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Zehn Monate emotionale Achterbahnfahrt war das Liebe?

Mystefan
Noch ein paar Ergänzungen zu euren Antworten, insbesondere dazu, warum ich immer wieder Hoffnung geschöpft habe.

@alleswirdbesser @VictoriaSiempre @Stella31 Wir haben uns normalerweise alle zwei Wochen an den kinderfreien Wochenenden getroffen. Zweimal waren auch unsere Kinder dabei, und im Winter war sie knapp eine Woche bei mir. Dazwischen gab es viel FaceTime und Telefonate.

Ich hatte von Anfang an gesagt, dass ich keine dauerhafte Fernbeziehung möchte. Sie selbst brachte jedoch einen Umzug zu mir ins Gespräch. Es ging um ein gemeinsames Zuhause und unsere Kinder. Genau wegen dieser Perspektive habe ich mich überhaupt darauf eingelassen.

Deshalb beschäftigt mich das angesprochene Future Faking. Ob sie diese Pläne ernst meinte, weiß ich nicht. Ich jedenfalls habe daran geglaubt.

@Margerite @Pinselstrich Warum ich immer wieder mitgemacht habe? Vermutlich eine Mischung aus Hoffnung, Verlustangst und dem, was ich bereits investiert hatte.

Vielleicht spielt auch mein ADHS eine Rolle, weil ich Zurückweisungen und Emotionen sehr intensiv erlebe.
Vor allem konnten wir Konflikte irgendwann kaum noch vernünftig besprechen. Ich hatte zunehmend Angst, dass sie bei jedem ernsteren Disput wieder geht. Also habe ich meine Bedürfnisse zurückgestellt und Grenzen verschoben.

• x 3 #31


C
Zitat von Mystefan:
Vielleicht spielt auch mein ADHS eine Rolle, weil ich Zurückweisungen und Emotionen sehr intensiv erlebe.


Um Zurückweisungen sehr intensiv zu erleben braucht es kein ADHS. Das mögen auch Menschen ohne ADHS nicht und brauchen ihre Zeit damit umzugehen.
Ebenso sind auch Menschen außerhalb des ADHS Spektrums fähig Emotionen tief zu erleben.


Sie hat dich halt interessiert. Und sie wusste zur rechten Zeit, die richtigen Knöpfe zu drücken.

Sind immer die selben Techniken.

Love bombing
Spiegeln ( das erzeugt das Gefühl der Seelenverwandschaft oder besonderer Nähe, obwohl man sich kaum kennt.)
Future Faking
Push /Pull



Das Forum ist voll von solchen Storys. Dein Glück ist es, dass sie weit genug weg wohnt. 10 Monate alles nur ging. Kann trotzdem eine Weile dauern, bis du über sie hinweg bist. Gehört dazu.

• x 1 #32


A


Zehn Monate emotionale Achterbahnfahrt war das Liebe?

x 3


Mystefan
@Casey
Natürlich braucht es kein ADHS, um Zurückweisungen intensiv zu erleben. Das habe ich auch nie behauptet.
Mir ging es vielmehr darum, dass ADHS bei mir möglicherweise zusätzlich die Emotionsregulation beeinflusst und damit diese extremen Höhen und Tiefen verstärkt hat.

Was die von dir genannten Techniken betrifft: Die Muster erkenne ich mittlerweile durchaus wieder. Gerade Lovebombing, Future Faking und Push-Pull beschäftigen mich sehr.

Allerdings weiß ich nicht, ob sie bewusst so gehandelt hat oder ihre Gefühle in den jeweiligen Momenten tatsächlich aufrichtig waren.

Und genau das ist ja einer der Punkte, die mich so beschäftigen. Denn ihre Zuneigung habe ich nicht nur durch Worte, sondern auch durch ihr Verhalten bei unseren Treffen, Telefonaten und Nachrichten erlebt.
Dass die Beziehung mir am Ende nicht mehr gutgetan hat, steht für mich mittlerweile außer Frage.

• #33


Pinselstrich
Zitat von Mystefan:
Warum ich immer wieder mitgemacht habe? Vermutlich eine Mischung aus Hoffnung, Verlustangst und dem, was ich bereits investiert hatte.

Vielleicht spielt auch mein ADHS eine Rolle, weil ich Zurückweisungen und Emotionen sehr intensiv erlebe.
Vor allem konnten wir Konflikte irgendwann kaum noch vernünftig besprechen. Ich hatte zunehmend Angst, dass sie bei jedem ernsteren Disput wieder geht. Also habe ich meine Bedürfnisse zurückgestellt und Grenzen verschoben.

Das verstehe ich soooo gut. Genau so erging es mir auch mal. Ist aber schon länger her. Irgendwann machte es bei mir einfach Klick & ich wusste - so geht es nicht mehr weiter! Von da an hab ich auch angefangen, etwas mehr auf mich selbst zu schauen. Wo meine Defizite sind, warum ich meine Grenzen verschoben habe uswusf. Da kommt man zu einigen guten Selbsterkenntnissen & ja, Verlustangst spielt da eine ausschlaggebende Rolle. Vielleicht auch ein bisschen der „Ehrgeiz“, man würde das schon hinbekommen & den Dämon irgendwann zähmen. Pustekuchen. Man kann nur seine eigenen Dämonen in Angriff nehmen.
An der Sache mit den Grenzen, arbeite ich heute noch. Ist alles gar nicht so einfach, aber man wächst an seinen Herausforderungen.

Lass dir von jemandem, die Ähnliches erduldet hat, ans Herz legen - Dir wird es besser gehen, wenn du jetzt durchziehst & irgendwann drüber hinweg bist. Das wird sich absolut erleichternd anfühlen & frei. Man muss niemandem etwas beweisen. Du brauchst die Nähe und Bewunderung dieser Frau nicht, um etwas besonderes zu sein. Schon gar nicht, wenn du sowieso im nächsten Moment wieder weggetreten wirst.

Ich vermute allerdings, wenn sie dich mit Liebe überschüttet, wird sie das in dem Moment wirklich so fühlen. Was bringt das aber, wenn es urplötzlich wieder anders sein kann?

Du schaffst das. Wenn nicht jetzt, dann wenn es wirklich im Hirn Klick macht, du dich mürbe fühlst & die Gefühle von allein verschwinden. Aber lieber jetzt. Da sparst du dir viel kostbare Lebenszeit, in der du dich mit dir selbst auseinandersetzen kannst. ☺

• x 2 #34


C
Zitat von Mystefan:
damit diese extremen Höhen und Tiefen verstärkt hat.

Das macht was mit der Körperchemie. Pawlowsche Hund Prinzip.

Diese wunderbaren Gefühle, irgendwie größer als bei dem, was vorweg bekannt war, möchten wieder erlebt werden. Statt dessen entzieht sie sich. Da dreht das Hirn durch, weil es auf Entzug gesetzt wird.

Das ist ähnlich wie bei Dro.. Selben Botenstoffe dran beteiligt.

Zitat von Mystefan:
Allerdings weiß ich nicht, ob sie bewusst so gehandelt hat oder ihre Gefühle in den jeweiligen Momenten tatsächlich aufrichtig waren.


Bewußt machen es die Persönlichkeitsgestörten. Die faken dir jede Zuneigungsbekundung. Ob du es damit zu tun hattest könntest du daran erkennen, ob sie, wenn sie sich unbeobachtet gefühlt hat ein eher hässliches Gesicht hat. Manchmal gar einer Fratze gleich. Klingt spooky. Aber nicht umsonst heißt es "Menschen mit zwei Gesichtern".

Unbewußt wohl die jenigen, die schlichtweg weniger verliebt sind und wegen ihren Zweifeln hin und her agieren.
Da kann das schon echt gewesen sein in dem Moment. Aber die preschen doch nicht so vor mit Geschenken und allem?

Blieben noch die Bindungsängstlichen. Wenn es sie überhaupt gibt. Ich halte das in vielem für sehr weit her geholt. Glaube nicht so recht an dieses Modell.

• #35


DieSeherin
Zitat von Mystefan:
Ja, nach der Trennung von der Mutter meiner Tochter hatte ich noch eine dreijährige feste Beziehung.
Es ist also nicht meine erste Beziehung nach der Trennung.

Zitat von Mystefan:
Ja, ich weiß, welche du meinst. Gewisse Parallelen, insbesondere die Streitigkeiten zu Beginn, kann ich durchaus erkennen.


genau deswegen hatte ich nachgefragt. die beziehung mit der mutter deiner tochter war heiß-kalt, die längere danach scheint auch sehr speziell gewesen zu sein und jetzt hattest du wieder eine frau an deiner seite, mit der es nur ein on-off gab. schau da mal genauer hin!

• x 1 #36


Mystefan
@DieSeherin Ich verstehe durchaus, worauf du hinauswillst, und ich finde es auch richtig, die eigene Beziehungsgeschichte kritisch zu betrachten.

Allerdings unterscheiden sich diese drei Beziehungen deutlich voneinander.

Meine dreijährige Beziehung hatte zwar gerade am Anfang ihre Schwierigkeiten, war aber weder mit der Dynamik bei der Mutter meiner Tochter noch mit dem ständigen On-off bei der letzten vergleichbar.

Deshalb würde ich daraus nicht automatisch ein wiederkehrendes Beziehungsmuster ableiten.

Was ich allerdings selbst hinterfrage, ist, warum ich gerade bei der letzten so lange an einer Veränderung festgehalten und dabei meine eigenen Grenzen immer weiter verschoben habe.

Da sehe ich durchaus etwas, mit dem ich mich beschäftigen muss.

• #37


Mystefan
@Casey Ich vermute inzwischen eher, dass bei ihr die Selbstwahrnehmung, die Wahrnehmung des eigenen Verhaltens und dessen Wirkung auf andere eine größere Rolle spielen könnten.

Gerade die wiederholten Trennungen und die fehlende erkennbare Auseinandersetzung mit dem eigenen Anteil lassen mich darüber nachdenken.

Ob dahinter tatsächlich ein psychisches Problem steckt, weiß ich natürlich nicht.

Aber genau deshalb hatte ich damals auch das Thema Therapie angesprochen nicht nur, um unsere Beziehung zu retten, sondern auch, weil ich mir gewünscht habe, dass sie sich selbst und ihre wiederkehrenden Verhaltensweisen besser versteht.

• #38


Stella31
Zitat von Mystefan:
Aber genau deshalb hatte ich damals auch das Thema Therapie angesprochen nicht nur, um unsere Beziehung zu retten, sondern auch, weil ich mir gewünscht habe, dass sie sich selbst und ihre wiederkehrenden Verhaltensweisen besser versteht

Das kannst du leider vergessen!
Es geht um intrinsische Motivation. Die hat sie offensichtlich nicht.
Du kannst nur dich selbst verändern und ich denke,auch wenn deine Beziehungen unterschiedlich waren, gibt es trotzdem einen gemeinsamen Nenner.
Du musst ihn nur noch finden.
Grenzen ist sicherlich ein Stichwort!

• x 1 #39


M
Zitat von Mystefan:
Allerdings weiß ich nicht, ob sie bewusst so gehandelt hat oder ihre Gefühle in den jeweiligen Momenten tatsächlich aufrichtig waren.

Das wird dir leider niemand sagen können. Es kann sein dass sie selbst glaubte dass ein Umzug denkbar wäre als sie es sagte. Aber das kann auch innerhalb kurzer Zeit wieder in ihr gekippt sein weil sie unbeständig ist. Unbeständigkeit, Unzuverlässigkeit in der emotioalen Hinwenung sind genau die Eigenschaften die du gar nicht brauchen kannst, weil sie dich ungemein stressen.
Schau dir die Beziehung mit ihr an. Nach der ersten Zeit der rosaroten Wolke jede Menge red flags, Zurückweisungen, emotionale Kälte und was gestern gesagt wurde, gilt heute nicht mehr. Diese Beziehung war Stress hoch zehn für dich, an den man sich bis zu einem gewissen Grad sogar gewöhnen kann. Aber die ständigen Änderungen bei der Hormonausschütttung sind auch nicht gerade gesund. Einmal Himmel, dann in die Hölle und wieder zurück, das ist auf lange Sicht zu viel.

• #40


A


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