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Wurde nach 14 Jahren entsorgt

L
Hallo liebes Forum heute überkommt es mich einfach und ich muss mal wieder Schreiben.

Tja es gab letzte Woche Ärger im Paradies und sie suchte letzte Woche Nähe (nicht körperlich, aber emotional), obwohl man es hier überall im Forum lesen kann bin ich natürlich auch drauf reingefallen, hatte ihr noch angeboten das ich sie abends zu ihrer Bekannten fahre, tja als es soweit war, hatten sie sich natürlich schon wieder vertragen und am Ende hat er sie gefahren,so fühlte ich mich schon wieder für ihn versetzt. Diese Woche habe ich also die Trennung nochmal im Zeitraffer durch, mit Trauer, Wut, absolute Leere und Co. ein riesen Rückschritt.

Sie sprach u.a. auch davon, das sie alles hinterfragt, das sie aktuell nur von ihren Ängsten getrieben wird, aber trotzdem hält sie an Ihrem Neuen fest, ihn scheint sie nicht zu hinterfragen.
Sie fängt an sich in einer Selbsthilfegruppe für ADHS-Kinder zu engagieren. Blöß blöd das dass einzigste mal das bisher eine Jugendpsyschologien mit unserem Sohn gesprochen hatte, sie zwar Ansätze von ADHS sah, aber auch nicht mehr. Wir sollten stattdessen eher darauf achten das sich bei ihm keine Angsstötung entwickelt. Wie sie noch die Diagnose Depression hatte, sah sie in unserem Sohn natürlich auch ganz viel Depression, dies bestärkt mich darin das unser SOhn zu mindestens im Trennungsjahr besser bei mir aufgehoben ist.

Als ich ihr einen Entwurf für eine Trennungsvereinbarung hinlegte, gings wieder los, ich würde sie unter Druck setze,... tja von ihr kommt nix und ich werde nicht warten, ich brauche endlich Klarheit.

Heute haben wir uns wieder kurz gesehen und ich habs geschafft, "ja", "nein", nicht mehr als das Notwendigste gesprochen.
Sie wird wohl zu März ausziehen, hab sie nochmal draufhingewiesen, das ich ihren Neuen nicht in der ehelichen Wohnung dulden muss und das natürlich auch explizit für den Umzug gilt, hat ihr nicht gefallen😎.
Langsam realisiere ich, dass es auch nach einem Jahr kein zurück mehr geben wird, an diese Hoffnung hatte ich mich unterbewusst immer noch geklammert.

Bis auf 2 Nachmittage war ich dieses Woche allein mit meinem Sohn auch das WE werden wir zu zweit verbringen, es läuft super, nur das Brotbüchsen machen ist neu, aber auch nix wildes.

Ab Ende Februar hab ich dann ein eigenes Auto, erstmal Autoabo, da ja noch nicht feststeht ob sie nach der Abschlussprüfung ein Firmenwagen bekommt und was wir dann mit dem Familienauto machen. Autoabo = sauteuer, aber dann muss ich mich wegen Auto nicht mehr mit ihr absprechen, ein wichtiges Stück Freiheit für mich.

Ich hab mir viele Gedanken gemacht über dieses "eigene Ziele" umsetzen, nur hab ich kaum welche, mir war es schon immer egal ob ich am Meer oder in den Bergen Urlaub mache, mich zieht es auch nicht nicht ins Ausland.
Aber da ich auf den Ekelfaktor keine Rücksicht mehr nehmen muss, werde ich diese oder nächste Woche wieder eine Wurmkiste für den Balkon bauen und mit Wurmkompost anfangen🙂.

Ansonsten hoffe ich das der Winter etwas milder wird und die letzten Schneereste hier wegschmelzen, dann kann ich endlich wieder aufs Rad. Radfahren ist das einzigste was ich wirklich gerne alleine mache, das würde mir aktuell sehr gut tun.
Beitritt Sportverein ist schon den Startlöchern, ich fühl mich nur emotional noch nicht bereit und werde noch einen Monat warten. Bald gehts auch für ein Wochenenende auch zu einer alten Schulfreundin, rauskommen, etwas feiern, Cocktails drinken, vielleicht etwas shoppen.

Das komische ist auf Arbeit läuft es gut, ich mache ja aktuell eine Personalentwicklung, läuft alles über ein Projekt, das zwischenzeitig aufgrund interner Vorgaben sehr an Schwung verloren hat, der Schwung kommt gerade wieder. Ich arbeite abwechselnd in 3 Teams, an drei Standorten (hier in der Region) und 3 Teamleiter sprechen sich jeden Monat nur wegen meiner Einsatzplanung ab und wenn ich zu etwas sage "mach ich, wird aber erst in 2 Wochen was", ist das völlig in Ordnung. Ich hab mich in den letzten Wochen mit Kollegen unterhalten mit den ich seit Jahren nicht mehr als "Guten Morgen" & "schönes WE" gewechselt habe. Die Arbeit macht Spaß auch wenn der ständige wechsel anstrengend ist, ich fühl mich geschätzt und bekomme positives Feedback und dabei bin ich aufgrund Schlafmangel und Gedankenkreisen vielleicht gerade mal mit 60 % dabei 😅 .

Ich versuch mir immer wieder zu sagen das es ja erst 7 Wochen sind und ich bis zu ihrem Auszug in so einem bescheiden "in between" stecke, aber die Vorstellung das die Akzeptanz und Heilung Monater dauern wird und natürlich diese Einsamkeit und das Wissen das da Abends niemand mehr ist bei dem man einfach sein Herz ausschütten kann, macht mich fertig.

Danke fürs zuhören.

x 2 #46


Seteca
Wieso fühlt sie sich unter Druck gesetzt mit der Trennungsvereinbarung? Ihr habt mündlich Dinge vereinbart und sie meint diese vielleicht doch nicht so?
Sage ihr, dass du jetzt Klarheit haben möchtest und dazu gehört für dich, dass ihr nun eine Vereinbarung festlegt die euch beiden Klarheit und Zeit für organisatorische Dinge gibt.

x 1 #47


A


Wurde nach 14 Jahren entsorgt

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GreenTara
Zitat von Lübke:
Als ich ihr einen Entwurf für eine Trennungsvereinbarung hinlegte, gings wieder los, ich würde sie unter Druck setze,...

Ihr scheinen ansonsten keine weiteren Argumente einzufallen, als diese leere Wörthersee.
Ich würde ihr sagen: Nenne es wie du willst, ich möchte zu einem Ergebnis kommen. Punkt.

x 1 #48


GreenTara
, als diese leere Wörthersee🙄 Worthülsen, natürlich. Autokorrektur.

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Worrior
Zitat von Lübke:
Beitritt Sportverein ist schon den Startlöchern, ich fühl mich nur emotional noch nicht bereit und werde noch einen Monat warten.

Nächster Monat ist "jetzt" setze Dich auf Dein Fahrrad, fahre zum Sportverein und melde Dich an.

Kurz nach der Trennung war es für mich eine bedrückende Einsamkeit.
Eine trostlose Leere, eine erdrückende depressive Stille.
Das änderte sich nach und nach je aktiver ich wurde.
Ich genoß plötzlich die friedliche Ruhe, den stillen Frieden.
Eine Tasse Kaffee am morgen in aller Ruhe.
Nach der Arbeit freute ich mich auf die Ruhe und den Frieden zuhause und konnte entspannen.
Kein emotionales Minenfeld durch das ich auf Zehenspitzen gehen musste.
Keine Diskussionen warum ich dieses oder jenes tue bzw. nicht tue.
Keine to-do-Liste über meinen Kopf hinweg.
Keine Rechtfertigungen oder Erklärungen.
Ich musste mich nicht mehr wegen meiner Hobbys erklären.
Ich stehe auf und gehe ins Bett wann ich es möchte, esse wann und was ich möchte.
Wenn ich frei habe und es liegt nichts an kann ich meinen Tag mit angenehmen Dingen füllen, muss mich nicht vorher absprechen oder darüber diskutieren.
Nur Ruhe und Frieden in meinem Reich, kein hormonelles Minenfeld alle 4 Wochen, mit dem dann jegliche Respektlosigkeit, Launenhaftigkeit und Bösartigkeit entschuldigt wird.
Deine Freiheit wird nicht mehr verhandelbar 6 (nicht mit sich selbst) wird nicht mehr zur Währung.

Das alles hat Vor- und Nachteile, wie es im Leben nun mal so ist.
Doch im Moment lebst Du einen schlechten Deal.
Du investierst materiell und emotional in eine fallende Aktie.
Deine Ressorcen, physisch wie psychisch gelten als selbstverständlich und stehen ohne Gegenleistung zur Verfügung.
Du bist ehrenamtlicher Dienstleister und Erfüllungsgehilfe, der zudem noch unter Kritik steht.
Wetschätzung, Respekt, Zärtlichkeit, 6 und Belohnungen kassiert ein Anderer der Dich innerlich auslacht.
Du musst jeden Tag auf Eierschalen laufen und Dich etklären.
Du lebst in Erniedrigung und Unterwerfung, demütigst Dich jeden Tag selbst.
Du hast die Macht dies zu beenden, denn Du hast es nicht verdient so behandelt zu werden und bist so viel mehr wert.

x 3 #50


L
Zitat von Seteca:
Wieso fühlt sie sich unter Druck gesetzt mit der Trennungsvereinbarung? Ihr habt mündlich Dinge vereinbart und sie meint diese vielleicht doch nicht so? Sage ihr, dass du jetzt Klarheit haben möchtest und dazu gehört für dich, dass ihr nun eine Vereinbarung festlegt die euch beiden Klarheit und Zeit für ...

Sie würde jetzt sagen das ist das ADHS - es fing nach der Geburt unseres Sohnes an hat ein Höhepunkt mit der Diagnose Depression und jetzt mit der Umschulung. Ihre Stressresistez hat beständig abgenommen und sie reagiert dann mit Flucht. Sie macht sich aktuell sehr viel Druck wegen den Noten in der Umschulung, in welche Abteilung sie wohl noch kommt, wegen aller möglichen Kleinigkeiten und natürlich wegen der ganzen Trennungs-/Auszuggeschicht. Hätte ich hier nicht schon vor 2/3 Wochen mehr Druck gemacht würde sie es vermutlich einfach aussitzen. Mit Ihren Eltern hat sie wegen der Beschimpfungen vor unserem Sohn auch noch nicht gesprochen, stattdessen ist hinbringen aktuell einfach kein Thema mehr.
Für mich hat das nichts mit dem ADHS zu tun, sondern eher mit ihrer Familie, da läuft viel über unausgesprochene Erwartungen, außenstehende sind eh nie gut genug. Sie hat den Kontakt zu ihren Großeltern vor 4 Jahren abgebrochen und hatte 2mal über einen Kontaktabbruch zu ihrer Mutter nachgedacht. Da läuft viel über emotionale Abhängigkeit und man könnte hier sicherlich über Narzissmus seitens der Mutter sprechen. Bis heute wird meine Ex zu Familienfeiern nicht separat eingeladen sondern immer nur die Eltern mit der Erwartung das sie (bzw. bis vor kurzem wir) dann auch kommt.

Früher hab ich mehrer Tage auf die richtige Stimmung gewartet um wichtige Dinge anzusprechen Ich hatte ihr schon gesagt das dass mit der Trennung natürlich vorbei ist, diesen Mann will sie offensichtlich nicht mehr und sie jetzt "funktionieren" muss, dass man eine Trennung nicht aussitzen kann und das wenn wir Absprachen treffen diese bindend sind und dann keine Migräne, stressiger Arbeitstag, o.ä. dazwischenfunken kann.

An der Stelle hab ich sie ja auch an den Next verloren, er ist alleinstehend (hat 2 getrennt - über 300 km entfernt - lebende Kinder), arbeitet 100 % Homeoffice, hat also kaum Verpflichtungen und gibt ihr einen Raum wo sie einfach alle Probleme ausblenden kann, ihre Problem projeziert sie ja nach wie vor auf mich (jetzt bin ich der böse der Druck wegen der Trennung macht), sie hat schon immer ihre Probleme bei mir abgeladen.
Was ich bisher rausgehört habe: hört er wirklich nur zu, er hinterfragt sie nicht, er zeigt ihr keine anderen Sichtweisen auf, damit bestärkt er sie in ihren Zweifeln, das ist so eine die ganze Welt versteht unsere "ADHS-nicht-Nummer". Er hilft ihr aber auch nicht, gibt ihr halt keinen Rat, oder hilft ihr Ihre Gedanken zu sortieren auch das wird sie innerlich stressen, sobald sie von ihm wegfährt wird sie dann halt auch regelmäßig von all ihren Problemen erschlagen.
Dieses auf mich projezieren ist ja auch ein Grund warum ich sie zeitnah raushaben will, damit ich nicht länger die Projektionfläche bin.

Was mich am meisten ärgert ist, das ich ihr im September noch gesagt habe das ich verstehe wie sehr sie die Umschulung stresst, das sie schlecht drauf sein kann, das sie motzen kann, das es ok ist, dass ich ihr den Rücken freihalte und das wir dann nach Ihrer Umschulung wieder mehr zusammenfinden können. Wir waren uns im letzten Jahr auch einig das sie nach der Umschulung aktiv nach einem Therapeuthen sucht, der auch das Familienthema angeht, davon ist jetzt natürlich kein Rede mehr. Sie hat ja jetzt jemanden der sie versteht, also muss sie ja nichts ändern. Von jetzt auf gleich bin ich der Typ der sie nicht versteht, der ihr nie zugehört hat, mit dem sie nicht Reden konnte, ps. mein Sohn versteh ich natürlich auch nicht🤬 (aus ihrer Sicht).

#51


L
@Worrior

Du hast recht und ich sage trotzdem "nein" - ich hab mir vor 2,5 Jahren mal dem Daumen bei Rad und Glatteis gebrochen, inklusive operativen richten, das brauch ich aktuell gar nicht 😅. Mit Sport ist ähnlich nur so jede 2. oder 3. Training hingehen bringt mir kein Anschluss. Mit Ihrem Auszug kommen wir automatisch in einen festen Rhytmus, bzw. ich kanns dann zuhause so organisieren wie ich möcht, dann kann ich also auch regelmäßig gehen, bis März ist ja nicht mehr weit.

Ich war bisher jedes Wochenende in irgendeiner Form unterwegs, Kumpel besuchen, mit einer Bekannten im Theater, oder auch nur mal eine Stunde mit einer anderen Bekannten samt Hund spazieren gehen. Im Februar sind 2 WEs komplett verplant (an einem nehm ich unseren Sohn mit, hab ich schon erwähnt das mein Kumpel Schafe & ein Gabelstapler hat?) und an einem dritten werd ich wohl spontan abends mal in die Stadt, vor kurzem hat sich ein Kollege gemeldet, den ich vor Jahren mal während seiner Praktikumszeit betreut hab und wir haben schon beschlossen dass wir mal um die Häuser ziehen.

Materiell investiere ich sehr viel dafür das sie sich trennen kann (da sie alles mitnehmen darf), aber wenn ich dadurch eher Ruhe habe vor ihr, ist es das Wert.
Aufgrund dessen das sie wie oben beschrieben auf Druck mit Flucht bzw. sehr irrational reagiert werd ich das bis Anfang März auch einfach ertragen, wenn sie raus ist mach ich es mir gemütlich. Als erstes wird die Wand geweißt die ich für Sie im Sommer noch farbig gestrichen hat, ein paar neue Bilder aufgehängt und ich richte mir mit den vorhanden Möbeln eine Lesecke ein Lachendes Gesicht.

Aktuell geht es sogar, ich weiß nicht warum aber wie letzte Woche, wird sie auch nächste Woche nur an 2 Nachmittagen da sein, die folgenden Winterferien decke ich ab. Sie hat jetzt spontan beschlossen, die "Betreuungsaufteilung" die ich am Wochenende als Vorschlag - ab März - ihr geschrieben hatte, einfach umzusetzen, auf mein Frage wie sie es sich vorstellt hab ich natürlich keine Antwort erhalten -> dann müsste man ja selbst aktiv werden.
Ich bin froh das unser Sohn hier bisher auch noch nicht viel nachgefragt hat, aufgrund ihres Verhaltens muss ich mich dann immer sehr zusammenreisen, nicht einfach zu sagen das sie uns für einen anderen verlassen hat. Ich hatte ihr ja versprochen sie nicht vor unserem Sohn schlecht zu machen.

Danke für euer Feedback, Grüße
Lübke

#52