@Serafa
Auch wenn du anderer Ansicht bist, musst du die Ratschläge und Tipps anderer hier nicht als "Quatsch" und "Hohn" diffamieren.
Dieses Forum ist eine Zusammenkunft von Menschen in verschiedenen Phasen des Liebeskummers. Manche sind frisch dabei und komplett beherrscht vom Trennungsschmerz, wiederrum andere sind auf dem Weg der Besserung und dann gibt es noch solche, die darüber hinweg sind, daran gewachsen sind und Strategien zur Linderung dieser irrealen Schmerzen geben wollen.
Wie du selbst schon geschrieben hast, kann man die Leidensgeschichte einiger hier verfolgen und auch eine Entwicklung (!) sein. Ja, viele hier waren ganz weit unten und genau so verzweifelt wie Ennovy es jetzt ist. Soll sie das davon ausschließen, hier Erfahrungen zu teilen, oder wie darf man das verstehen? Es werden Tipps gegeben, die bei vielen Menschen geholfen haben und die sie eben weiter geben wollen.
Dass die Ansichten und vor allem emotionalen Zustände hier nicht immer zusammen passen, sollte doch klar sein, oder?
Dass Ennovy diesen brutalen Schmerz fühlt und es für sie quasi kein morgen mehr gibt, das haben wir doch alle irgendwie durch, oder? Wie viele von uns konnten sich nicht vorstellen, dass es ein Leben ohne den Ex-Partner gibt und wie Welt sich aufhört zu drehen?
Aber die Welt dreht sich weiter. Und auch das Leben stoppt nicht. Und genau diese Menschen, die hier im Forum andere an ihrer Entwicklung teilhaben lassen, sind es doch, die am meisten Mut machen können, dass es - egal wie weit unten man war - weiter geht und besser wird.
Es ist vollkommen normal, dass es Ennovy abnormal schlecht geht. Wir können hier trösten und uns quasi zusammen in Selbstmitleid wälzen, was auch Balsam für die Seele in den ersten Wochen nach der Trennung ist.
Aber es ist auf DAUER keinem geholfen, ständig den Kopf getätschelt zu bekommen aka "Oh du Arme, das tut mir alles so furchtbar leid, warum nur du?!" Das führt zu Stillstand und Stillstand lässt diesen heartbroken Zustand nicht verschwinden. Das braucht Dynamik.
Dieses Forum und somit die Ansichten anderer Außenstehender ist perfekt dafür, rationale Einschätzungen der Dinge zu erhalten, zu denen man gebeutelt von Liebeskummer nicht fähig ist. Es werden Tipps und Tricks gegeben, wie man Liebeskummer bekämpfen KÖNNTE - nicht MUSS - denn es ist jedem selbst überlassen, ob er Erfahrungswerte anderer annimmt und somit den Prozess der Verarbeitung startet. Ja, PROZESS. Natürlich ist der Liebeskummer nicht weg, wenn ich ein Kuscheltier ins Bett hole und damit einschlafe, um nicht "allein" zu sein. Natürlich wird damit nicht "alles gut". Aber es ist ein kleine Möglichkeit, die Sache BESSER zu machen.
Mir zu beispiel hat es (als erwachsener Mann) auch mit der Zeit sehr geholfen, ein zweites Kissen mit im Bett zu haben, was ich abends vor dem Einschlafen im Arm gehalten habe, um mich nicht ganz so "allein" zu fühlen und um mehr oder weniger ein Gefühl von Nähe zu kreieren.
Selbstliebe ist ein von der Mehrheit hier erfahrener Schlüssel, um sich aus der Opferolle zu befreien. Mag sein, dass du eine andere Erfahrung gemacht hast, aber es hier als Quatsch und Hohn abzutun, finde ich mehr als unangebracht.
Dein Kommentar wäre bei weitem produktiver gewesen, wenn du Ennovy alternative Ratschläge (vielleicht auch aus deinem Erfahrungsschatz) angeboten hättest! Schwarzmalerei macht ihren Zustand auch nicht viel besser, lol.
@Ennovy: Super Sache, dass du die vier Tage so gut durchgehalten hast! Du kannst sehr stolz auf dich sein. Und ich bin mir sicher, du wirst mit jedem Tag, den du hältsts, stärker!
Ich kann mich da einigen Vorpostern auch anschließen, hol dir an den Abenden, an denen es ganz schlimm ist, eine warme Decke, kuschel dich ein, zerquetsche deine Kuscheltiere. Das ist kein Partnerersatz, ganz klar, aber es kann sehr beruhigend wirken und dieses "Ich bin so einsam"-Gefühl zu mindest ein wenig reduzieren. Genau so kann ein heißer Tee oder ein heißer Kakao dich runterfahren lassen.
Viel Kraft weiterhin!
