stillsad
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Zitat von Ukulele:Bei mir, jetzt allein erziehend mit drei Kindern, Überforderung, Verletzungen aus der Vergangenheit, Perfektionismus und daraus folgend die Trennung als Niederlage zu sehen...
Das ist einfach noch mal eine ganz andere Nummer, meine Hochachtung, dass du das so rockst und es nebenher noch schaffst, nach dir zu schauen. Dass das dann länger dauert, ist nur natürlich, ich habe nur mich selbst und krieg's trotzdem nicht gebacken. Deshalb Chapeau, da lernen deine Kinder mal wirklich was es heisst, eine starke Frau zu sein!
Zitat von Ukulele:Ich lese gerade ein Buch (nach der Trennung kommt das Glück; Mit Buddha den Liebeskummer meistern), das mir ein wenig hilft und neue Gedankengänge anstößt.
Hab ich vor einem halben Jahr auch gelesen, habe ja auch mit der Meditation angefangen, trotzdem klappt's nicht. War in meiner Not letzte Woche sogar auf zwei netten Dates, aber hat nichts an der Tatsache geändert, dass es mein Ex ist, den ich mir vom Universum herbeiwünsche.
Zitat von Ukulele:Allerdings hatte ich ja das im Nachhinein zweifelhafte Vergnügen, dass mein Mann noch einmal zu mir zurück kam. Ehrlich: es war die Hölle, ich war nicht mehr ich. Ich wollte alles richtig machen, für ihn wieder die perfekte Frau sein und verbog mich bis zur Unkenntlichkeit.
Ich habe damals zwar bei dir mitgelesen, aber hilf mir schnell, wann genau kam er wieder? Er hatte doch auch eine andere, oder? Meiner kam nach zwei Wochen "wieder", von wegen, lass uns Paartherapie probieren. Damals war ich auch innerlich zerrissen, weil ich so Angst hatte, irgendetwas falsch zu machen bzw. ich selbst zu sein. Ich werde nie vergessen, wie er Frühstück gemacht hat und am Ende aufgestanden ist, um mir einen Kuss zu geben. Ich bin damals aus dem Reflex so zusammen gezuckt, weil mein Körper diesem Menschen einfach nicht mehr getraut hat. Ich denke, das war auch für ihn nicht schön. Andererseits war das damals alles zu früh und frisch, ich denke kaum, dass irgendeine Beziehung so schnell wieder aufgenommen werden und am Ende funktionieren kann. Erst jetzt ist langsam die Zeit, wo ich wieder bei mir bin, und alles mehr aus der Distanz sehe, auch meine eigenen Anteile an der Trennung erkannt habe. Ich glaube ja, dass bei uns auch die externen Faktoren Stress und Trauer einen großen Anteil hatten, die sind - wenigstens von meiner Seite - in Bearbeitung. Andererseits hat er nichts bearbeitet, da gleich in die nächste Beziehung. Und selbst WENN er sich geändert/weiterentwickelt hätte, seine Familie wird es nicht getan haben. Und die werden evtl. weiterhin gemein sein. Sein Bruder hat ein halbes Jahr vor der Trennung ihm nämlich gesagt, dass ich nicht zu ihm passe, einen Monat später der Schwester das gleiche über ihren Freund ... und alles nur, weil er selbst unglücklich in seiner Beziehung und neidisch auf uns war. Tja, am Ende wurden wir trotzdem alle entsorgt, bei dem Gedanken wird mir immer noch ganz schlecht.
Ach Leute, wenn ich das so noch mal durchlese, das macht doch alles keinen Sinn, wieso trauere ich dem Typen denn hinterher? Außerdem wünsche ich mir da eine Geschichte, die er doch gerade schon mit seiner Ex lebt, nach Jahren der Trennung wieder glücklich vereint. Und jetzt soll diese Variante noch mal mit mir wiederholt werden? Mann verlässt Freundin für Ex-Ex, nur, um dann nach zwei Jahren wieder mit der Ex zusammen zu kommen. So ein Blödsinn, dann würde ich ja erwarten, dass das Spielchen immer so weiter geht. Und mit so jemanden will ich dann mein Leben verbringen und eine Familie gründen?
Trotzdem, jetzt kommen schon wieder die Tränen, weil ich ihn nicht loslassen kann, der Schmerz ist zu groß. Ich glaube, es hilft nichts und ihr habt Recht, ich werde ihn ein letztes Mal kontaktieren müssen. Ich weiß zwar nicht, was es bringen soll, weil was könnte er sagen, dass mich ihn aufhören lässt zu lieben, wo alle Gemeinheiten, die er schon gemacht haben, mich nicht haben loslassen lassen?
Sechs Wochen. Ich schaue jetzt sechs Wochen nach mir, schaue, dass ich wieder etwas stabiler werde, und dann werde ich ihm schreiben.


