stillsad
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Zitat von mitsubi:Weißt Du was manchmal hilft? Nach der Alternative zu fragen. Meinst Du, es würde Dir heute besser gehen, wenn er sich nicht auf diese Art getrennt hätte? Ich glaube nicht. Du würdest ihn noch mehr idealisieren und noch mehr leiden, wahrscheinlich.
Du hast Recht, im Zweifel macht das keinen Unterschied, ich würde ihm trotzdem hinterher hängen. Weil ich eben glaube, dass er die letzte Möglichkeit zum Glücklichsein bedeutet und ich fassungslos wie ein kleines Kind vor dem Schicksal stehe, das mir auch noch den letzten Menschen, den ich liebe, geraubt hat. Ich glaube, bis zum heutigen Tag kann ich nicht fassen, dass er gegangen ist. Als ich gestern deinen Text gelesen habe, hat es auch irgendetwas in mir berührt, so dass ich dachte, ich werde mich auf jeden Fall noch einmal bei ihm melden und bitten, dass er mir seine Gründe für die Trennung schreibt, damit ich endlich loslassen kann. Als Katharsis sozusagen. Denn ich glaube nicht, dass der, der er am Ende war, wirklich sein wahres Ich ist. Aber über Nacht kam dann wieder die Wut und die Enttäuschung, wie alles zu Ende gegangen ist, und die Klarheit, dass er sich danach kein einziges Mal bei mir gemeldet hat. Er ist jetzt seit bald zwei Jahren mit seiner Ex zusammen, er ist mental ganz woanders und ich will nicht, dass sie sich am Ende über mich lustig macht. Trotzdem wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass mein Ex und ich uns eines Tages umarmen würden, als die zwei Personen, die sich einmal wirklich geliebt haben, um dann loslassen zu können, weil nichts mehr zwischen einem steht, kein Groll, kein Hass. Ach, da kommen meine Tränen gleich wieder, ich vermisse ihn einfach sehr als Menschen und seinen Blick auf die Welt, den ich wunderschön fand. Wahrscheinlich werde ich niemals loslassen können, weil einfach nicht der wirkliche Wunsch dafür in mir nicht vorhanden ist. Blöd.