Zitat von Bones:Auch da landet man irgendwann beim inneren Kind / bestimmten Modis.Nicht umsonst arbeiten immer mehr Suchttherapeuten mit Schematherapie.Da geht es dann darum,eben die Anteile zu erkennen und zu versorgen,anstatt zu betäuben
Du dann nicht auch?
Könnte deine Frau auch behaupten

Du und deine Ex führen Beziehungen aus ähnlichen Motiven, böswillig seid ihr beide aber nicht.
Den Gedanken habe ich bei dir auch,wieder etwas, was dich und die Ex verbindet.
Wie wäre es mit Eigenverantwortung, Mister?
Wir bringen dich immer wieder auf dich zurück,weil deine Lösung nicht bei ihr, sondern bei DIR liegt.
Und hab ich jetzt richtig gelesen,dass du schon wieder bei Tinder unterwegs bist?
Dann wäre es wieder eine Gemeinsamkeit mit der Ex : Bloss nicht auf sich schauen, Zuwendung und Trost bei jemand Anderen suchen um bloss nicht bei den eigenen Mustern zu schauen.Also mit Anlauf in den Ventilator
Ohne Frage handelte ich aus Egoismus. Ich habe nach dem Glück gestrebt, was ich in der Ehe nicht fand.
Und nein, böse ist sie nicht. Sie ist wie sie ist. Darum habe ich ihr auch keine Vorwürfe gemacht.. es geht ja auch nicht darum hier eine Schuldfrage zu klären..
Ich denke mir nur, das uns manchmal die Konsequenzen nicht bewusst sind..langfristig.
Und nein, ich bin nicht auf Tinder. Du darfst nicht verwechseln, dass ich in den besseren Stimmungslagen viel Quatsch erzählen kann... auch etwas was die Ex immer toll fand. Haha, klar.
Ich sitze also nun hier an der Küste und grübele...
Und weine ein wenig, weil es auch einfach schade ist, was da passiert ist.
Das blödeste ist irgendwo, das ich mein Kind so wenig bei mir hab. Ich hoffe sie wird mir das verzeihen wenn sie es versteht. Vor allem dass das alles nichts mit ihr zu tun hat. Sie ist das beste auf dieser Welt..und braucht einen stabilen und gut gelaunten Papa. Nicht den Jammerlappen.
Und ja, ich möchte meine Anteile sehen und verstehen. Zumindest die praktischen und beeinflussbaren... gegen ihre und meine Muster haben wir keine Chance gehabt. Und gegen Gefühle kann ich nicht kämpfen.
Vielleicht war es nicht mehr aufregend genug mit mir. Zumindest außerhalb des Betts. Vielleicht war es zu öde, nach Möbeln zu schauen...die Wohnung einzurichten. Ein Kind zu zeugen. Ich weiß es einfach nicht.
Der Widerspruch in ihr..der hallt so sehr nach. Erst Kinderwunsch..Familie..und quasi ein Satz später..alles zu kompliziert. Da will sie unabhängig sein und reisen..
Wie stellt sie sich das alles vor?
Trotz meiner emotionalen Abhängigkeit, die mir jetzt auf die Füße fällt, so war ich in der Beziehung anders. Nicht bedürftig..ich hab sie geneckt und geärgert, so wie es unser Ding eben war..hab meine Meinung gehabt. Wenn sie etwas wollte hab ich manchmal bewusst dagegen gesprochen, es mir aber gemerkt und sie hat es dennoch bekommen. Einfach damit ich wenigstens manchmal das Gefühl hatte auch ein Ruder zu haben..
Das Innere Kind..hat irgendwann in der Beziehung die Angst sie zu verlieren (wir haben oft darüber gesprochen, das wir uns nicht verlieren dürfen) abgelegt. Spätestens als wir die Verhütung Aufgaben..weil meine Antwort auf ihre Frage war, was wäre wenn sie schwanger werden würde: Du wirst das dann wunderbar machen und eine fantastische Mutter sein, wir schaffen das..
Das Kind in mir ist verspielt gewesen in der Beziehung...sie mochte das so gut leiden. Und nun, ist es einfach traurig und trotzig.
Das ist es was ich sehe wenn ich in mich reingucke. Neid. Eifersucht. Weil da nun jemand ist, der etwas bekommt für das ich lange gekämpft habe...für das ich viel aufgab.
Mein inneres Kind ist neidisch. Eifersüchtig und trotzig. Es möchte direkt jemand neues haben. Besseres...
Aber das geht nicht. Ich möchte nicht vergleichen.. ich möchte jemand wirklich interessantes kennen lernen und offen sein. Ohne Ersatz zu suchen. Ohne wehmütig zu sein. Ich möchte frei sein, jemandem mein Herz zu schenken. Zu vertrauen..mein inneres Kind wieder spielen lassen..ohne Angst.
Es gibt mit Sicherheit viele Damen da draußen, die sich freuen würden mich als Partner zu haben...und die es zu schätzen wissen..die reden bevor es zu spät ist.
Ich habe diese Frau sehr sehr geliebt. Ich weiß aber grad nicht...ob es jetzt sie ist, die ich vermisse. Oder die Dinge. Das Leben. Die Eigenschaften von ihr..kann ich schlecht beschreiben..
Es hätte so gut werden können. Und das ist schade. Einfach schade.
Vermutlich habt ihr recht damit, das sie und ich uns zu ähnlich sind. Innen. Wie auch außen. Innen hat dazu beigetragen das es nicht funktioniert hat.
Und außen macht es jetzt so schwer, weil ich jemanden verloren hab, der meinen Vorstellungen so entsprach..wie ich mir eine Frau eben vorstelle.