Zitat von thegirlnextdoor: Meine Oma hatte die meisten Freundinnen ihr Leben lang (und hat sie bis heute, inzwischen sind schon einige verstorben)
Weil unsere Omas damals gar keine Möglichkeiten hatten, anderswo andere Freunde kennenzulernen.
Heute geht man zur Schule, zieht danach zum studieren um, um danach wieder irgendwo hin umzuziehen. Wenige Leute bleiben in ihrer Heimat. Logisch das sich dadurch auch neue Freundschaften ergeben und alte vielleicht einschlafen.
Wir haben heute viel mehr Möglichkeiten. Wir können ständig neue Leute kennenlernen und ich denke, da selektiert man einfach sehr genau.
Die Freundinnen meiner Großmutter möchte ich nicht haben, denn die haben sich aus Not bzw Mangel an anderen Möglichkeiten entwickelt. Dementsprechend wird übereinander gesprochen wenn der andere nicht da ist.
Und ähnlich ist es mit den Ehen. Scheidungen kamen einfach nicht in Frage und so entstanden Konstellationen, die alles andere als glücklich und gesund sind.
Früher war alles besser, kann ich echt nicht mehr hören.
Natürlich ist die heutige Zeit sehr schnelllebig. Das hat auch seine Nachteile, wie ihr hier schon aufgeführt habt. Aber so ist es halt. Ich persönlich habe eine Hand voll guter Freunde auf die ich mich im Notfall verlassen kann, die immer für mich da sind und für die ich immer da bin. Einige kenne ich seit meiner Kindheit.
Ich hab nicht das Gefühl, das Freundschaften leichtfertig beendet werden. Für mich sind echte Freundschaften auch selten. Bekannte hat man ne Menge. Freunde und Bekannte sollte man halt unterscheiden.
Heute können wir selbstbestimmt und relativ frei leben. In gewisser Weise geht's uns vielleicht auch einfach zu gut. Vielleicht sollten wir alle einfach ein bisschen Demut an den Tag legen und dankbarer sein.
