Zitat von Inexplicitus: gib das was Du nicht brauchst obdachlosen Menschen. Die freuen sich darüber riesig
Es war eine schwere Lektion für mich: wie hlft man einem Obdachlosen wirklich?
Nur mal angenommen, Du hast 50 Euro übrig und gibst die einem Obdachlosen. Was wird passieren?
Viele sind auf Dro. oder/und Alk.. Mit 50 Euro kann er 1-3 Tage seine Sucht finanzieren und genau das wird er auch machen.
Du hast aber die Idee gehabt, daß er davon ein paar mal was vernünftiges essen könnte.
Wird alleine daran scheitern, weil er zu den Läden gar nicht geht. Er geht nach Penny, Netto, Norma, Aldi (wenn die ihn überhaupt reinlassen...)
Ich habe einer Dame von"der Platte" eine wirklich schöne und echt warm Wellensteyn-Jacke geschenkt. (Kosten im Laden neu 400-500, war neuwertig)
Das war kurz vorm Spätherbst. 3 Wochen später, die selbe Dame, ohne Jacke. Auf meine Frage "Die heben sie mir geklaut. Ehrlich, ich schwör, ich war eingeschlafen" blablablupp
Im ersten Moment war ich zwischen enttäuscht und verärgert. Aber dann habe ich erkannt, nein, ich habe kein Recht so zu denken. Ok, es ist eher unwahrscheinlich, daß sie ihr geklaut wurde. Dann fehlte es ihr an einem Mindestmaß an Selbstsorge. Wahrscheinlicher ist, sie hat die Jacke versetzt. Ok, es war ihre Jacke und ihre Entscheidung. Ihr waren 30, 40 oder 50 Euro wichtiger, als im Winter nicht zu frieren. Und die 50 Euro? Dro., Alk., vielleicht hat sie unter ihren Kumpels 2 Runden geworfen und war mal für 10 Minuten die Königin.
Und dann? Alles wie vorher...
Ich habe gelernt, ich helfe ihr mehr, wenn ich ihrc1 oder 2 Euro gebe. Mit 50 Euro in der Tasche fühlt sie sich reich wie ein Star und haut das Geld raus. Mit 2 Euro kann sie rechnen "Dafür bekomme ich ne Pommes oder, wenn ich noch 85 ct sammel, kann ich mir eine Erbsensuppe kaufen"
Das ist die Dimension, in der sie rechnen können. Bis zum nächsten Schuß oder bis zur nächsten Mahlzeit.
Nein, ich meine das nicht böse. Es ist ihr Weg und ihre Entscheidung. Ich habe nicht das Recht, sie Dro. zu zwingen.
Alternativ frage ich öfter: "Brauchst Du etwas? Soll ich Dir etwas mitbringen?"
Dann bin ich auch sicher, daß es ihnen in einem gesündere Rahmen tatsächlich zugute kommt