Zitat von Miss Thoughty:Danke für Eure Worte @Anne55 & @elerya.
Ich fühle mich dort einfacher "beschützt" und nicht alleine, dort sind keine Erinnerungen und ich komm dort zumindest ein wenig zur Ruhe.
In meiner Wohnung laufe ich umher wie ein gefangenes Tier. Ich zwinge mich ja auch ab und an, zumindest dort zu übernachten.
Hallo Miss Thoughty
auf den Gedanken, dass es da für dich vielleicht nicht so gut ist kam ich weil du schriebst, dass es dir dennoch ständig schlechter geht.
Wenn du dich dort aufgefangen und geschützt fühlst ist das ja ok,
du brauchst einfach auch noch Zeit um die Trennung zu verarbeiten,
alles was dir dabei hilft ist gut und richtig.
Zitat:Meine Mutter ist und war schon immer wie meine beste Freundin.
Und auch in der Beziehung war der Kontakt sehr intensiv, schon immer einfach.
Dass das vllt nicht der optimale Weg ist, weiß ich, aber es ist meiner und ich sehe keinen anderen derzeit.
ich werde viel viel Zeit brauchen, um quasi 9,5 Jahre zu verarbeiten, dessen werde ich mir immer mehr bewusst.
Das mit der Altersregression verstehe ich nicht so ganz.
Deine "Flucht" zur Mutter und das du auch in der Beziehung intensiven Kontakt brauchst, kann zusammenhängen. Und jetzt wo du deine "heile Welt" mit dem Partner nicht mehr hast, gehst du zurück zur Mama, die dich pampert und umsorgt - aber aus dem Windelalter bist du raus und erwachsen.
Das meine ich mit Altersregression, ein Muster welches sich in der Kindheit entwickeln kann weil wir nicht lernen konnten unsere Angstgefühle zu regulieren weil die Mama das für uns -scheinbar- übernommen hat und deshalb können übermäßige Ängste ständig im Hintergrund mitlaufen.
Ich meiner damit nicht, dass es nicht auch gut tut, tröstlich und unterstützend sein kann wenn wir uns in Krisensituationen in den Schoß der Familie zurückziehen um neue Kräfte zu schöpfen, sondern das es in deiner Beziehung auch so für dich sein muss, damit du dich wohlfühlen kannst und (noch) nicht gelernt hast wie du dich allein "über Wasser halten kannst" wenn du dich allein fühlst.
Alleinsein bedeutet nicht Einsam sein, Einsamkeitsgefühle sind für einige auch trotz Anwesenheit Dritter möglich, dann wenn wir uns ausgeschlossen und verlassen fühlen.
Alleinsein kann als Strafe aber auch als Chance empfunden werden sich neu zu ordnen, neues auszuprobieren, seine Stärken zu entdecken. Die Welt steht dir offen, nur der eine Partner ist nicht mehr da, du hast jetzt die Gelegenheit nur das zu tun, was dir gut tut und dir deine ganz eigene innere, kleine, heile Welt erschaffen.
Natürlich brauchst du auch eine Zeit der Trauer und musst lernen mit den Sehnsüchten nach vergangenen Zeiten umzugehen, daran kommt niemand von uns vorbei, es schadet uns nur wenn wir uns von unseren übermäßigen Ängsten beherrschen lassen, diese engen uns ein, lassen uns im Hamsterrad weiterlaufen und wir kommen nicht voran.
Behalte dich immer wieder im Fokus und frage dich, was du jetzt Gutes für dich tun kannst, auch wenn du dazu noch kein gutes Gefühl wie z.B. Freude daran haben kannst - weil noch Kummer und Schmerz davorgelagert sind - wird sich das langsam wieder ändern können.
Habe Geduld, Mitgefühl und Verständnis für dich und alle Gefühle, die jetzt auftauchen könnten.