Zitat von H-Moll: Dann liest du nochmal genau den Threadtitel und den Eingangspost von @Frida3lisa . Da erklärt sie dezidiert und sehr genau, worum es ihr bei diesem Thema geht.
Mach ich:
⬇ Zitat von Frida3lisa: jeder Mensch mit geringen Sozial- oder Beziehungsfähigkeiten wird als narzisstisch oder auch als ",Borderliner" bezeichnet, was so als Ausdruck bei vielen Betroffenen eher nicht so gut ankommt. Sind sie nicht erstmal Mensch?
Ich kann
nicht feststellen, dass
jeder Mensch mit geringen Sozial- oder Beziehungsfähigkeiten als narzisstisch oder als Borderliner bezeichnet wird. Ich würde Narzissmus und Borderliner auch nicht gleichsetzen. Zum Thema Borderliner kann ich nichts sagen, da ich niemanden kenne, der diese Diagnose von einem Arzt erhalten hat. Ich kenne auch niemanden, bei dem ich vermuten würde, dass er Borderliner ist. Allerdings halte ich es für menschlich nachvollziehbar, wenn jemand mit einem diagnostizierten Borderliner eine Beziehung hat/hatte, dass er dann von seinen Erfahrungen mit diesem Menschen berichtet, gerade hier im Forum. Ich lese solche Erfahrungsberichte mit Interesse und staune, wie so mancher Mann ( meistens sind es Männer, deren Partnerinnen Borderliner sind) das aushalten konnte. Ich verstehe aber mittlerweile die süchtig machenden Mechanismen, die da wohl mit ins Spiel kommen, seit ich mich ein bisschen mit dieser Thematik beschäftigt habe.
Und ja, sie sind erstmal Mensch.
Zitat von Frida3lisa: Hier im Forum wird häufig und gerne diese Diagnosen gestellt, von Laien
Zitat von Frida3lisa: Warum brauchen Menschen küchenpsychologisches Beurteilen, wieso ist es leichter eine Trennung aufgrund einer angeblichen Persönlichkeitsstörung zu verkraften? Wie viel pseudo Expertenwissen hier zu finden ist, selten erzählen Betroffene selbst, was schade ist.
Ich habe nicht den Eindruck, dass hier im Forum Laien ernsthaft Diagnosen erstellen. Ich nehme solche vermeintlichen Diagnosen als zum Ausdruck gebrachte Vermutungen wahr und halte es für legitim, diese zu äußern, insbesondere in einem anonymen Forum. Wenn ich jemanden im realen Leben niesen oder husten höre, vermute ich beispielsweise, dass derjenige eine Erkältung hat. Oder bei Halsschmerzen eine Mandelentzündung. Manchmal sage ich das auch. Eine fachmännische Diagnose ist das dann nicht, obwohl man das schon so verstehen könnte. Eher pseudo Expertenwissen.
😉 Dass es
leichter ist, eine Trennung aufgrund einer angeblichen Persönlichkeitsstörung zu verkraften, wage ich zu bezweifeln.
Dieses
Verstehenwollen und das Bedürfnis, verstanden zu werden, kann ich allerdings nachvollziehen und sind aus meiner Sicht ua. Gründe, warum verzweifelte Menschen hier aufschlagen und ihre Geschichten, ihre "Analysen" und Erfahrungsberichte zum Besten geben. Mir geht es so.
Meine Sichtweise "Warum Menschen ( insbesondere ich
🙂 ) küchenpsychologisches Beurteilen brauchen", habe ich schon in einem Post dargelegt. Auch wenn ich vom "Borderline-Thema" nicht betroffen bin, so habe ich mittlerweile zumindest küchenpsychologisches Wissen darüber und jetzt zumindest eine Ahnung, was Ex-Partner von Borderlinern durchgemacht haben müssen. Ohne das Lesen hier wäre ich wohl immer noch ziemlich ahnungslos.
Ich würde auch gern von Betroffenen selbst erfahren, wie es ist, eine diagnostizierte Borderline-Störung zu haben.
Bei Narzissten gibt es so viele Abstufungen und ein fieser Narzisst (ich glaub, ist hier im Strang ja auch schon erläutert worden) würde sich niemals als gestört oder krank wahrnehmen. Liegt wohl in der Natur der Sache. Also ist es unwahrscheinlich, dass er als Betroffener hier von sich erzählt.
Zitat von Frida3lisa: Mich interessiert sehr, wieso heute so viele Menschen vermeintlich Psychologie studiert haben
Psychologie ist ein spannendes Thema. Ich mag es, auch mal über den eigenen Themen-Tellerrand hinauszuschauen, d.h., dass ich mich voller Wissbegier mit psychologischen Themen mittels Büchern, Artikeln, Forenbeiträgen, Filmen und You-Tube-Videos auseinandersetze und schlau mache
🤓 und mich gern mit Gleichgesinnten austausche. Schließlich geht es bei dem Thema um den Menschen, also auch um mich. Von diesen Gleichgesinnten scheint es
viele zu geben. Das freut mich.
😌 Allerdings habe ich das Fach Psychologie im akademischen Sinne nicht studiert. Höchstens als Teilbereich. Das ist es doch, was du meinst mit
"vermeintlich", oder?
Zitat von Frida3lisa: Narzissten nicht per se die ekelhaftesten Wesen überhaupt.
Da kommt es wohl auf die Abstufungen an. Über narzisstische Tendenzen wurde hier ja auch schon geschrieben. Wenn ich mich so in meinem realen vergangenen und gegenwärtigen Leben umschaue, dann habe ich mich schon mit dem einen oder anderen "ekelhaften Wesen" auseinandersetzen müssen.
Danke für deinen interessanten Eingangspost, @Frida3lisa.
👍 Mir gefällt die Themenstellung und der Austausch.
😊