BG
Gast
Zitat von Frage ::Das heimische Elternhaus bricht weg heißt gleich man ist "am A.?
so verstehe ich deine Worte,
ich bin ein "strassenkind"- was sind dann meine "Muster"?
Muster sind doch nichts schlechtes, besser wie schw/weiß?
hallo frage. danke, dass du fragst.
nee, ich denke nicht, dass man am Ar. ist, wenn das elternhaus weg bricht.
wie auch alena meinte, kommt auf die bezugsperson an, die man an stelle
elternhaus hatte.
ja, die prägung ist das wichtige. in den jahren 1-2 bildet sich in jedem menschen sein UR-vertrauen. hat ein mensch in dieser zeit ein behütetes
dasein und bricht anschließend das elternhaus weg, entwickelt sich daraus ein anderer charakter (wie du es nennst),
als hat ein kind in den ersten leben keine wärme erfahren, und anschliessend ein sicheres dasein (ev. wie bei manchen pflegekindern, suchtkindern)
in einer forschung mit affenbabies fand man heraus, dass die affenbabies, die von geburt an von ihrer 'mutter' gefüttert und grosgezogen wurden später eine normale soziale interaktion mit anderen artgenossen eingehen konnten.
affenbabies, die von ihrer mutter nach geburt weggenommen wurden und in einen anderen käfig mit affenbabies gesteckt wurden, wo nur eine künstliche saugstation mit affenfell ausgelegt wurde, überlebten. später hatten diese in sozialer interaktion massive schwierigkeiten.
affenbabies, die von ihrer mutter nach geburt weggenommen wurden und in anderen käfig mit nur fütterstation gebracht wurden, starben nach kurzer zeit.
soziale deprivation wurde dies bezeichnet. wikipedia.org/wiki/Deprivation
für mich ein immenser trauriger begriff.
'mutter' kann natürlich auch vater, tante, oma, eine liebevolle pflegeperson sein. hier geht es um das gefühl: wie bei mutter
Zitat:ich hasse das Leben, es war und ist gemein, doch ich habe viele Muster, ich nenne es charakter!
das klingt schmerzhaft .... *lach* meine Haut ist super dick!
ja, das finde ich auch.
das leben KANN gemein sein. meines war sehr lange gemein zu mir!
und auch ich habe charakter!
meine haut war eine marmorierte schutzschicht mit grauen fäden durchzogen. ich glänze im licht, war hell und absolut sicher!
ich fühle mich beschützt und stark.
bis ich spürte, dass ich zu immer extremeren mittel griff um mich zu spüren. mich selbst innen drinnen. ich spürte diesen mega schmerz, doch der kam durch die marmorierte haut nicht nach aussen. wollt och such nicht!
ging keinen was an. denn all die da draussen waren mir nicht gut gesinnt!
die verletzten mich. machten sich über mich lustig. versrschten mich.
bis ichspürte, dass ich täglich verschiedenste suchtmittelmbrauche, um ,irgendwie zu spüren'. was ich spüren wollte? hmmm. das ich geliebt werde.
gab mir jemand das aufrichtige gefühl in mich verliebt zu sein (war nicht so ein monster, wie ich selbst mich sah
und frage: mache das immer noch. ist so ein automatismus, der mir wohl bleibt. doch ich hab ihn jetzt liebgewonnen. manchesmal kriech ich einfach hinein, in mein nest und bleib da, um mich zu entspannen und nur mich selbst zu fühlen. ein schönes gefühl. doch jetzt kann ich es bewusst steuern.
ich entscheide, wann ich mich schütze. und nicht mehr 'mein mechanismus' der mich steuert. wg unbewusster angst, verletzung, etc....
danke, dass du deine meinung hier sagst und ich freue mich, dass ich in dir eine ähnlichkeit, ein sehr vertrautes gefühl habe.
ja frage: das leben ist echt gemein. schmerzhaft. hinterhältig und hatte für mich viele entbehrungen.
die frage in einem kinderfilm: was kann man jemandem schenken, der nichts hat und alles möchte? rührt mich zu tränen.
und ich fand heraus, dass das was ich möchte, tief drin ist:
liebe geben. und liebe empfangen. und das lebendig, offen.
sichtbar offen. für meinen mini. für mich. für ihn. und dies offen in der alltäglichkeit leben.
nicht mehr hinter meiner für mich sicheren marmorierten haut.
sondern mit meiner neuen, zart rosaroten durchbluteten menschlicher haut.
danke für deinen offenen beitrag
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