Zitat von Gast1201:er war jetzt schon der Meinung, an den festgelegten Regeln herum zu reden und seine auch durchzusetzen. Ich finde, genau das ist in der jetzigen Situation, mit wir sehen uns vielleicht paar Stunden am Wochenende völlig übertrieben.
Ja, das sehe ich ganz genau so.
Zitat von Gast1201:Das mein Sohn darauf hört, wenn er sagt, er solle bitte sich anziehen, weil wir los wollen, dann ist das in Ordnung, aber nicht "er muss jetzt ins Bett oder morgen gibt es kein Fernsehen, weil er gerade bockig war". Das ist grenzüberschreitend, zumal es bei mir andere Regelungen gibt oder ich dann diejenige bin, die das festlegt.
Ich glaube, ein Mann oder generell ein neuer Partner in so einer Patchwork-Kosntellation will dennoch ein Stück weit als "Autorität" wahrgenommen werden. Er möchte Grenzen setzen können, und Konsequenzen durchsetzen können.. Das funktioniert aber nicht auf biegen und brechen oder sofort und schon gar nicht, wenn er mal ein paar Stunden pro Woche da ist. Zumindest meiner Meinung nach nicht.
Wir haben uns immer englisch abgesprochen, wenns Töchterlein mit am Tisch saß und wir Klärungsbedarf hatten. Man kann ja wenn er sagt das und das wird gemacht ihn nicht sofort offensichtlich aushebeln, sonst nimmt das Kind ihn irgendwann nicht mehr ernst. Andererseits kann man sich auch nicht komplett reinquatschen lassen, weil das Kind sonst merkt, es läuft was anders weil er da ist. Da hilft nur: reden. Besonders mit dem Partner. Dass er bei so wenig Zeit in der Woche nicht erwarten kann, dass alles umgeworfen wird, weil er es anders möchte. Aber auch versuchen, ihn zu verstehen und möglichst viel im Voraus absprechen. zB wenn er sagt: anziehen und das Kind hört nicht, welche Konsequenzen darf er aussprechen. Und nicht "Wenn Du nicht hörst hole ich die Mama" - das ist auch irgendwie blöd.
Zitat von Gast1201:Beide haben augenscheinlich das Bedürfnis genau dann, wenn wir zu dritt sind, um meine Aufmerksamkeit kämpfen zu müssen, was bei mir manchmal zu grauen Haaren führt..
Ich hab immer wieder versucht was zu finden, was die beiden gemeinsam haben, damit die sich miteinander beschäftigen. Klappt nicht immer, aber immer mal wieder. Habe jetzt einen Bausatz für eine Holzkugelbahn zum zusammen stecken gekauft. Mal sehen, ob sich beide dafür begeistern können.
Zitat von Gast1201:Wie geht das ganze Konstrukt bei euch auf? Du schriebst in einem anderen Kommentar:
Es gibt Tage, da klappts super, es gibt Tage, da hakt es. Also, wie bei den meisten Familien, schätze ich. ich versuche immer noch auszugleichen, wo ich denke, ausgleichen zu müssen. Wir wohnen nun seit September 2016 zusammen, also hat sich schon viel eingespielt. Trotzdem rede mit beiden auch mal einzeln, wie es ihnen geht. Am Besten verstehen die zwei Nasen sich, wenn sie einen Streich mir gegenüber aushecken bzw mich Hopp nehmen wollen. Da sind beide Schadenfroh und absolut einer Meinung...
Ich merke meinem Freund auch hier und da an, dass er nicht weiß, was er mit seiner Rolle "Freund der Mama" anfangen soll. Auch nach doch recht langer Zeit. Ich rede dann mit ihm, teile ihm meine Sicht mit, ermutige ihn oder äußere auch mal etwas kritischere Gedanken. Das meinte ich damit, ich bin immer noch der Mediator in dem Haushalt, und ich denke mal, das wird so bleiben. Und das ist auch okay so, die beiden wären ja von alleine nie auf die Idee gekommen, zusammen wohnen zu wollen.