acids frage in einem anderen thread, hier editiert.
Zitat von Acid:@bg: ich bin nicht ganz im thema drinnen, korrigiere mich bitte. die aussicht mit "ihm" täglich zusammen zu sein, sowie für 3 kinder zu "sorgen" bedeutet für dich "uff", die ahnung, es gäbe keine 10min täglich, die ihr euch austtauscht, weil er so nicht ist, befriedigt ebensowenig. also was?
an anderer stelle: spielte am smartphone rum und rief ihn dadurch versehentlich an. bitte, das ist so alt.
wie kann ein mensch eindeutigkeit fordern und sie dann nicht annehmen wollen?
um es anders auszudrücken, was hat sich geändert, vom beginn des "problems" bis heute?
darf ich das fragen?
hallo acid, ja, du darfst mich fast alles fragen
vertrau dir ja.
also täglich zusammen sein, eindeutig "uff"
drei kinder? das versteh ich nicht. hab nur einen mini. er keine.
zehn minuten täglich ohne komm. ja, macht mich sehr traurig. und nein. wir tel. nicht täglich. er wohnt ca. 300km weiter weg. und er schreibt auch mal nur ein sms mit gut nacht.
und ja, ich spielte am smartphone. (iphone. habs zum geburtstag vor zwei monaten bekommen. mein erstes. wollte sein bild löschen, sein icon, das ich ihm zufügte. und da bin ich auf nr. gekommen. blöd. ich weiss.)
wie kann ich eindeutigkeit fordern und dann nicht annehmen?
das funktioniert, indem mein herz mehr will als mein verstand sich traut.
ich glaube dies ist der einfachste ehrlichste satz.
ich will ihn ein bißchen aus mir raus haben. früher hätt ich komplette nr gelöscht. jetzt verändere ich klingelton, lösch sein bild, positioniere ihn nicht mehr als nr. eins sondern nach alphabet etc....
ich "muss" aktiv handeln. sonst hab ich das gefühl in mir, ich versage vor mir selbst. wenn ich nichts tue, sondern 'nur' warte.
ich 'mache' lösungen. (oft zerstöre ich auch durch das machen, durch das ins tun gehen)
täglich zusammen sein, deshalb uff.
acid
gerade vor zehn minuten weinte ich, weil ich spürte, dass ich keine guten erinnerungen an mein elternhaus habe. ich versuche dabei nicht zu lügen.
wirklich keine. ich hörte justament, dass viele schlechte erinnerungen die guten überdecken können. und so blieben dann die schlechten vordergründig, während die guten immer mehr verschwinden.
ich habe das schon einmal theamtisiert. fand jedoch keine antwort.
und heute hörte ich für mich diesen logischen schluss.
ich ging in mich und fing weinen an. richtig fest weinen.
ich mag keine angst mehr haben. in meinem elternhaus hatte ich permament angst. ich weiss nicht ob du das kennst?
entweder vor vater, der unter seinem eigenen druck nie frei sein durfte. und den druck an die familie weiter gab.
oder, vor dem ständigen streit der eltern,
oder vor meiner mutter, die ständig böse auf sich selbst war. und dies jedes familienmitglied spüren ließ.
und ja acid, leider war es so.
und was tat ich: ich suchte mama, papa in meiner einsamkeit.
kannst du dir vorstellen, was das in einer kinderseele auslöst, wenn das kind mehr angst vor der einsamkeit hat, als vor der angst selbst?
sich mit der angst arrangiert, nur damit es ein bißchen, kleines bißchen gesehen wird?
das kind braucht eine überlebensstrategie! und ich fand sie.
ich passte mich an. solange es ging. doch ich habe eine starke, kraftvolle persönlichkeit. das ging nie lange gut. dann wurde ich wieder so gebrochen, dass mir lieber die einsamkeit war, als dieser tiefe schmerz
und so flüchtete ich. wenn ich alleine mit mir war, konnte ich sein wie ich bin. doch dann wurde ich wieder einsam.
und so wurde ich 'schrullig'.
und das ist mein kreislauf. auch jetzt noch nach all den jahren.
ich liebe ihn. doch ich habe eine sooo tief in mir sitzende angst.
die sagt, es gibt keinen menschen auf der welt, der dich so liebt wie du bist, bg. ausser du dich selbst. das ist mein schutz.
und auch er hat macken:
er tut sich sehr schwer gefühle zu erkennen und zu benennen. das kann er nicht gut. wenn er im stress ist, zieht er sich total zurück.
und mein kleines kind schreit: siehste bg: er hält dich nicht aus. jetzt haut er ab und ist weg für immer. dich haltet keiner aus bg!
und dann ziehe ich mich wieder zurück!
mittlerweile habe ich gelernt zu sehen, wie mein mechansimus funktioniert.
ich kann ihn auch ab und an vorhersagen.
mein thema ist, dass ich für mich männer wählte, die ich nie gänzlich erreichen werde. egal wie ich mich anstrenge.
also in dem sinne, dass ich mir männer suche, die ich nicht erreichen kann, weil entweder zu weit weg wohnen, oder in einem halben jahr für unbestimmte zeit das land verlassen, oder schon 87 jahre alt sind, und ich die vergewissheit habe, dass sie eh keine 90 werden (das war jetzt ein morbider scherz. verzeih)
auch das erkannte ich.
und deshalb weinte ich heut abend so fest.
ich mag nicht mehr angst haben. mag nicht mehr kämpfen. wie als kind. ich erkämpfte mir jede aufmerksamkeit um dann zeitgleich angst vor dieser aufmerksamkeit zu haben! denn die aufmerksamkeit hatte negative konsequenzen für mich.
ich bin erwachsen. ich weiss und ich fühl was ich bin.