir, in _deinem Kopf. Wenn du den Anderen, deinen Freunden, diese Gedanken zutraust, versuchst du, für sie zu denken. (Dich damit auch davor zu schützen, dass genau das auch Realität werden könnte, weil sie dich in deiner Bedürftigkeit "ablehnen" könnten, nicht mehr mögen würden, etc.) Meine Erfahrung sagt: Lass' das denken den Leuten, die wissen schon, was sie tun.

Du darfst traurig sein. Du darfst getröstet werden. Du bist es wert, dass du dir Hilfe holst, und dass dir diese Hilfe auch zuteil wird.
