Zitat von Plentysweet: Die Kernfrage der TE war ja eigentlich auch eine andere als das, was wir hier gerade diskutieren. Ich denke, es streitet keiner ab, dass diese Störungen sehr schlimm und zerstörerisch sein können.
Frida hatte ja aber eher die Theorie aufgestellt, daß es ihr erscheint, daß es sehr gehäuft vorkommt, daß Leute so benannt werden.
Ja, es kommt immer häufiger vor, dass destruktiv manipulativ handelnde Menschen als Narzissten bezeichnet werden. Ich denke, dass das darin begründet ist, dass wir einfacher an Informationen über dieses Thema gelangen und eben
nicht so blöd sind, diese Informationen sinnvoll zu verarbeiten. Die aus meiner Sicht positive Folge ist, dass zerstörerischer Narzissmus mittlerweile nicht mehr als Tabuthema angesehen wird. Ich begrüße das sehr.
In meiner Kindheit und Jugendzeit habe ich Erfahrungen mit narzisstischen Elternteilen (eigenen und den von Freundinnen) gemacht, die früher nicht so eingeordnet wurden. Statt dessen haben die hilflosen Familienangehörigen sich dem "Narzissten" untergeordnet und sich selbst die Schuld für Unstimmigkeiten und seelischen oder physischen Verletzungen gegeben. Den Kindern wurde eine Normalisierung von toxischen Beziehungen vorgelebt und Schuldgefühle eingeimpft, sofern sie kein Verständnis für die befremdlich anmutenden tyrannischen Launen dieser Menschen aufbrachten. Das Resultat ist Beziehungsangst und Bindungsvermeidung im Erwachsenenalter. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.
Zitat von Frida3lisa: ich meine wie gesagt nicht die Berichte von Menschen, die massiv unter der Diagnose des Expartners gelitten habe, sondern das pauschal unangebrachte Laien-Diagnostizieren, auch von Außenstehenden. Das sind zwei paar Schuhe.
Magst du dazu mal Beispiele bringen? Wer verurteilt pauschal? Hier im Forum geht es doch immer um individuelle Einzelschicksale.
Ich verstehe gerade nicht, warum es besser ist, jemanden als A. zu bezeichnen.
🤔