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Zeit heilt nicht alle Wunden

P
@Torsten-Mark
Oh hah, je mehr man drüber nachdenkt, desto mehr könnte es sich zur Kuh Elsa Geschichte entwickeln.

Die Tatsache, daß Dich das seit vier Jahrzehnten beschäftigt. Die Tatsache, daß da 'Auswirkungen' sind, fast genauso lange.
Deine Unsicherheit bis hin in Ecken, die eigentlich anders besetzt sein sollten.
Da schwelt doch was ganz anderes noch mit im Hintergrund.
Vielleicht streifen wir den einen oder anderen Punkt.
Ich weiß auch nicht, ob es wirklich relevant ist, was damals genau gesagt worden ist.
Ihr wart beide recht jung. Da spielt so unglaublich viel mit rein.

Nur so für Langeweile oder tiefer einsteigen: "Die Kuh Elsa ist verstorben" (oder tot) von Dieter Hallervorden.
Irgendwie denke ich echt, das könnte Dir bei professioneller Unterstützung auch passieren - ein Punkt nach dem nächsten, der nach und nach ans Licht kommt.

x 1 #46


P
Ich konnte nicht mehr ergänzen.
Im Moment wirkst Du @Torsten-Mark so, als ob sie nur ein Wort sagen müsste, und Du denkst, Du wärst von Deinen Qualen erlöst.

Nun, das liegt im Bereich von Fairy tale und Feenstaub, aber nicht in der Realität Deines Lebens.

Aber tun wir mal so, als ob das so wäre. Was genau sollte sie zu Dir sagen, damit Du das Gefühl hast, daß jetzt - endlich - alles gut ist?

#47


A


Zeit heilt nicht alle Wunden

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Torsten-Mark
@Akelei76
Ja, ich bin im Großen und Ganzen mit mir ok

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Torsten-Mark
@Manchmal_Hexe
DANKE!

x 2 #49


Torsten-Mark
Ich melde mich noch mal, hatte mich ja bereits heute vormittag erstmal verabschiedet.

Die vielen Reaktionen verarbeite ich nun erstmal, das war ja seit gestern so intensiv zu diesem Thema. Falls noch jemand schriebt, ich antworte erst irgendwann nächste Woche. Ich brauch bisschen Abstand jetzt, war etwas viel.
Schönes Wochenende Euch allen!

x 3 #50


J
@Torsten-Mark
Du hast gesagt, dass du nicht mehr weißt was damals im Auto gesprochen wurde, das könnte schon der Schlüssel sein.
Da du von damals noch so viele Erinnerungen hast, könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass dir Hypnose helfen könnte. Zum einen an die Erinnerung an die letzten Worte der Frau, aber auch deine Hemmschwelle zu suchen und, dann zu beseitigen.
Du müsstest erst raus finden weshalb du noch daran festklammerst bevor du irgendetwas tust.

Ich finde es erstaunlich, dass deine Ehefrau trotz des nicht so guten S. bei dir geblieben ist. Das solltest du ihr hoch anrechnen und ihr besseres bieten. Für sie, für dich - für euch.

#51


A
Zitat von Torsten-Mark:
- mir ist klar, dass es keinen Neustart der alten Beziehung geben wird und soll, ich möchte nur abschliessen; Wissen, dass mir verziehen ist, loslassen können ... so in der Art

Grundsätzlich denke ich dazu, dass das loslassen nur in dir steckt.


Zitat von Torsten-Mark:
- dieser "Silvesterabend" war unser erstes Treffen ca. 3 Jahre nachdem ich aus Ihrem Leben verschwunden war. Ich hatte ja bereits schon dauernd diese Trennung usw. im Kopf und einfach kurz vor Silvester per Brief gefragt, ob sie Lust hätte

Also auch da wieder ein Brief.

Zitat von Torsten-Mark:
Sie hat (sehr vernünftig) gebremst und ihren klugen Satz "Du musst mir nichts beweisen, wir beide haben noch viel Zeit" habe ich heute noch im Ohr. Ich hab dann blöd reagiert, hab beleidigt getan und mich schlafen gelegt. Es gab keinen Streit, kein böses Wort. Ich war nur kindisch.


Nö, du warst aggressiv. Du weisst schon, wie die Aktion von dir auf sie wirken musste: Ich schlafe nicht mit ihm, dann werde ich bestraft.


Zitat von Torsten-Mark:
Am Neujahrstag hab ich Sie nach Hause gefahren.

Und dicht nicht mehr gemeldet.

Sei mir nicht böse, deinen weiteren Brief hätte ich dir auch zurückgeschickt.

Und ich finde es krass, wie sehr du deine passive Aggressivität ihr gegenüber (ja auch die davor) nach 40 Jahre immer noch runter spielst

Zitat von Torsten-Mark:
ich wiederhole das noch mal, ich bin nicht grob geworden (werde ich nie), es gab keinen Streit und keinen bösen Worte

Doch bist du. Und ich hoffe, du erkennst das endlich mal. Grob kann man auch ohne Schreien, Schläge oder Schimpfworte sein. Und du warst grob zu ihr.

Vielleicht merkt dein System unterschwellig, dass eine dicke Entschuldigung fällig wäre und dich lässt dein grobes Ego-Verhalten nicht los?!

Vielleicht ist es auch schlimm für dich, dass da eine Frau draussen rumläuft, der du nicht beweisen konntest, wie sehr du Macher bist?

Das heraus zu finden sollte dein Ziel sein. Und erst dann würde ich mir genau überlegen, ob du wieder ein in ein Leben reinrumpelst um DEINE Themen zu bearbeiten.

x 1 #52


A
Zitat von rudi333:
Warum nicht?

Es beschäftigt Dich jetzt 40 (!) Jahre, sicher mal mehr - mal weniger.

Setz Dich ins Auto und fahr dahin!

Weil so was unhöflich und grenzüberschreitend ist.

x 1 #53


QueenA
@Torsten-Mark Guten Morgen!

Dein Beitrag hat mich sehr berührt.
Ich könnte mir vorstellen, dass solche starken Gefühle über so viele Jahre auch ein Stück weit im „Vakuum“ weiterleben, also nie wirklich verarbeitet oder aufgelöst wurden. Vielleicht wäre es deshalb hilfreich, einen Weg zu finden, das für dich gut abzuschließen. Das kann -wenn möglich- eine Aussprache oder ein Kontakt sein. Wenn das nicht geht, vielleicht auch ein Brief, den man für sich schreibt, um die Gedanken und Gefühle einmal bewusst zu ordnen. Ein Stück machst Du das hier bereits.

Gleichzeitig finde ich, dass 40 Jahre Ehe auch sehr viel aussagen. Sich so lange für einen gemeinsamen Weg entschieden zu haben, mit allem, was dazu gehört, spricht ja auch für eine tiefe Verbindung und Bedeutung dieser Beziehung.

Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass solche intensiven Gedanken nach so langer Zeit nicht nur für die Person von früher stehen, sondern vielleicht auch für etwas Inneres, das gesehen oder geklärt werden möchte.

Ich selbst hatte eine ähnliche Erfahrung. Bei mir kam das Thema erst nach meiner Trennung richtig hoch, und ich hatte die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen. Wir konnten vieles aussprechen, einordnen und auch wertschätzen, was damals war, ohne dass es in der Gegenwart „weitergehen“ musste. Im Gegenteil: Gerade weil wir beide unser eigenes Leben hatten (als Single), konnten wir dem Ganzen einen guten, ruhigen Platz geben.

Das war für mich und auch für ihn sehr heilsam, einfach, weil das, was lange offen war, nicht mehr im Unklaren bleiben musste. Wir konnten auch hätte, hätte Fahrradkette für uns mit Humor besprechen. Es hätte auch mit uns beiden nicht klappen können und wir haben akzeptiert, dass Entscheidungen die man mal getroffen hat auch gutes hervorgebracht haben, zB jeweils unsere Kinder. Wir haben uns auf das schöne besinnt in unseren jeweiligen Leben und wie gut wir uns auch jeweils entwickelt haben. Wir konnten uns füreinander freuen. Gleichzeitig möchten wir einander freundschaftlich behalten ohne Gefahr einer Beziehung. In etwa so: 1x Jahr treffen wir uns zum Kaffee und lachen über alles, erzählen einander über unsere Kinder, Berufliches usw. Es ist warmherzig ohne mehr. Nostalgisch und dennoch Gegenwart.

Vielleicht geht es bei Dir gar nicht darum, etwas „nachzuholen“, sondern eher darum, innerlich einen guten Abschluss oder einen stimmigen Platz dafür zu finden.

Alles Liebe für Dich und Deine Frau! 🍀🙂

x 3 #54


Stella31
Zitat von Akelei76:
Nö, du warst aggressiv. Du weisst schon, wie die Aktion von dir auf sie wirken musste: Ich schlafe nicht mit ihm, dann werde ich bestraft

Also aus dem, was der TE geschrieben hat, kann ich da zunächst keine Aggressivität herauslesen.
Eher ein beleidigt sein und nicht klar zu reden.
Vielleicht fehlen auch Infos.
Er weiß ja selbst nicht mehr, was zum Schluss gesagt wurde

x 2 #55


C
Zitat von Torsten-Mark:
- für Casey: um Gottes willen, keine Gewalt oder ähnliches, so was gibt es bei mir gar nicht. Ich hab mich ganz simpel in Ihre Bett geschlichen und versucht bischen zu kuscheln. Und für den Abschied ohne Abschied am nächsten Tag bin wieder ich verantwortlich, weil ich den gekränkten und verschmähten Helden spielen musste, statt Gehirn zu nutzen


"Versucht ein bißchen zu kuscheln" Liest sich, als wäre sie damit nicht einverstanden gewesen.

Da du dich weiterhin so vage hältst:

Du hättest gerne "gekuschelt", sie warf dich raus, du wurdest sauer. Am nächsten Morgen gab es keinen richtigen Abschied. Sie hat sich nicht mehr gemeldet, du dich auch nicht mehr.

Damit ist ansich alles gesagt.


Wahrlich ein seltsames Phänomen, dass dir eine simple Abfuhr noch so nahe geht.

Wirklich wichtig war sie dir ja schon damals nicht.

Klingt viel mehr nach einem schlechten Gewissen, wo du seit 40 Jahre dich drum herum bewegen kannst, weil dir das irgendwas gibt. Vielleicht kannst du heraus finden, was dir das gibt. Es ist ja nicht nicht so, dass jeder hilflos seinen Gefühlen ausgeliefert ist. Kann eine Ablenkung sein, weil dein Gefühle zu deiner Frau nicht so groß sind.

Eine gewissen Falschheit als Charaktereigenschaft. Denn einen Abend so hinzustellen ist die eine Sache. Aber lange, viele Jahre der Frau an deiner Seite sowas vorzuspielen, dazu bedarf es einer gewissen Abgebrühtheit.

Klingt natürlich gesellschaftstauglicher, sich dabei in die Opferrolle zu begeben.

Stell dich dir selbst. Frag dich, welches Leben du gelebt haben willst, wenn der Tag der Tage kommt.

Warum Opferrolle? Woher kommt das? Kannst du es ändern? Warum denkst du, es sei so wichtig, sie zu treffen? Stell dir vor, sie gäbe es gar nicht mehr. Dann müsstest du auch alleine damit klar kommen. Gib die Verantwortung nicht an sie ab.

Es ist irgendwas in dir. Das solltest du finden.

Viel Glück

x 1 #56


bifi07
Zitat von Torsten-Mark:
keinen Streit und keinen bösen Worte. Woran ich mich beim besten Willen nicht erinnere sind die letzten Worte, bevor sie aus meinen Auto ausgestiegen ist. Obwohl ich sonst noch viele Details weiss - auch dass möchte ich sie gern fragen

Ich denke, dir fehlt heute noch der finale Abschluss.
Das ist leider bei vielen Trennungen so. Plötzlich ist es aus und man kann gar nicht sagen, ob es wirklich dieser Grund war oder ob es so oder so zum Aus gekommen wäre.
Wenn du dir nämlich sicher wärst, dass "nur" deine Hast daran Schuld war, wieso willst du dann immer noch wissen, wie sie darüber denkt, bzw. gedacht hat? Ihr Verhalten daran spricht doch Bände.

x 1 #57


Torsten-Mark
Guten Morgen,
ich möchte sagen, dass ich mich hier geoutet habe, hat mir sehr gut getan, mich aber auch sehr beschäftigt und es hat vieles aufgewühlt. Das wurde mir dann wirklich etwas viel und fast eine Woche habe ich mich deshalb hier nicht mehr sehen lassen, was mir auch gut getan hat.
Nun versuche ich mal die letzten Posts von Euch zu beantworten, ich möchte mich kurz fassen. Denn man merkt, dass dieser Thread nun schon sehr lang ist und der geneigte Leser bzw. Leserin den Faden verliert.

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Torsten-Mark
Zitat von Perzet:
Was genau sollte ...

Sie könnte sagen, dass ich sie sehr enttäuscht habe und es einige Zeit gedauert für Sie, um das alles zu überwinden. Dass sie aber eine glückliche Beziehung führt, nur selten mal an unser Erlebnis denkt, meine Bitte um Entschuldigung gern annimmt und mir verzeiht.
Also "Bonus" könnte Sie noch sagen, dass unser Problem sie damals ähnlich belastet hat und sie deshalb alle Gelegenheiten zu einem erneuten Versuch blockiert hat.

#59


Torsten-Mark
Zitat von J_Eulenspiegel:
Ich finde es erstaunlich, dass deine Ehefrau trotz des nicht so guten S. bei dir geblieben ist. Das solltest du ihr hoch anrechnen und ihr besseres bieten. Für sie, für dich - für euch. ..

meine "partielle Impot." ist meiner Frau bekannt (auch der eventuell psychische Hintergrund), das war übrigens auch bei den 2-3 Partnerinnen so, die es vorher noch gab. Das ist vielleicht nicht schön, aber man kommt auch so gemeinsam gut durchs Leben

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