Zitat von Brightness2: Starker Tobak. Für eure Tochter. Das kleine Mädchen, das die gleichberechtigte Sorge beider Eltern bis dato genießen durfte, bleibt als "Trostpflaster" bei der Mama. Sie kann noch nicht für sich selbst einstehen. So geht meine Frage an dich, findest du das wirklich fair? Die Kinder sollten niemals als Halt der Eltern in Krisensituationen "gehandelt" werden. Du bürdest damit dem Kind eine ungeheure Last auf.
Nein, euer Mädchen ist kein kalkulierbarer oder schiebbarer "Faktor" in eurem Leben. Sie ist ein kleiner Mensch, der völlig abhängig ist von den Entscheidungen seiner Eltern. Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind entscheidend für die Prägung des Urvertrauens. Lass dich bitte professionell beraten, was es mit der Kleinen macht, wenn eine der wichtigsten Bezugspersonen ganz plötzlich aus dem nahen Leben verschwindet.
Jetzt kommen dann auch konstruktive Vorschläge. Um das ganze Hin- und Her zu beenden und um die klar zu werden, was du wirklich willst und wo du stehst, such dir zunächst eine eigene Übergangs-Wohnung in der Nähe eurer Tochter, das kann auch eine Ferienwohnung sein, in der genug Platz für die kleine Maus ist. Mach dir und deiner Frau blitz-blanke-klar, dass Töchterlein keine Verhandlungsmasse in euren Beziehungskonflikten ist. Hilfreich ist oft eine Paarberatung, die bei Bedarf auch eine Trennung moderieren kann. Ideal scheint in eurer Konstellation ein Wechselmodell zu sein, wie Ihr das dann finanziell löst, besprichst du mit deiner Frau. Gleichzeitig kannst du dir auch ein paar Stunden Einzelberatung gönnen, um für dich dein innerliches Chaos und die Interessenskonflikte aufzulösen. Also erst einmal raus aus diesem Taumel an Hin und Her, so dass Ihr alle erst einmal zur Ruhe kommen könnt.
👍👍👍👍👍Bester Beitrag! Danke dafür!
M.E. geht es hier gar nicht so sehr um die Beziehung, die nie wirklich von Leidenschaft geprägt war und um die Frage ob neue Beziehung oder nicht.
Diese Entscheidung scheint ja längst gefallen.
Es geht um die kleine Tochter.
Das ist ja auch das größte Problem des TE: er wollte die neue Beziehung, aber er vermisst sein Kind.
Dafür eine Lösung zu finden, wäre wohl der Knackpunkt.
Lieber TE - warum nimmst du das Kind nicht größtenteils mit zu dir, wenn du die Hauptbezugsperson bist..?!
Für kleine Kinder ist es nicht einfach, einfach von heute auf morgen die Hauptbezugsperson zu wechseln.
Kann man machen, wenn es nicht anders geht. Aber wirklich gut ist es nicht.
Ich schließe mich daher an: lasst euch bitte umfassend beraten, was eure Tochter betrifft!
Die pschische Gesundheit eures Kindes sollte jetzt das wichtigste sein - mit der Beziehung hast du doch längst abgeschlossen und die neue Beziehung kannst du ja führen, wenn du das willst.
Aber euer Kind ist jetzt in einer besonders vulnerablen Position und ihr solltet alles dafür tun, dass eure Kleine diese schwierige Situation unbeschadet übersteht.