Zitat von Missy83:Guten Morgen zusammen,
die Nacht war wie immer durchwachsen und fühle mich wie fast jeden Morgen völlig gerädert..
@KBR ich bin ja jetzt auch seit einiger Zeit krank geschrieben, also genau seit einer Woche nach der Trennung...und ich hoffe wirklich dass ich so wie geplant nächste Woche wieder arbeiten kann. Anfangs war es aber einfach besser so..
Und ja ich habe auch ständig diese tollen Momente vor Augen, aber irgendwie kann ich seit Samstag etwas besser realisieren dass es für ihn ja scheinbar nicht so Besonders war, wie ich es für mich empfunden habe, sonst hätte er es wohl nicht beendet. Ich bin selbst erstaunt, dass diese Gedanken jetzt schon etwas Platz in meinem Kopf finden..aber ich bin mir auch sicher, dass dieser Zustand nicht lange anhält...
Liebe Missy, ich glaube auch, dass in so einer Situation jeder für sich selber entscheiden muss, was gut für ihn ist. Kann und will sie oder er lieber arbeiten oder geht das einfach nicht.
Ich fühle mich ja momentan noch von allem gestört in meiner Trauer. Vom Klingeln an der Tür oder vom Telefon. Aber andererseits ist es ein bisschen einsam, denn alle meine Freunde arbeiten und sind natürlich tagsüber beschäftigt.
Was mich wundert ist, dass die Tage so schnell vergehen, obwohl einer wie der andere zu sein scheint, wenn man mal von Nuancen im Gefühlsleben absieht. Ich bin jetzt fast vier Wochen zuhause. Die erste Woche nach der Trennung hatte ich noch Urlaub genommen. Ich dachte, das würde/muss reichen bis zur OP. Zwischendurch habe ich einen Tag von zuhause gearbeitet, um meine Sachen übergeben zu können, dann war ich doch noch die paar Tage bis zur OP krank geschrieben und jetzt bin ich es in Folge der OP.
Wenn ich glücklich mit meinem Job wäre, würde ich gern nächste Woche wieder zur Arbeit humpeln, aber dort muss ich schon immer unter normalen Bedingungen sehr aufpassen, dass ich nicht die Contenance verliere. Außerdem ist der Weg schon aufwändig und weit, wenn ich mobil bin. Wie soll das bloß unter diesen erschwerten Bedingungen werden? Es dauert ja auch alles so viel länger mit den Krücken. Dauernd hat man die Hände voll, immer braucht man einen Platz, wo man sie kurz abstellen kann usw. Hier ist halt niemand für kleine Handreichungen. Ach, ich höre jetzt lieber auf, sonst geht die Selbstmitleidsmaschinerie wieder los.
Vielleicht gelingt es uns einfach, die von uns als so schön wahrgenommenen Momente einfach als schöne Erinnerungen zu behalten. Im Moment sind sie ja bei mir so eine Art Anklagepunkte und Währung und Gewichte und was weiß ich.