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Verlassen worden - was nun, unendlicher Liebeskummer

Klaus0808

Klaus0808

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Schon wieder ein Neuer!
Für mich ist die Situation noch ganz frisch. Ich war 22 Jahre verheiratet und wie ich dachte glücklich, mir meiner Sache sicher, und dann an einem Wochenende war sie weg(Fanta4). Vor lauter grübeln kann man keinen klaren Gedanken mehr fassen, sich auf nichts kontrollieren. Ich dachte immer ich wär ein ganzer Mann und was passierte, ich habe geheult wie ein Schlosshund. Dann kam die Wut, was hast du bloß falsch gemacht, welche Situation war ausschlaggebend. Soviel Fragen, so wenig Antworten.
Wie geht es jetzt weiter? Habe das Internet durch forscht, gab es dort Hilfe. Leider auf Ex zurück Strategie herein gefallen, aber dadurch bin ich hier gelandet.
Es tut gut, wenn man sich alles von der Seele schreiben kann und dann auch noch ein paar nette Worte von euch gesagt bekommt.
Bin jetzt angefangen mit der Methode Ablenkung , mache alles das was liegen geblieben ist, gehe jetzt ins Fitnessstudio.
Aber der Schmerz kommt immer wieder, genau dann wenn man ihn nicht braucht. Bin meistens traurig, grübele und schlafe sehr schlecht, wenn viel wird 4 Stunden.
Heute ist Hochzeitstag, nochmal emotional heftiger.
Ich weiß ich bin nicht der erste, noch der letzte dem das passiert ist, aber ich fühle mich als der einsamste Mensch auf dieser Welt.
Sich in den Finger zu schneiden ist angenehmer als Trennungsschmerz,
So jetzt erstmal genug geschrieben, freu mich auf eure Kommentare.
Gruß

13.06.2018 18:16 • x 1 #1


Löwenherz4


Hallo Klaus,

joh.......am Anfang ist echt richtig schwer.

Eigentlich machst du alles richtig......erst mal ablenken und Sport.
Schlechter bis gar kein Schlaf ist normal.

Hast du Kumpels und Familie zum reden? Meine mussten her halten, bis das Blut aus deren Ohren lief.

Ich weiß ja nicht wie eure Situation jetzt aktuell ist......Wohnungsmäßig? Finanziell? Kinder?

Schreib doch einfach mal mehr......wenn du magst.

Ansonsten hilft nur die Zeit. Und aushalten. Es wird besser.
Kopf hoch.

13.06.2018 18:43 • x 6 #2



Verlassen worden - was nun, unendlicher Liebeskummer

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Klaus0808

Klaus0808


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Hallo Löwenherz
Danke fürs Mut machen.
Die Kinder sind groß und aus dem Haus.
Apropo Haus, da müssen wir uns noch einigen.
Es ist so, das Sie in weiter Ferne arbeitet und sonst auch nur am Wochenende kommt. Sie will aber noch ein paar Wochenenden hier übernachten, bis wir alles geregelt haben. Wird bestimmt eine schwere Zeit. Ich hoffe ich kann das gut verarbeiten.
Jetzt mal zu dir. Du hast geschrieben das es irgendwann besser wird, welche Erfahrungen hast du da gemacht, so zeitmässig und wie hast du das geschafft.
Wir sind ja ungefähr gleich alt, hast du dich nochmal total umgekrempelt oder wie ist es abgelaufen.
Liebe Grüße

13.06.2018 19:16 • x 1 #3


Anis17

Anis17


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Willkommen hier, auch wenn der Anlass traurig ist.

Das kannst Du aushalten, wenn sie noch einige Wochenenden bei Dir übernachten will, bis alles geregelt ist? Das wird Dich wahrscheinlich immer wieder zurückwerfen, wenn Du gerade etwas stabiler geworden bist. Gibt es da die Möglichkeit, dass Du an den entsprechenden Wochenenden dann nicht da bist bzw. zumindest woanders übernachten kannst?

Hat sie jemanden Neues am neuen Wohnort kennen gelernt?

Und Löwenherz hat Recht: es wird besser! Natürlich. Wann das bei jedem Einzelnen soweit ist, kann man pauschal nicht sagen. Das kommt immer auf die Umstände an, wie die Trennung abgelaufen ist und wie die Beziehung vorher war, aber das kannst Du Dir sicher auch selbst denken. Außerdem ist es eine Sache der Persönlichkeit: eher der Analytiker oder Gefühlsmensch. Auf jeden Fall sind die ersten Wochen schlimm und Deine Strategie des Sports und der Ablenkung sind eine gute Herangehensweise. Aber gönne Dir auch die Zeit, einfach auf dem Sofa zu sitzen und die Wand anzuglotzen. Das gehört dazu.

Edit:
Ex zurück Strategie - hast du ja auch selbst bereits bemerkt - ist egtl Quatsch. Die aber überall empfohlene Kontakt Sperre ist eine sehr gute Möglichkeit, sich neu zu sortieren und sich selbst zu schützen: vor Fehlinterpretationen von Nachrichten, vor falschen Hoffnungen, vor der Warterei auf Nachrichten, die nicht kommen, um den Abstand zu bekommen, den man benötigt, um sich auf ein neues Leben einzustellen und sich darin einzurichten.

13.06.2018 19:33 • x 6 #4


Löwenherz4


Ich musste mich noch mal umkrempeln. Die Lebensplanung war anders gedacht.

Die Verarbeitungszeit ist so unterschiedlich wie die Menschen und die Vorgeschichte.
Mich hat es eiskalt erwischt und ich konnte mich gar nicht drauf vorbereiten.

Der ein oder andere weiß wohl, wohin die Reise geht......und kann sich vorbereiten.

Tja....was soll ich sagen......das erste Jahr war hart.

Ich möchte dir trotzdem Mut machen.

Mach mal deinen Sport weiter und geh mal neue Wege........ich hab mir immer so kleine Mutproben gestellt......

Man verliert ja nicht nur seinen Partner sondern unter Umständen auch einen Freundeskreis.

Ich habe mich mittlerweile ganz neu orientiert. Mache viel allein und genieße das und die neuen Bekanntschaften.
Aber die ganz große Stütze bleibt und ist die eigene Familie.

13.06.2018 19:44 • x 7 #5


Anis17

Anis17


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Das kann ich auch beatätigen: Ich habe in den Monaten seit der Trennung so viele neue tolle Leute kennen gelernt, mache völlig andere Sachen als vorher ... man krempelt sein Leben gezwungener Maßen um, wenn man sich neu einrichten muss.

13.06.2018 19:48 • x 4 #6


Klaus0808

Klaus0808


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Altersmässig wird es aber langsam eng mit dem Neustart.
Man war ja schon angekommen und hat sich eingerichtet.
Und jetzt alles auf neu, ist schon ein ganz schöner Kraftakt.

13.06.2018 19:58 • x 3 #7


Anis17

Anis17


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Äh ... entschuldige? was ist das denn für eine Panik? Wer sagt denn, dass Du nicht noch weitere feine 30 Jahre vor Dir hast? Klar war Dein Leben eingerichtet und Dir wurde der Boden jetzt weg gezogen, aber das heißt ja nicht, dass es jetzt zu Ende ist. Es wird anders ... Vielleicht sogar besser?

13.06.2018 20:03 • x 4 #8


Sabine

Sabine


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hierzu sagt Hesse

Zitat:
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.


Und man mag es glauben oder auch nicht. Selbst nach 30 Jahren, Kinder aus dem Haus, Enkelkinder finden sich ein. Und wir mussten unser Leben total umkrempeln. Sich auch in einer Ehe immer wieder neu zu erfinden . . . Eingetretene Pfade verlassen. Das sollten wir öfter tun, alles auf den Prüfstand stellen, bevor einer davon läuft.

13.06.2018 20:06 • x 1 #9


Löwenherz4


Ja. Das kann ich sehr gut verstehen. Diese Gedanken gingen mir auch durch den Kopf.
Bis heute noch.

Ich bin jetzt zwei Jahre Single. Vielleicht bleibt das auch so.......ich weiß es nicht.
Aber ich versuche trotzdem das Beste draus zu machen.

Das Leben ist schön......auch ohne Partner.

Ich gebe zu, mir fehlt ein Mensch zum anlehnen, kuscheln, usw, streiten, versöhnen und was weiß ich alles.
Aber ich kann und will ihn nicht herbei zaubern.

Deine Baustelle ist aber noch eine andere.......regel erst mal deine "Sachen".....Wohnverhältnisse, evtl. Neugestaltung der Wohnung, den ganz normalen Alltag.
Du wirst das schaffen.

Erst mal die Trennung realisieren.

Die Mischung liegt zwischen Ablenkung und zulassen des Verlustes.

13.06.2018 20:11 • x 3 #10


Klaus0808

Klaus0808


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Ich liebe Geborgenheit und das Gefühl geliebt zu werden.
Meine Frau hat mich damals aus dem Singleleben nach meiner ersten Ehe befreit. Single fand ich damals schon nicht gut. Man kommt immer alleine nach Hause.
Jetzt hatte ich mein Wohlfühlklima fast 24 Jahre lang und muss jetzt nochmal Sonhle üben.
Ich weiß ihr sagt jetzt bestimmt Man muss es so nehmen wie es kommt, aber trotzdem nicht schön.

13.06.2018 20:21 • x 1 #11


Löwenherz4


Zitat von Klaus0808:
aber trotzdem nicht schön.

Nein! Da gibt es auch nichts schön zu reden.

Lass die Trauer zu aber versinke nicht zu tief darin.
Und nochmal........es bleibt nicht so. Es wird besser.

13.06.2018 20:27 • x 3 #12


Sabine

Sabine


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Warum machst du dein Glück davon abhängig? Warum machst du dein Leben von einem anderen Menschen abhängig? Meist denken genau so eigentlich Frauen, also so sehr viel öfter.

Nach dem unsere Kinder aus dem Haus waren und ich nicht mehr arbeiten konnte, tat ich genau das. Ich machte meinen Mann für mein Glück verantwortlich. Das erdrückt auf der anderen Seite. . . .

13.06.2018 20:29 • x 2 #13


Anis17

Anis17


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Zitat von Klaus0808:
Ich liebe Geborgenheit und das Gefühl geliebt zu werden.
Meine Frau hat mich damals aus dem Singleleben nach meiner ersten Ehe befreit. Single fand ich damals schon nicht gut. Man kommt immer alleine nach Hause.
Jetzt hatte ich mein Wohlfühlklima fast 24 Jahre lang und muss jetzt nochmal Sonhle üben.
Ich weiß ihr sagt jetzt bestimmt Man muss es so nehmen wie es kommt, aber trotzdem nicht schön.


Also ich finde das durchaus verständlich. Heißt ja nicht, dass man abhängig ist davon, aber zu zweit macht es doch mehr Spaß und geborgen und geliebt zu werden ist doch toll. Sehe ich nicht als Druck an. Aber zunächst musst du eben jetzt erst mal durch das Tal durch. Mach bloß nicht den Fehler und lass Dich ratz fatz auf was Neues ein, nur damit da wieder jemand ist.

13.06.2018 20:34 • x 2 #14


Klaus0808

Klaus0808


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Was Neues zu finden ist nicht einfach, wenn man vergleicht.
Als mein geliebter Jack Rüssel Rüde nach 17,5 Jahren gestorben ist, habe ich auch es gibt keinen neuen, der arme müsste immer das leisten was sein Vorgänger gebracht hat.
Und eine Frau hasst nichts mehr als mit der Vorgängerin verglichen zu werden, oder das Gejammer des Ymanmes anzuhören.
Also erstmal das verhasste Singleleben üben.
Gruß

13.06.2018 20:43 • #15



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