Ex-Mitglied
Gast
Zitat von Umbra_:Das macht mir gerade ein schlechtes Gewissen. Ich war seit gut 2 Monaten nicht mehr am Grab meines Mannes. Hab im Moment auch viele andere Sorgen. Ich bin aber auch nicht so der Friedhofsgänger. Etwa 1 Mal im Monat gehe ich hin und zünde eine Kerze an. Das Grab sieht aber immer ordentlich aus. Es ist ein Urnengrab ...
seiner Liebsten zu gedenken - das muss nicht am Grab sein. Das hat auch nichts mit "Friedhofs-Gänger/in" sein zu tun. Seiner verstorbenen Liebsten zu gedenken - jederzeit
und überall ist das möglich. Die Gedanken sind NICHT "an Orte" gebunden. Sie sind
dann da, wenn sie "da" sind - egal wann, egal wo!
Ich verbinde den Besuch am Grab von Mama und Papa mit der Grabpflege... Kerzchen anzünden, Blumen pflegen und gießen, "nach dem Rechten" zu schauen, mit Mama und
Papa "reden"... auch oft in Form von Scherzen, Blödelei, Lachen...aber auch Tränen
fließen ab und an immer mal wieder. Na und!
Egal wie das Standing zu den Liebsten war....es gibt kein "falsch", kein "richtig" im Verhalten ihnen gegenüber. Das macht jeder mit sich selbst aus, ob und WAS in dem Moment passt.
Nein... ich hatte auch nicht immer ein gutes Standing.... zu beiden nicht. Und doch waren sie
immer DA. Die Besuche - egal in welcher Form - eine Reminiszenz an die "Beiden!" Auch das Loslassen.... aus meiner Sicht in der Form möglich!

