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Wieviel gemeinsame Zeit? Was macht eine Beziehung aus?

AnnaLena49


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Zitat von JonJames:

Ok, guck dir mal an was man einer hübschen Frau alles verzeiht. Sie kann jederzeit über Grenzen hinweggehen (selbst Fremdgehen, also über die Grenzen hinweg), trotzdem bleiben die Typen bei ihr. Sie braucht keine Termine wahrzunehmen, trotzdem verzeihen ihr die Typen das. Sie braucht sich nicht zu melden, trotzdem melden sich die Typen bei ihr.

Jetzt mal ganz ehrlich, würde das bei einer dicken auch so sein, oder erwartet man von der Dicken eher Grenzenrespekt?


JonJames,

du hast wohl einige Probleme, daher solltest du deinen eigenen Thread eröffnen. Die anderen Forumsteilnehmer helfen dir sicher gerne kompetent und einfühlsam.

Die Frau, die dich seinerzeit verlassen hat, war wohl eine selbstbewusste alleinerziehende Mutter mit Übergewicht und jetzt bist du als Alpha Männchen zutiefst gefrustet und haust auf alle Single Moms ein, die ihr Leben alleine stemmen können.

Mache dir nichts draus, wir alle lernen hier unsere Lektionen auf Erden.

Und deine Ansichten sind sicher nicht das, was hier in dieser Welt real ist.

Ich hatte nie Kinder, war immer finanziell sehr gut gestellt und trotzdem haben alle Freundinnen, die alleinerziehend waren und finanziell immer zu kämpfen hatten viel mehr Chancen bei den Männern als ich sie je hatte.

Aber durch dich habe ich ja gelernt, dass es wohl auf Schönheit ankommt....und man sich dann alles erlauben kann....

aber vielleicht hatte ich auch einfach Pech und alle Männer, die mir begegneten, waren zu schüchtern, um auf mich zuzugehen...Hypothesen gibt es ja viele....

ach ja, du schreibst ja, dass die dicken keine Chancen haben....dann war das wohl der Grund....ich bin einfach zu fett und deshalb dürfen die Männer mit mir machen was sie wollen .

Du bist echt ein Fachmann. Ohne dich wäre das Forum wirklich schlecht dran....


@tina
Bin genau deiner Meinung

14.02.2020 10:16 • x 2 #46


tina1955


Der Mann fegt hier durch mehrere Threads gleichzeitig und gibt Antworten, die total seine negative und beleidigende Denkweise zum Leben zum Ausdruck bringen.

Er braucht vielleicht Hilfe und weiß nicht, wie er einen eigenen Thread eröffnen kann.

14.02.2020 10:26 • #47



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Gast1201


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Ich versuche es nochmal, meine beiden geschriebenen Kommentare hat es irgendwie nicht gesendet?! Sind auf jedenfall nicht zu sehen...

Zitat von Frank-und-frei:
Es ergibt einfach keinen Sinn, Anforderungen an andere Menschen zu stellen, von denen man weiß oder ahnt, dass sie den Empfänger massiv überfordern.
Was soll denn dabei herauskommen? Entweder er lehnt offen ab, oder er stimmt vordergründig zu, obwohl er ahnt, dass er am Ende nicht liefern kann. Letzteres wird dann als passiv-aggressives Verhalten ausgelegt.

Respekt beginnt mit dem Respekt vor den Defiziten des Partners. Wenn Du seine Defizite nicht respektieren kannst, ohne Deine eigenen Bedürfnisse zu verleugnen, dann ist das ein Problem, für das ich keine Lösung sehe, denn Augenhöhe lässt sich ja nicht erzwingen. Nur mal als Beispiel: Wenn Dein Partner einen IQ von 75 besitzt, während Du selbst einen IQ von 125 besitzt, dann werdet ihr euch in kongnitiver Hinsicht niemals auf Augenhöhe befinden, egal wie sehr ihr euch bemüht. Derartig unterschiedliche Voraussetzungen lassen sich einfach nicht kaschieren, man kann sie höchstens akzeptieren. Aber so wie ich Dich verstehe, kannst und willst Du das nicht akzeptieren.


Danke für deine Einschätzung und du hast wirklich recht damit.
Ich fordere von ihm Dinge, die für ihn nicht gehen, oder eben aktuell noch nicht, warum auch immer das so ist. Er fühlt sich unter Druck gesetzt und weiß auch nicht so recht, fühlt sich als müsste er jetzt für sich etwas erzwingen, nur dass es irgendwie zwischen uns funktioniert. Aber so geht es für uns beide nicht. Wir müssen uns beide verstellen oder unsere Einstellungen/Sichtweisen zum führen einer Beziehung verbiegen.
Ich glaube daher, dass es einfach nicht mehr darum geht, dass ich es nicht akzeptieren will, sondern es viel eher einfach nicht mehr kann. Wir führen diese Diskussion schon sehr lange und irgendwann ist bei jedem der Ofen mal aus und irgendwann geht es zu Lasten des eigenen befindens. Das kann es ja so nicht sein, für keinen von uns beiden. Dabei sei dahingestellt aus welchen Beweggründen heraus das passiert. Warum jeder für sich ein anderes befinden hat. Es ist so und dass ist ja am Ende auch gut so, dass wir alle unterschiedlich sind.
Und natürlich geht es auch darum die Schwächen des partners zu akzeptieren und zu respektieren, aber darüberhinaus sollten die grundlegenden einstellungen zum führen einer Beziehung übereinstimmen.

14.02.2020 10:51 • x 2 #48


Gast1201


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Zitat von lindycoll:
Stell dir ein skizziertes Haus vor, in jeder Etage ein Teil von dir was dich ausfüllt ( Beruf, Hobby, Muttersein, Freunde, Gesundheit, Partnerschaft) in deinem Mehretagenhaus stehen die meisten Etagen leer da du nur 2 ( muttersein, partnerschaft) ausgestattet hast, wobei auch die Etage Partnerschaft mit jemanden gefüllt ist , der nur Wochenendpendler ist und auch die Etage die meiste Zeit leer steht. Dein Haus ist fast leer. Stell dir vor das Haus wäre rappelvoll , mit Dingen die nur dich erfüllen. Du wärst sehr viel stabiler und würdest eine solche Partnerschaft gar nicht erst brauchen und eingehen. Es ist kein Wunder dass du bei der Vorstellung dass er nicht mehr da sein würde, Angst hast. Denn dann wäre fast alles leer.



Danke für diese bildliche Darstellung. Das hilft mir und damit hast du recht.
Ich arbeite gerade daran, mein haus, welches etagenweise noch in Prioritäten sortiert werden muss, zu befüllen. Zum Teil ist es das schon, aber das geht noch besser.
Die ganze Situation mit meinem Freund hat mir dir Augen geöffnet und gezeigt, dass es noch mehr im Leben gibt, als das.
Dazu muss ich mich jetzt aber erst mal schön aus meiner Komfortzone heraus ziehen und die Bequemlichkeit besiegen. An Hobbys und Freundschaften bin ich dran und alles andere wird sich dann hoffentlich von selbst ergeben.

Nur schade, dass es mit ihm nicht absehbar war, dass es so kommt. Das ist traurig, ärgerlich und natürlich habe ich immer noch Angst vor dem was kommt.
Da heißt es wohl ab jetzt a...backen zusammenkneifen und los geht's und das beste daraus machen...

14.02.2020 11:02 • x 2 #49


Woelkeline


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@jonjames: bitte nimm Deine Tabletten

Und liebe TE,
ich möchte Dir meine Antwort auf Deine T-Überschrift schreiben. Wieviel gemeinsame Zeit hängt ja von den Partnern ab. Manche glucken 24/7 zusammen, andere sehen sich in der Woche gar nicht und nur am Wochenende. Vermutlich gibt es da in vielen Partnerschaften unterschiedliche Ansichten und Wünsche. Für mich macht eine Beziehung aus, dass man eben einen Kompromiss findet. Wenn ich weiß, dass meinem Partner etwas sehr wichtig ist, worauf ich vielleicht gar nicht so großen Wert lege, dann versuche ich auf jeden Fall auf ihn zuzugehen und das anzubieten, was ich anbieten kann.

Mir hat in früheren Partnerschaften oft dieses "Dir zu liebe" gefehlt. Mal ins Kino gehen, auch wenn man nicht so große Lust hat, aber weil der Partner den Film so gerne sehen möchte. Mal mit auf den Familiengeburtstag, ja, auch wenn die anstrengend sind.

In Deinem Fall könnte das bedeuten, dass Dein Freund Dir anbietet, ihr macht den Kurzurlaub, aber er kann eben nix vorbereiten, weil er viel Stress hat. Oder: ja, er kommt am Wochenende, aber kannst Du bitte schon mal einkaufen, dann wird es nicht so hektisch.

Frank-und frei hat schon auch recht mit dem Respekt vor den Defiziten. Aber ich finde, man kann eben auch dran arbeiten wenn einem der andere wichtig ist. Bei Deinem Freund habe ich den Eindruck, dass er sich darauf auch ein bisschen ausruht, nach dem Motto: kann ich nicht, will ich nicht, mach ich nicht.

Ich glaube, da bleibst Du auf der Strecke. Oder Du passt Dich eben an und lebst damit. Aber zu einer Beziehung gehört schon ein bisschen mehr. Und man kann auch nicht immer alles zerreden und wieder und wieder durchkauen. Irgendwann muss dann auch mal was passieren.

14.02.2020 11:11 • x 3 #50


Gast1201


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Liebe Woelkeline,
du sprichst mir gerade aus der Seele. Es geht für mich in der Beziehung auch um gegenseitiges geben und nehmen. Du hast es treffend formuliert. Gerade mit den Dingen, die wir vielleicht nicht mal so gern tun, aber es aus Liebe zum anderen, dann doch.
Wenn dann vom anderen in der Richtung nicht viel passiert, dann bekommt man schnell das gefühl, mehr zu geben als der andere.
Zumal ich ihm das jetzt vor kurzen erst so gesagt habe, als es um einen gemeinsamen Ausflug ging. Ich meine, ich muss nicht zwingend immer alles zusammen machen, aber das dann permanent ausreden kommen, weil ihm dieses oder jenes jetzt daran nicht passt, dann frage ich mich schon, ob das jemals zusammen passen wird.
Letztlich denke ich schon, dass wir beide über gewisse Defizite hinwegschauen können, diese akzeptieren, aber das grundlegende muss eben passen.
Und wie du sagst, immer wieder die Dinge zu zerreden ohne das was passiert, zerrüttet die ganze Beziehung.
Aus "ich weiß, ich verstehe" erwachsen zumindest hier keine Änderungen.

Wobei ich dann eben wieder auf den Kommentar von Frank-und-frei zurück komme, der schrieb,
Zitat von Frank-und-frei:
Es ergibt einfach keinen Sinn, Anforderungen an andere Menschen zu stellen, von denen man weiß oder ahnt, dass sie den Empfänger massiv überfordern.


Es ist eine verworrene Situation... Kopf und Herz sprechen hier definitiv andere Sprachen...

14.02.2020 11:33 • x 1 #51


Woelkeline


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Naja, erfahrungsgemäß zieht das Herz irgendwann nach...

Ich kann mir auch vorstellen, dass Du als alleinerziehende Mama sowieso den höheren Orga-Aufwand hast. Ich war selbst alleinerziehend (und immer auf der Suche nach dem Alpha-Männchen , Ironie off). Da plant Frau ja auch mal einen Tag oder Abend zu zweit, sucht eine Betreuung für´s Kind, macht sich vielleicht hübsch. Und dann sagt der Partner ab, weil´s grad nicht passt? Hm.

Außerdem ist es ja auch kaum möglich, dass er eine Beziehung zu Deinem Kind aufbaut, wenn er nie da ist. Nicht die eines Ersatz-Papas aber doch die eines Partners an der Seite der Mutter.

Ich will Dich nicht triggern, aber bist Du eigentlich sicher, dass er in seiner 400 km entfernten Komfortzone nicht ein Doppelleben führt?

14.02.2020 12:40 • x 1 #52


Gast1201


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Zitat von Woelkeline:
Naja, erfahrungsgemäß zieht das Herz irgendwann nach...

Ich kann mir auch vorstellen, dass Du als alleinerziehende Mama sowieso den höheren Orga-Aufwand hast. Ich war selbst alleinerziehend (und immer auf der Suche nach dem Alpha-Männchen , Ironie off). Da plant Frau ja auch mal einen Tag oder Abend zu zweit, sucht eine Betreuung für´s Kind, macht sich vielleicht hübsch. Und dann sagt der Partner ab, weil´s grad nicht passt? Hm.

Außerdem ist es ja auch kaum möglich, dass er eine Beziehung zu Deinem Kind aufbaut, wenn er nie da ist. Nicht die eines Ersatz-Papas aber doch die eines Partners an der Seite der Mutter.

Ich will Dich nicht triggern, aber bist Du eigentlich sicher, dass er in seiner 400 km entfernten Komfortzone nicht ein Doppelleben führt?


Wie recht du wieder hast... Mittlerweile beziehen sich die Planungen, wenn der kleine da ist, auf den kleinen und mich und entweder er macht mit oder lässt es bleiben.
Und an den Wochenenden, an denen der kleine bei seinem Papa ist, unternehmen wir in Absprache was zusammen, wenn er Zeit hatte.

Alles gut, ich versteh die Annahme des Doppellebens. Aber da bin ich mir zu 100% sicher, dass es das nicht ist.
Soviel Vertrauen in seine Richtung ist da...

Auch wenn ich mir die Monate vor der Fernbeziehung anschaue, da haben wir uns auch unter der Woche immer mal gesehen für paar Stunden. Das war echt in Ordnung.
Irgendwie hat diese ganze Fernbeziehung alles ins wanken gebracht.
Ich weiß aktuell nicht, ob ich bis die Versetzung durch ist, was vielleicht noch 14 Tage, 3 Wochen dauert (zumindest nach seinen Aussagen), eben einfach nochmal abwarte und schaue, ob das nachher dann wieder ins alte lot rückt, ob wir danach wieder näher zueinander finden.
Ich weiß zwar für mich auch, dass ich etwas Zeit brauche um die ganzen Differenzen zu verarbeiten und immer ein gewisses argwöhnisches Auge dabei ist...
Keine Ahnung, was richtig und falsch ist.

14.02.2020 13:03 • x 1 #53


Gast1201


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An dich liebe LostGirl1 noch eine Frage zum Thema Patchwork.

Du schreibst hier das:
Zitat von LostGirl1:
Patchwork ist (zumindest bei mir) an manchen Tagen permanente Verhandlung um alle Interessen in Einklang zu bringen...


Ich denke, es ist wichtig, dass mein Partner in etwa dieselben Erziehungsansichten besitzt und das dies dann, wie du schön sagst, in Einklang miteinander gebracht wird.
Wie habt ihr das geregelt? Also quasi ab wann durfte der neue Mann an deiner seite mitreden? Ich denke schon, dass mein Kind auch auf meinen Partner hören sollte, denn sonst entstehen ja permanent Machtkämpfe. Vorallem in Situationen, wo ich eben gerade mal nicht umher bin...
Und bei 2 Sturen Charaktern, wo der kleine dann zusätzlich noch um meine Aufmerksamkeit kämpft, wird es zusehends schwierig.

14.02.2020 13:12 • x 2 #54


Woelkeline


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Du musst ja nicht alles sofort entscheiden!

Vor der Fernbeziehung unter der Woche mal für ein paar Stunden? Ich finde das wirklich wenig. Und die Fernbeziehung hat das meiner Meinung nach nicht in´s Wanken gebracht, denn da war ja schon vorher so gut wie nichts. "Nothin' from nothin' leaves nothin'"....
Ich bin auch kein Klammeräffchen, aber an Deiner Stelle hätte ich mich von Anfang an immer irgendwie zurückgewiesen gefühlt.
Aber ich schätze Dich auch so ein, dass Du das nicht ewig mitmachst und Dich über Jahre zurückstellst. Das ist auch gut so. Kompromisse: ja, aber sich selbst immer hinten anstellen: nein.

Schau halt, was so passiert die nächsten Wochen, bei ihm und bei Dir. Lieben Gruß & trotzdem schönes Wochenende

14.02.2020 15:11 • x 3 #55


LostGirl1


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Zitat von Gast1201:
Wie habt ihr das geregelt? Also quasi ab wann durfte der neue Mann an deiner seite mitreden? Ich denke schon, dass mein Kind auch auf meinen Partner hören sollte, denn sonst entstehen ja permanent Machtkämpfe.

Puh, so ganz konkret kann ich das gar nicht beantworten. Eigentlich erst so wirklich als wir schon zusammen gewohnt haben. Weil zunächstmal ist er für meine Tochter ja ein fremder Erwachsener. Mein Kind und ich sind eingespielt, kennen uns und unsere Macken und gehen entsprechend miteinander um. Sie hat sich den fremden Kerl ja nicht ausgesucht. Da kann ich auch keinen 'Gehorsam' erwarten.
Was ich immer erwartet hab ist ein gewisser Respekt im Umgang miteinander. Von allen Seiten.
Er ist ein Erwachsener, und wenn er sagt, "Wir räumen jetzt den Tisch ab", dann erwarte ich schon, dass sie hört.
Wenn er jetzt aber zB neue Bettgehzeiten aufstellen würde wollen, da würde ich mich einklinken. Letztlich bin ich die Erziehungsberechtigte von uns beiden.
Wo genau wollte er denn mitreden, und wie weit gehen Eure Vorstellungen auseinander?

Zitat von Gast1201:
wo der kleine dann zusätzlich noch um meine Aufmerksamkeit kämpft,

Ihr habt Euch doch nur recht selten gesehen, richtig? Es ist ziemlich wichtig, dem Kind immer mitzugeben, dass es das eigene Kind ist, und nichts und niemand ihm diesen Rang je streitig machen wird.
Wenn allerdings auf einmal in meiner Wohnung ein Fremder wäre, der meint, mir was zu sagen zu haben, da wär ich auch nicht gut drauf zu sprechen. So was braucht Zeit, und Verständnis für die Situation des Kindes.

14.02.2020 15:26 • x 1 #56


Gast1201


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Zitat von Woelkeline:
Du musst ja nicht alles sofort entscheiden!

Vor der Fernbeziehung unter der Woche mal für ein paar Stunden? Ich finde das wirklich wenig. Und die Fernbeziehung hat das meiner Meinung nach nicht in´s Wanken gebracht, denn da war ja schon vorher so gut wie nichts. "Nothin' from nothin' leaves nothin'"....
Ich bin auch kein Klammeräffchen, aber an Deiner Stelle hätte ich mich von Anfang an immer irgendwie zurückgewiesen gefühlt.
Aber ich schätze Dich auch so ein, dass Du das nicht ewig mitmachst und Dich über Jahre zurückstellst. Das ist auch gut so. Kompromisse: ja, aber sich selbst immer hinten anstellen: nein.

Schau halt, was so passiert die nächsten Wochen, bei ihm und bei Dir. Lieben Gruß & trotzdem schönes Wochenende


Kennen wir uns?

Dank deiner Einschätzung und der neutralen Sicht muss ich mir eingestehen, dass es auch vor der fernbeziehung nicht alles toll war und ich mich schon irgendwie immer hinten angestellt fühlte. Er führt eben schon immer ein komplett selbst bestimmtes Leben und hat eben andere Prioritäten als ich. Ich bin da schon eher der beziehungsmensch, der den Partner möglichst viel und gern um sich hat.
Zum Glück haben andere auch noch solche Ansichten, ansonsten würde ich mich ja schon langsam als verrückt abstempeln oder eher zu hohen Ansprüchen. Wie auch immer, denke ich aktuell tatsächlich, dass mich gerade nur die Angst vorm Alleinsein hemmt und der Verlust einer doch mir wertvoll gewordenen Person, mit der ich über alles sprechen konnte und die mich wirklich gut verstehen kann und mich mit guten Ratschlägen unterstützt hat.
Eben eigentlich mehr ein bester Freund als eher Partner. Aber das funktioniert nach einer Beziehung wohl eher schlecht?!?

14.02.2020 19:34 • #57


Gast1201


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Zitat von LostGirl1:
Puh, so ganz konkret kann ich das gar nicht beantworten. Eigentlich erst so wirklich als wir schon zusammen gewohnt haben. Weil zunächstmal ist er für meine Tochter ja ein fremder Erwachsener. Mein Kind und ich sind eingespielt, kennen uns und unsere Macken und gehen entsprechend miteinander um. Sie hat sich den fremden Kerl ja nicht ausgesucht. Da kann ich auch keinen 'Gehorsam' erwarten.
Was ich immer erwartet hab ist ein gewisser Respekt im Umgang miteinander. Von allen Seiten.
Er ist ein Erwachsener, und wenn er sagt, "Wir räumen jetzt den Tisch ab", dann erwarte ich schon, dass sie hört.
Wenn er jetzt aber zB neue Bettgehzeiten aufstellen würde wollen, da würde ich mich einklinken. Letztlich bin ich die Erziehungsberechtigte von uns beiden.
Wo genau wollte er denn mitreden, und wie weit gehen Eure Vorstellungen auseinander?


Danke für deine Antwort. Ich sehe das auch so wie du. Grundlegend sollte mein Kind hören, wenn ein Erwachsener ihm was sagt. Da ist es mir in dem moment auch egal, wer das dann ist.
Genauso wie die Auffassung darüber, dass grundlegende Regeln, die zwischen Mama/Papa und Kind gelten, nicht von dem jeweiligen Partner neu geschaffen oder geändert werden dürfen.
Es sei denn, es wohnen alle unter einem Dach, dann ist es eine Sache zum absprechen. Ich denke, da sollten Kompromisse gefunden werden.
Das größte Problem war eben genau das, er war jetzt schon der Meinung, an den festgelegten Regeln herum zu reden und seine auch durchzusetzen. Ich finde, genau das ist in der jetzigen Situation, mit wir sehen uns vielleicht paar Stunden am Wochenende völlig übertrieben.
Das mein Sohn darauf hört, wenn er sagt, er solle bitte sich anziehen, weil wir los wollen, dann ist das in Ordnung, aber nicht "er muss jetzt ins Bett oder morgen gibt es kein Fernsehen, weil er gerade bockig war". Das ist grenzüberschreitend, zumal es bei mir andere Regelungen gibt oder ich dann diejenige bin, die das festlegt.
Oder wie siehst du das, liebe LostGirl1?



Zitat von LostGirl1:
Ihr habt Euch doch nur recht selten gesehen, richtig? Es ist ziemlich wichtig, dem Kind immer mitzugeben, dass es das eigene Kind ist, und nichts und niemand ihm diesen Rang je streitig machen wird.
Wenn allerdings auf einmal in meiner Wohnung ein Fremder wäre, der meint, mir was zu sagen zu haben, da wär ich auch nicht gut drauf zu sprechen. So was braucht Zeit, und Verständnis für die Situation des Kindes.


Oh ja, du sagst es. Ich habe es beiden schon so oft gesagt, also meinem Sohn und meinem Partner. Ich glaube, da ticken beide irgendwie gleich...
Beide haben augenscheinlich das Bedürfnis genau dann, wenn wir zu dritt sind, um meine Aufmerksamkeit kämpfen zu müssen, was bei mir manchmal zu grauen Haaren führt...

Dem kleinen habe ich schon oft gesagt, dass er das nicht muss, dass er seinen Platz an niemanden anderen abgeben wird und dass ich ihn über alles liebe. Aber gut, klar, wir sind die ganze Woche zusammen und da hat er weitestgehend meine Aufmerksamkeit. Wenn mein Partner dann hier ist, muss er logischerweise auch mal warten, wenn ich mich unterhalte. Das ist wohl dann das Problem an der Sache.
Ja und andersrum wird es meinem Partner gehen, die ungeteilte Aufmerksamkeit gibt's für keinen von beiden, wenn wir hier zu dritt sind...

Eine Idee zur Lösung dafür parat?
Das ist echt kompliziert und ich das erste Mal mit dieser "Patchwork-Situation" konfrontiert....
Ich mache viel aus dem Bauch heraus und gucke, wie es das beste ist. Manchmal klappt es, manchmal auch nicht...
LostGirl1, wie gehst du damit um? Wie geht das ganze Konstrukt bei euch auf? Du schriebst in einem anderen Kommentar:
Zitat:
Patchwork ist (zumindest bei mir) an manchen Tagen permanente Verhandlung um alle Interessen in Einklang zu bringen...

14.02.2020 20:00 • x 1 #58


Woelkeline


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Zitat von Gast1201:
Beide haben augenscheinlich das Bedürfnis genau dann, wenn wir zu dritt sind, um meine Aufmerksamkeit kämpfen zu müssen, was bei mir manchmal zu grauen Haaren führt...


Kommt mir bekannt vor: 2 Augenpaare schauen Dich an nach dem Motto: nun mach mal, dass ich mich wohlfühle....!
Ich denke, noch schwieriger wird es dann, wenn der neue Partner so selten da ist, dass es über den "Gast-Status" gar nicht hinauskommt. Um zusammenzuwachsen, sei es als Paar oder mit dem Kleinen, ist einfach Zeit und Engagement gefragt. Es ist immer eine Gratwanderung zwischen Grenzen setzen und nicht provozieren lassen. Und die Kids können es ja auch ganz schön drauf anlegen. Vielleicht ist das bei den Jungs schon so ein "Herr-im-Haus"-Ding, unbewusst.
Am Ende wird es nur funktionieren, wenn Dein Freund zum Team gehört, verlässlich da ist und sich auf euch beide einlässt. Vielleicht ändert sich ja was nach seiner Versetzung. Hat er die schon beantragt? Ich habe es vielleicht überlesen.

16.02.2020 16:10 • x 1 #59


Gast1201


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Zitat von Woelkeline:
Kommt mir bekannt vor: 2 Augenpaare schauen Dich an nach dem Motto: nun mach mal, dass ich mich wohlfühle....!


Wie gehst du damit um?
Es ist manches Mal wie zwischen den Stühlen zu sitzen...

Zitat von Woelkeline:
Ich denke, noch schwieriger wird es dann, wenn der neue Partner so selten da ist, dass es über den "Gast-Status" gar nicht hinauskommt. Um zusammenzuwachsen, sei es als Paar oder mit dem Kleinen, ist einfach Zeit und Engagement gefragt. Es ist immer eine Gratwanderung zwischen Grenzen setzen und nicht provozieren lassen. Und die Kids können es ja auch ganz schön drauf anlegen. Vielleicht ist das bei den Jungs schon so ein "Herr-im-Haus"-Ding, unbewusst.
Am Ende wird es nur funktionieren, wenn Dein Freund zum Team gehört, verlässlich da ist und sich auf euch beide einlässt. Vielleicht ändert sich ja was nach seiner Versetzung. Hat er die schon beantragt? Ich habe es vielleicht überlesen.


Da hast du recht damit, ich denke mit gewisser Stabilität und Zeit könnte das klappen.
Die Versetzung ist beantragt, aber dauert eben so seine Zeit.
Ich hoffe, wir schaffen das, auch wenn es momentan danach nicht wirklich aussieht. Die Hoffnung ist da, auch von seiner Seite aus...

Das forum hier ist wirklich ne absolute Bereicherung. Es hilft...

Er braucht gerade eine Pause, um runter zu kommen und Ruhe zu haben, sich selbst darüber klar zu werden, ob es zwischen uns passt und haben deswegen keinen Kontakt. Ich lasse ihm die Ruhe... Das macht mich echt fertig. Ich bin ganz schön down und kann mich nicht so richtig motivieren, was zu tun, mich aufzuraffen, wenigstens mal raus zu gehen.
Es ist eine Katastrophe. Ich würde ihm so gern schreiben, anrufen, einfach seine Stimme hören. Ich frage mich, wie es ihm dabei geht und was er für sich für Schlüsse zieht...
So muss ich einfach abwarten bis er sich wieder meldet, was eine blöde Situation.

16.02.2020 16:41 • x 1 #60



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