@KBR
Meine "Art" der Pro/Contra-Liste ist recht blöd für den Ex ausgefallen.
Das war der Startschuss für mich, einmal näher hinzusehen, warum mir das Ganze denn wirklich zu schaffen macht.
Jedoch war ich noch nie der Mensch, der jemanden hatte, wo alles von A bis Z Glück bedeutete. Ich hatte schon immer ein Fabel für das "offensichtliche" und zog schon immer "Problemkinder" an. Ich habe keinen Schimmer, ob ein Mann "ohne Problemkind zu sein" überhaupt was für mich wäre...das wäre eine ganz neue Erfahrung.
Letzte Woche hatte ich ein nettes Gespräch mit einer Gleichaltigen...sie sagte zu mir: Du brauchst einen Mann, der Dir sagt wo es lang geht. Ich war ENTSETZT

.... Denn es bedeutet für mich: zwei Rudelführer auf einen Haufen...das kann nur rappeln, denn ich lasse mir wahrlich nur schwer etwas sagen und bin recht dickköpfig und selbstbewusst was mein Leben und meine Entscheidungen angeht.

Ich sage aber bewusst: sage niemals nie... ich verändere mich gerade...ich lerne dazu, daher würde ich solch einen Mann nicht gleich in die Flucht schlagen

Interessant für mich fand ich, war, dass ich mal geschaut habe, warum ich entsetzt war...und siehe da...ich habe von Kindsbeinen an zu hören bekommen: verlasse Dich niemals auf einen Mann, sorge immer dafür, dass Du alleine klar kommst, denn Männer braucht man nicht. Lasse Dir nie etwas von einem Mann sagen....
Daher wundert mich meine Einstellung nicht die Bohne, gebe aber zu, dass der Gedanke an einen "starken" Mann als Partner mir ein wenig Angst macht. Und es wundert nicht, dass ich mir Partner (waren erst zwei komma fünf) angelacht habe, die irgendwie noch "an die Hand genommen" werden sollten, weil sie verschuldet waren, psych.Probleme hatten oder wie der letzte, der rigoros seine Gefühle abschaltet (je nach Bedarf). Jedes Mal bedurfte es Fähigkeiten, diesen "Stress" auszuhalten und nicht aufzugeben. Ja, ich denke, ich fühlte mich daher "überlegen"...kriegt keinen Schreck...ich weiß, dass es für eine Bindung blöde Vorraussetzungen sind. Ich habe es halt nie anders gelernt....und merke erst jetzt, was es bedeuten kann.
Nicht falsch verstehen Jungs

Ich mag selbstbewusste Männer und ich "umgebe" mich gerne mit ihnen. Meine Erziehung hat mir nur was eingebläut was ich nur schwer ableben kann

Meine Mutter hat so das Prinzip: friss oder stirb! Entweder du folgst mir blind! (an ihre Ehemänner gerichtet) oder Du kannst gehen. Ich brauch Dich nicht zum Leben. Als Freunde sind solche Männer durchaus ihr "Ding", als Partner habe ich jedoch nur Väter gehabt, die sich unter den Scheffel stellen lassen haben. +
Dieses Niveau habe ich Gottlob nie bei meinen Partnern ausgelebt.
Hey @KBR ... danke für Deine Zeilen, mich regen diese gerade zum Nachdenken an ^^
@Thomas69
Zitat:ich trauere nicht dem Zustand dieser vergangenen Beziehung hinterher
Absolut nicht...das dachte ich wochenlang...aber irgendwann kamen dann Gedanken, die das widerlegten.
Ich selbst bin es, der ich hinterher trauere. Mag sich eingebildet anhören...jedoch habe ich erkannt, was ich da mit mir machen lassen habe. Ja, klar...ich freue mich diebisch darüber, dass ich sowas wie megacoolenhochdreitollen S6 kennenlernen durfte, den ich mit dem Nochmann niemals hatte. Aber sonst?! Pffff....war da (leider) nix... also nicht das, was einer Beziehung würdig wäre. Das war an sich nach einem halben Jahr nur noch Horror für mich... wollte es mir nur nicht eingestehen und habe mich emotional derart abhängig gemacht, das mir selbst schlecht wird. Denn...ich bin eher diejenige, die ganz klar weiß was sie will und es durchzieht. Nur halt die letzten zwei Jahre nicht...
Ein wenig dankbar bin ich dennoch... jetzt kann ich mich frei entwickeln und verändern. Ich brauche keine Rücksicht auf irgendwen nehmen. Der Cut mit meiner Mutter war überfällig...denn die Werte, die ich dort vermittelt bekommen habe, sind die Dinge, die mir heute das Leben zur Höälle machen. Keine Ahnung wie ich das die letzten Jahre kompensiert bekommen habe....