zeppelin
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Problem Nr. 1 war, dass wir fast 2 Autostunden entfernt wohnen und nach den ersten drei Monaten schon die ersten Alltagsprobleme da waren. Ich hätte sie gern mal bei privaten Partys dabei gehabt aber sie hatte meist keine Zeit. Sie arbeitet auch an einem Samstag in der Firma und irgendwie vereinnahmten sie tausend Dinge, Hobbys, Familienbetrieb (wo sie arbeitet). Sie kann dort nicht wegziehen, ich bin auch hier verbeamtet und ehrlich gesagt ist das ganze viel zu instabil, um eine Existenz aufzugeben.
Nach zwei Monaten stellte ich das ganze in Frage. Sie nicht, sie war sicherlich auch nicht zufrieden, aber dadurch dass sie viel um die Ohren hat, kam sie weniger zum nachdenken als ich. Also für sie wäre auch ein Partner vor Ort nicht häufiger Zeit da gewesen, es war faktisch fast egal ob ich hier oder bei ihr wohnte. Sie war ja auch dort ständig unterwegs irgendwo.
Wir trennten uns, als sie über Weihnachten dann auch nicht bei mir sein konnte, sondern mit irgendwelchen Freundinnen auf Ibiza war. Das fand ich dermaßen enttäuschend, dass ich einen Schlussstrich gezogen habe.
Interessanterweise kamen wir im April wieder zusammen, keine Ahnung wie es dazu kam, wir telefonierten wieder oft, es war toll. Doch jedes Treffen seit her endete im Stress, Streit und Chaos. ich merkte, ich war mit wirklich allem - wirklich allem - unzufrieden.
Ich packte Dinge auf den Tisch, da war einfach alles Mist. Der Sex war mir zu wenig, viel zu wenig und zu vorhersehbar, sie zu inaktiv insgesamt, sowieso weiterhin das Zeitproblem und so vieles mehr. Plötzlich erwischte ich mich selber dabei, dass mir plötzlich nichts mehr passte und sie merkte das natürlich.
ich habe bis heute keine Ahnung, wie es dazu kam, dass mir bei ihr plötzlich nichts mehr passte. Und ich dennoch so sehr an ihr hing, an ihrer Art, ihrem Wesen, was mich nach wie vor begeisterte. Doch jedesmal wenn sie da war, verletzte ich sie zutiefst, mache die schönen Momente zu nichte.
Meiner eigenen Analyse nach muss das daher kommen, dass ich unzufrieden bin mit der Zukunft, denn es dreht sich immer so weiter. Ja - von ihr kamen wirklich viele viele Zeichen dafür dass sie es besser und anders machen will. Doch glaubt nicht mehr an echte veränderungen, nicht nach einem Jahr und davon einem halben auf absoluter Sparflamme.
Ich bin mir derzeit nicht sicher, ob ich meine Unzufriedenheit einfach mal wegpacken muss und ihr Zeit für konstante Veränderung geben soll oder ob die Unzufriedenheit eigentlich mein wahres Inneres ist, das mir signalisiert, dass dieser Zweitversuch eigentlich auch keinerlei Sinn macht. ......
Klar ist, wir werden nie eine "normale" Beziehung führen so wie alle anderen, dazu hat sie zu wenig Zeit und wir sind jeweils zu ortsgebunden. Klar ist auch, dass wir uns dermaßen gern haben und auch gegenseitig anziehen.......ich will sie keinesfalls verlieren.
Bin für Denkanstöße dankbar.
