
hallo alena! danke!
ja, der rote faden .....
habe heute meine mutter (4ten grad dement) nach einem geplatzen gehirnaneurysma in der neurologie besucht. sie sitzt, der vorfall ereignete sich vor einem monat) mittlile im rollstuhl linksseitig gelähmt.
als ich vor zwei wochen bei ihr war verabschiedete ich mich mit den worten:
ich verzeihe dir. doch ich wusste in mir: neee, tu ich nicht.
diese woche fand ich im gespräch heraus, dass diese hilflosigkeit meiner mutter ihr machtpotential war, meinen vater an sich zu binden.
von mir fort.
bei meine mutter war vater nr eins. dann ihre interaktionen (mamas ohnmächtige macht), dann kam mein bruder und ich war 'die, das letzte'.
mein vater, grossgeworden in einfachster arbeiterschicht: das wichtigste war er und seine motivation. arbeiten, geld verdienen, haus bauen, status bekommen. dazu familie: frau, die funktioniert. kinder: werden akzeptiert, wenn sie machen was er will.
ich ging freiwillig acht jahre in ein internat. nur damit ich fort von zuhause war. es war furchtbar. mit all seinen nuancen.
heute war, ist ein ereignisreicher tag!
in der früh bekam ich eine antwort von efp. ich wusste danach, ich fahr heute zu meiner mutter. rief kh an, erfuhr, dass sie nach .... verlegt wurde, rief dort an und erkundigte mich betreff besuchszeiten. mini und ich fuhren los.
ich packte einen stein ein, den mini gelb an einer seite angemalt hatte.
mutter hatte gerne etwas in der hand.
während der fahrt hielt ich den stein fest in der hand und packte alte verletzte gefühle aus. ich packte sie in den stein.
im kh angekommen, vater war auch dort, gab ich ihr den stein. sie umschloss ihn mit ihrer rechten hand. mini war erschrocken, wie sie aussieht.
ich auch.
ich sah sie an und sah, wie vater in seiner art sich um sie kümmerte. ich
beobachtete beide in ihrer liebe uns wusste. für sie beide ist es liebe.
für mich ist es purster schmerz. ich bin unsichtbar.
ich war all die jahre unsichtbar. ich gab ihr den stein und flüsterte: hiermit gebe ich dir den schmerz zurück. nach einer weile ging ich.
beim nach hause fahren: mein efp. meine liebe sagte mir heute, dass er mir nicht 100% geben kann. (aufgrund seiner behinderung)
ich sagte, dass ich doch nur 75% möchte. und er meinte: das ist dasselbe.
und in diesem moment hatte ich das aha-erlebnis: egal wieviel ich benötige, er kann mir das nicht geben.
und ich spüre in mir: dass er mit seiner behinderung die selbe thematik hat, wie meine eltern. die behinderung ist die machtvolle ohnmacht, die er beschützen muss. für die ohne macht seiner behinderung muss er da sein. somit kontrolliert die behinderung ihn. er will da nicht raus.
mich zerreisst es, dies zu sehen. ich weine. doch er selbst, so oft ich ihm die hand reiche: er kann sie nicht nehmen. die ohnmächtige macht, macht ihn ohnmächtig! ist das nachvollziehbar! und ich bin unsichtbar daneben.
denn er will seine zeit seiner behinderung widmen.
ich: ich bin immer noch

geshockt. ich habe mich in einen freund verliebt, langsam, all die jahre, der im übertragenen sinne, das selbe (!) muster fährt, wie meine eltern!
ich suche mir beziehungen aus, wo ich unsichtbar bin!
als ich dies heute in mir erfuhr, wehrte sich mein körper, mein geist, meine seele. ICH bin es wert gesehen zu werden. ICH darf gesehen werden.
auch mit einem mann! ich bin ein guter mensch. hab ein gutes herz. ein grosses herz. ich bin hübsch. gebildet. hab was erreicht in meinem leben.
hab einen absolut tollen mini. ich bin es wert, dass ein mann mich an seiner seite hat. ich brauche mich nicht zu schämen, wenn ein mann mich ausführt.
ich schneide das band an meine eltern durch: ich nable mich ab:
verwandle die situation: sehe wie sie mich sehen! werde sichtbar für sie!
ich schneide das band zu meinem efp durch: ich lasse ihn los:
verwandle die situation: sehe wie er mit seiner behinderung interagiert.
ich werde sichtbar für mich! sehe, dass ich in mein eigenes leben gehe!
und ich lebe.
ich stehe auf! nicht wie der hamster, nicht wie eine löwin. sondern ruhig,
kraftvoll wie der phönix aus seiner asche neu entsteht.
ruhig, kraftvoll, mit neuer haut, die noch zart rosa ist, doch mit jedem tag stärker und fester wird.
welch ein ungewohntes gefühl.