Nordseeliebe
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Zitat von Catalina:Ja, klar hat das auch positive Seiten, das sehe ich auch so. Nur sollte man die negativen Seiten eben genauso berücksichtigen, um das Ganze objektiv und verständlich darzustellen.
Vollkommen richtig. Die negativen Aspekte überwiegen natürlich und sind gerade am Anfang der Diagnose sicher dominierend in dem, was man selbst wahr nimmt... Und ich finde auch, dass hier eine Verharmlosung extrem unangebracht ist.
Allerdings sehe ich das oft auch als einen "Trost" und auf ein Fokussieren auf positive Dinge. Vielleicht macht es da auch einen Unterschied, wer die Infos sieht. Z.b. ein Video, welches das eher "humorvoll" darstellt und eher Positiv: als Außenstehende/r kommt man da leicht auf den Gedanken, dass das ja alles harmlos ist und die Leute ja gar nicht leiden. Und das ist sehr schlecht, ja.
Als Betroffene/r sehe z.b. ich das, konzentriert auf all die negative sch* wie Angst, Panik, eingeschränkt sein, "anders " sein, nervös sein, ständiges Grübeln, Zwänge, und dieses ständige Dinge vergessen 😖 wenn ich das dann sehe, denke ich "ja hoppla, das ist es es ja auch zusätzlich noch, ja das ist lustig und ja das ist eine schöne Seite" da hilft das dann bei der Akzeptanz und auch bei der "Suche" was ich habe hat es geholfen, weil es sich nicht nur unendlich schlimm angefühlt hat, wenn ich das hätte. Weißt du, was ich meine?
Zitat von Catalina:Naja, grundsätzlich ist es ja so, dass ADHS angeboren ist und man das nicht erst im Laufe seines Lebend irgendwann erwirbt. Insofern wird man immer irgendwelche Symptome haben. Ob man die dann allerdings als belastend einstuft, ist nochmal eine andere Sache.
Sehr richtig.
Zitat von Catalina:Wirklich darunter gelitten hab ich erst, als mit 17 die Depressionen dazu kamen. Aber auch da wusste ich noch nichts von ADHS. Erst sehr viel später im Leben hab ich verstanden, warum manche Dinge so gelaufen sind und warum ich manches einfach nicht kann, so sehr ich mich auch bemühe.
Zitat von Catalina:Also ja, die Symptome von ADHS können sich im Laufe des Lebens verschlimmern, stabilisieren oder im besten Fall auch verbessern. Es kommt halt immer darauf an, wie ausgeprägt sie sind oder ob der Betroffene einen Leidensdruck verspürt.
Ja, so war es bei mir auch. Ich war als Kind eher ruhig und schüchtern, wenn ich draußen war, aber sehr quirlig daheim. Auch war ich gefühlsmäßig immer etwas "drüber" bin ich heute noch. Geredet hab ich schon immer "viel zu viel" und im Kopf war durchweg zu viel los 😓 mal positiv, mal negativ. Ich dachte bis vor kurzem noch, das sei normal und mein Partner spinnt, wenn er sagt, dass er als mal eine Zeitlang an gar nichts denken kann 😳 das scheint normal zu sein 😳 Ich bin dann "entspannt" wenn ich es schaffe, trotz Milliarden von gleichzeitigen Gedanken diese nicht alle zu beachten. Ruhe ist da nie 🤷🏼♀
Schaffst du es, gar nichts zu denken? Oder allgemein zur Ruhe zu kommen?