Klio
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Glaube nicht alles was du denkst : )
An sich so simple Worte, aber einen Gehalt, einen doch oft wahren und großen, der einem eigene Gedankenkrütze ersparen könnte.
Manchmal ist das Sein, das nicht Herauskommen in dem Hier und jetzt, sich nicht einfach mal wegzubeamen ein Umstand, der gerade durchlebt werden muss.
Gibt es da auch ganz simple Worte -
Erst das Erleben, Durchleben jedes Unglücks, lässt wachsen und weiten für jede Tiefe, die folgt.
Und wer weiß, dann bist du nächstes Jahr meeresatmend, zugedeckt in einem kleinen Freisein unter all diesen Himmeln 🐦
Klotho,
lächelst du über jedes Neugeborene
Jedes Leben, jedem Kindchen
Streichelnd über das feine Haar
Bist du der Anfang
Spinnst den goldenen Faden
Der unser Schicksal war
Lachesis,
Zeichnest du die Lebensfülle
Mit eurem dreier Auge in der Hand
Flüstert, lächelst, weinst
Unser aller Schicksal
Blassweiß, goldenbraun, dunkelnachtend
Auf die Haut
Dass sie leuchtet,
Brennt,
Stirbt
Und immer wieder
Redet, ruft, singt
Zum Neubeginnen
Atropos,
liebst du bis zum Ende
Jedes Kind
Mensch geworden,
Verwundet, verwebt, verlebt
Hälst den goldenen Faden
Zwischen Olymp und Hades
Versiegelst das Schicksal
Lässt uns Fallen
Vom Himmel hinab
Für einen Atem
Einen immerwährenden
Moiren,
Amtet
Ihr das Leben ins uns hinein -
Schwing ich mich
An jenem goldenseidenen Faden
Ins Meer hinein
Vergrabe, verstecke,
Verbinde
Diesen einen Schicksalsfaden
Mit all meinen Himmel
Atme
Immer wieder
Seeligfrei
Meer
Bin ich auch hier
Daheim
Früher hatte ich Panik vorm Zahnarzt, bis ich an einen geraten bin, der es geschafft hat, mir die Angst zu nehmen.