Zitat:Sag ihr was Du noch so erfahren hast und gut!
Genau das "und gut" scheint doch Sams Problem zu sein. Für ihn bleibt die unterschwellige Sorge. Das kann ich absolut verstehen, denn die Trennung war jetzt nicht die zwischen zwei Studenten aus einer WG. Hier ging es um einiges. Sam war mit dem Haus plus Kredit im Regen stehen gelassen worden und konnte sich im Alter von 26! alleine darum kümmern wie es weitergeht. Sie wollte irgendwann ausgezahlt werden - natürlich ohne Druck. Erst einmal... Neben dem Trennungsschmerz war Sam also in einer Situation, in der sich verheiratete, zumeist lebenserfahrenere, Menschen während Scheidungen befinden. Er hat schließlich finanzielle Unterstützung von seinen Eltern erhalten. Sie zu fragen war bestimmt nicht leicht.
Das Ganze ist deshalb für mich grenzwertig, Denn offensichtlich fehlt der Freundin noch sehr viel Reife und sie holzt wie eine Jugendliche durch das Gelände. Während Sam vor die Situation gestellt wird, sein selbstgebautes Zuhause ungewollt aufgeben zu müssen und mit Eltern und der Bank sprechen zu müssen, zieht sie wieder zu den Eltern in ihr altes Kinderzimmer und probiert sich aus. - Das trägt aber irgendwie nicht die gewünschten Früchte. Ich nehme auch an, dass das Leben bei Mama und Papa mit 26 Jahren nicht so prickelnd ist.
Jetzt hätte sie sich ganz erwachsen in den vier Monaten eine Wohnung suchen können. Das Geld und einen Job hat sie offenbar. Sich dann im Klaren darüber werden wer sie ist, was sie möchte. Stattdessen geht es in den Freundeskreis, in dem beide seit 10 Jahren, also ab dem 16. Lebensjahr Zuhause sind, zum Anbaggern. Warum nicht außerhalb? Mit neuen Menschen?
Die Antwort scheint mir zu sein, dass sie noch nicht so weit ist. Sie bewegt sich in einem Freundeskreis aus der Jugend, geht von einem Nest zum andern: Elternhaus - eigenes Haus - Elternhaus - Sams Haus. Das zeigt wenig Reife oder den Wunsch reifer zu werden. Das ist das Verhalten eines Kindes, dass umsorgt werden möchte und sich selbst nicht reflektiert. Sie sagt, sie sieht alles ein und benimmt sich top. Das machen Kinder nach einem Donnerwetter jedoch auch.
Ich würde sie jetzt loslassen, um mein eigenes erwachsenes Leben führen zu können und nicht plötzlich mit der Nachricht konfrontiert zu werden, dass jetzt die Puppenstube mit Kind und Mama-Spielen in mein Leben gerückt würde. Auch wenn du aufpasst, @Sam, wer es darauf anlegt, kann Wege finden.
Zitat:Ich kann sie durchaus verstehen! Das hätte ich auch nicht erwänhnt weil es doch recht intim und peinlich ist.
Schaut nach vorn und seht wie es läuft!
Diesen Teil fand ich besonders heftig, denn das ist genau der Beginn jeden Gaslightings. "Hab ich dir nicht erzählt, denn sonst flippst du wieder aus." Auf Nachfrage geht es immer gerne erwachsen ehrlich.