Zitat von Wolfstanz: Die Person, die dir begegnet,
ist die Richtige.
Das heißt, niemand tritt rein zufällig
in dein Leben.
Ich mag diesen Gedanken sehr.
Der hilft zu leben, zu akzeptieren, zu verstehen; auch den Menschen, der einem begegnet als kleines Wunder zu betrachten, für eine Zeit, eine gemeinsame wunderbar wundersame Reise.
Bis zu einem Punkt.
Ich glaube ich bin eine ganz schöne Märchentante.
Gerade in Liebeleien hatte ich verflochtene, zufälligwiederauftauchende Begegnungen.
Die letzten beiden:
Mein Ex Partner: mit 20 saßen wir gemeinsam in unserem ersten Uniseminar. Aber an getroffene Blicke erinnere ich mich nicht. Wir hatten es nur später herausgefunden.
Mit 22 waren wir Nachbarn für zwei Jahre.
Hatten die selben Wege.
Aber kein Erinnerungsblick.
Auch dir selben Kneipen haben wir besucht.
Nichts.
Als wir 27 waren sind seine Freunde nach Hause, er wollte noch nicht Heim und ist noch in einen Club. Ich sehe ihn die Treppe herunterkommen, auf mich zu, während ich mit zwei anderen Männern war. Sehr mutig.
War ich zudem die erste Frau, die er sich je getraut hat anzusprechen.
War schön, ich mochte diese "Geschichte" sehr gern. Sie war mir sehr lieb. Und obendrauf der gemeinsam geborene Tag, sehr ähnliche Lebens"schicksalslage", in mehren Punkten.
Das Märchen mochte ich...
Dieses Jahr im Sommer. Ging die Sommerliebelei auf der Kirmes strahlend winkend verdutzt an mir vorbei.
Ich wollte erst nicht hin, weil ich niemanden direkt hatte, der mit mir hingegangen ist.
Ich habe diese Person 15 Jahre lang nicht mehr gesehen, nicht wahrgenommen.
Und dann zu einer Zeit, in der ich liebendoffener war, er kurz erst getrennt...
Seine Eltern sind Eltern meiner Nachbarn.
Fühlt sich auch seltsam an, dass wir jetzt wegen Weihnachten wissend, so nah beieinander sind. Aber es kein Sehen mehr gibt.
Menschen begegnen sich (wieder), zu einer Zeit, wenn die Türchen offenstehen.
Ich finde das schon faszinierend.
Und Märchentante irgendwie doch.
Menschen, Augenblicken Bedeutung und Wertschätzung gebend.
Und die Bedeuutung, ja die geben immer wir selbst am Ende.
Einerseits ist das gut und schön und zauberbar, aber es hat auch eine Schwere.
Zitat von Wolfstanz: Wenn etwas in deinem Leben endet,
dient es deiner Entwicklung und
geschieht durch einen deiner innersten Wünsche.
Für die Entwicklung sicherlich.
Hat es auch.
Und wenn es bei der Sommerliebelei nur war- wow ich kann mich wieder Verlieben und diese Zeit war wunderschön.
Gestern war ich lange spazieren. Die Stadt ist nicht groß. Ich kam an Orte, an denen ich mit ihm war - erster Kuss, gehaltene Hände, Nähe, Worte und anderes.
Ich bin jetzt noch im Erinnern, wenn ich daran vorbei gehe.
Gestern kamen in mir heraus die Worte - "Danke für die Zeit" und ich war lächelnd schmunzelnd.
Jetzt würde ich ihn gerne wieder beschimpfen und traurig bin ich auch irgendwie doch.
Hoffentlich schließt sich bald dieser Kreis.
Ob etwas endet durch einen innigen Wunsch; so im Verborgenen.
Ich weiß nicht.
Beim Ex Partner sehe, erfühle ich das nicht.
Bei der Sommerliebelei war es ein begleitender Gedanke, dass ein Ende sinniger wäre.
Blablabla.
Eine wohl besinnlich in einem schürende, wühlende Weihnachtszeit.