Catalina
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Zitat von Nordseeliebe:Aber ich finde auch, dass ADHS zusätzlich noch sehr angenehme Seiten haben kann.
Ja, klar hat das auch positive Seiten, das sehe ich auch so. Nur sollte man die negativen Seiten eben genauso berücksichtigen, um das Ganze objektiv und verständlich darzustellen.
Zitat von Nordseeliebe:Sprich: eine ADHS muss nicht zwingend von Anfang an mit vielen und starken Symptomen daher kommen, kann sich aber im Laufe des Lebens früher oder später durch schlechte Erfahrungen verschlechtern oder auch erst richtig ausbrechen.
Naja, grundsätzlich ist es ja so, dass ADHS angeboren ist und man das nicht erst im Laufe seines Lebend irgendwann erwirbt. Insofern wird man immer irgendwelche Symptome haben. Ob man die dann allerdings als belastend einstuft, ist nochmal eine andere Sache.
Bei mir war es z.B. so, dass ich durchaus als Kind und Jugendliche eindeutige Symptome gezeigt habe, allerdings war das in den 70er/80er Jahren, da hatte von ADHS noch niemand was gehört. Dementsprechend wurde ich dann eher als faul und bisschen schwierig eingestuft. Hab ich damals übrigens selber auch von mir geglaubt.
Wirklich darunter gelitten hab ich erst, als mit 17 die Depressionen dazu kamen. Aber auch da wusste ich noch nichts von ADHS. Erst sehr viel später im Leben hab ich verstanden, warum manche Dinge so gelaufen sind und warum ich manches einfach nicht kann, so sehr ich mich auch bemühe.
Also ja, die Symptome von ADHS können sich im Laufe des Lebens verschlimmern, stabilisieren oder im besten Fall auch verbessern. Es kommt halt immer darauf an, wie ausgeprägt sie sind oder ob der Betroffene einen Leidensdruck verspürt.